Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dank BMBF: Neues Projekt zur Alphabetisierung gestartet

28.04.2008
In einem gemeinsamen Projekt wollen die Abteilung für Neuropsychologie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, die MediTECH Electronic GmbH aus Wedemark und das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ein neuartiges Trainingsprogramm zur Alphabetisierung entwickeln und dessen Wirksamkeit erforschen.
In Deutschland gibt es etwa vier Millionen funktionale Analphabeten, von denen nur etwa 50.000 an Alphabetisierungskursen teilnehmen. Eine wesentliche Ursache dafür dürfte die massive Scheu der Betroffenen sein, sich zu ihrem Defizit zu bekennen und sich mit damit auseinanderzusetzen. Für viele Betroffene stellt der Mangel an Lese- und Schreibfertigkeiten das entscheidende Hindernis für den Einstieg ins Berufsleben dar.

In einem gemeinsamen Projekt wollen die Abteilung für Neuropsychologie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, die MediTECH Electronic GmbH aus Wedemark und das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ein neuartiges Trainingsprogramm zur Alphabetisierung entwickeln und dessen Wirksamkeit erforschen. Ausgangspunkt hierzu sind neue Erkenntnisse, wonach Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) auf neurobiologisch verursachten Problemen bei der Wahrnehmung von Tönen und Sprachreizen beruht. Es wird vermutet, dass zumindest ein Teil der funktionalen Analphabeten ebenfalls unter derartigen Wahrnehmungsproblemen leidet.

In früheren Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass eine Verbesserung dieser grundlegenden akustischen Wahrnehmungsfunktionen durch computerunterstütztes Training möglich ist. Hier setzt das geplante Trainingsprogramm an. Darüber hinaus soll die schriftsprachliche Kompetenz unter Verwendung berufsrelevanter Materialien weiter aufgebaut werden. Das neue Training soll eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl an Alphabetisierungsmaßnahmen bewirken. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 840.000 € für die nächsten drei Jahre gefördert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Erforschung neurobiologischer Ursachen des Analphabetismus. Für diese Untersuchungen, die in Magdeburg und Hannover stattfinden, werden Personen gesucht, die nicht lesen und schreiben können. Interessierte wenden sich bitte an Herrn Dr. Jascha Rüsseler, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Abt. Neuropsychologie, 0391-6718478 (auch anonym; Teilnahme wird vergütet).

Alexander Bach | idw
Weitere Informationen:
http://www.meditech.de

Weitere Berichte zu: Alphabetisierung Analphabet BMBF Neuropsychologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie