Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund und Neue Länder stärken gemeinsam Spitzenforschung Ost

05.05.2008
BMBF startet mit 45 Millionen Euro für sechs Pilotprojekte neues Programm.
Schavan: "Wir setzen im Osten konsequent auf Stärken"

Mit einem neuen Programm zu Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Neuen Ländern einen Meilenstein in der Innovationsförderung Ostdeutschlands.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat sich am Montag in Berlin mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Neuen Ländern auf sechs Pilotprojekte zur Spitzenforschung verständigt, die noch in diesem Sommer starten sollen. Die Projekte werden mit insgesamt 45 Millionen Euro über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren gefördert. Ziel ist, die Innovationsfähigkeit und damit die Wirtschaftskraft in den Neuen Ländern zu steigern, indem Kompetenzen überregional, themenorientiert und organisationsübergreifend gebündelt werden.

"Wir setzen konsequent auf Stärken. Dadurch erhalten die Forschungsstandorte in den Neuen Ländern die notwendige Schubkraft, um im internationalen Wettbewerb um die besten Talente erfolgreich zu sein", sagte Schavan. Die Pilotprojekte, so die Ministerin, setzten dort an, wo sich die technologische Leistungsfähigkeit einer Region klar herauskristallisiere, wo die Zusammenarbeit über die Grenzen von Disziplinen, Instituten, Ländern und Staaten hinweg begonnen habe.

... mehr zu:
»Mikrosystem »Spitzenforschung

"Wir fördern Kooperationen, die aus eigener Kraft heraus entstanden sind", sagte Schavan. Es handelt sich um strategische Partnerschaften, in denen ostdeutsche Forschungseinrichtungen die Federführung haben. "Das neue Programm nimmt gezielt die Erfahrungen auf, die das BMBF und die Neuen Länder bereits in der gemeinsamen Innovationspolitik gewonnen haben, und entwickelt sie weiter."

Gerade Ostdeutschland mit den großen Herausforderungen des demografischen Wandels, der Abwanderung und der kleinteiligen Wirtschaftsstruktur brauche eine konkurrenzfähige, exzellente Spitzenforschung, um Wirtschaft anzuziehen und die Innovationskraft zu stärken, so die Ministerin.

Das Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" ist die Fortführung des "Dialog Innovation Ost", der im November 2006 mit dem Memorandum "7 Punkte für Innovation und Wachstum" zwischen dem BMBF und den Wissenschaftsministerien der Neuen Länder begonnen hat. Die Pilotprojekte sind der Auftakt des neuen Förderprogramms. Noch in diesem Jahr soll eine zweite Ausschreibungsrunde mit einem Fördervolumen von insgesamt 200 Millionen Euro starten.

Die sechs Pilotprojekte starten zu folgenden Themen: Plasmamedizin (Greifwald), Optische Mikrosysteme (Jena, Ilmenau, Erfurt), virtuelle und erweiterte Realität (Magdeburg, Kaiserslautern), Medizinische Systembiologie (Berlin), Wasserforschung (Dresden) und Geo-Energie (Potsdam und Cottbus).

Die Namen der sechs Pilotprojekte:

Campus PlasmaMed (Federführung: Greifswald, MV)
Kompetenzdreieck Optische Mikrosysteme (Jena, Ilmenau, Erfurt, TH)
VIERforES (Magdeburg, ST, sowie Kaiserslautern, RP)
Berlin Institute for Medical Systems Biology (Berlin)
International Water Research Alliance (Dresden, SN)
GeoEn (Potsdam, Cottbus, BB)

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.bmbf.de/press/2288.php
http://www.bmbf.de/pub/pilotprojekte_neue_laender.pdf

Weitere Berichte zu: Mikrosystem Spitzenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie