Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanocluster Dresden und Osaka kooperieren - Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen

18.04.2008
Das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum ultradünne funktionale Schichten Dresden und der Nanocluster Osaka forschen künftig gemeinsam.

In Japan ist diese Clusterzusammenarbeit mit Beginn des neuen japanischen Fiskaljahres ab 1. April 2008 ein offizielles Förderprojekt der staatlichen Außenhandelsorganisation JETRO, mit dem Geschäftsverbindungen und die Zusammenarbeit zwischen japanischen Regionen und anderen Ländern gefördert werden.

Für das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum Dresden ist es das erste Projekt mit Japan. Initiiert wurde die Zusammenarbeit im Rahmen von Unternehmerreisen und Messebesuchen, welche die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) gemeinsam mit der Stadt Dresden und dem Nanotechnologie-Kompetenzzentrum organisiert hatte.

Im Februar 2007 präsentierte die WFS den Nano-Standort Sachsen erstmalig offiziell auf der wichtigsten Fachmesse zu diesem Thema, der "nanotech" in Tokio. Dabei stellten die Sachsen etwa die Hälfte der gesamten deutschen Beteiligung. Referenten aus sächsischen Forschungseinrichtungen hielten Vorträge und kamen mit japanischen Experten ins Gespräch. Vor der Messe kam es zum ersten Treffen mit dem Nanocluster in Osaka, ein zweites folgte im Oktober. Beim Gegenbesuch im November besichtigten die Japaner hiesige Forschungseinrichtungen. Der geballte Auftritt der Sachsen hinterließ offenbar bleibende Eindrücke. Denn kaum vier Wochen später waren sich die Japaner sicher, dass die Sachsen die richtigen Partner sind - bei Investitionsentscheidungen, so die WFS-Erfahrung, gehören sie zu den Vorsichtigsten.

Bereits Anfang Februar 2008 konnten die Sachsen die Labors im Creation Core Osaka besichtigen und anschließend die Firma Cluster Technology besuchen. Zur "Nanofair" im März waren die Japaner wiederum in Dresden. Und so wird es weiter gehen: Zu einer Gastvorlesung wird sich bald der Leiter des Nanotechnologie-Kompetenzzentrum Dresden, Dr. Andreas Leson nach Osaka aufmachen. Das nächste größere japanisch-sächsische Forschertreffen ist für Herbst 2008 in Dresden terminiert. Nicht ausgeschlossen, dass die Partner bei der "nanotech" 2009 in Tokio bereits gemeinsame Ergebnisse präsentieren.

Maßgebliche Taktgeber der Forschungszusammenarbeit waren auf japanischer Seite Minoru Adachi, Präsident von Cluster Technology in Osaka und Toshihiko Naruse, Chief Coordinator Creation Core Higashi Osaka. Organisatorische Hilfestellung gab in Dresden der bei der WFS angesiedelte JETRO Vertreter für die neuen Bundesländer Yoshiharu Kitajima. Die Vereinbarung legt fest, dass man sich keine Konkurrenz machen will und es möglichst wenige Überschneidungen bei Forschungsschwerpunkten und Anwendungen geben soll. Das langfristige Ziel sind vermarktbare Produkte - wobei dann noch auszumachen ist, wo sie produziert und damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Zum Nanocluster Osaka gehören mehrere Universitäten in Osaka, Kyoto und Kansai sowie staatliche Forschungsinstitute und eine Reihe mittelständischer Unternehmen. Prof. Katsuaki Suganuma, Institute of Scientific and Industrial Research Osaka University meldete sofort Interesse an, da sein Institut gerade nach internationalen Partnern Ausschau hält und Sachsen sein Wunschkandidat ist. Das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum ultradünne funktionale Schichten Dresden umfasst derzeit 51 Unternehmen, zehn Hochschulinstitute, 22 Forschungseinrichtungen und fünf Verbände, die vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden koordiniert werden.

Nanotechnologie-Kompetenzzentrum: http://www.nanotechnology.de

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Ralf Jäckel, Tel. 0351 / 2583 444, ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de
Landeshauptstadt Dresden, Geschäftsbereich Wirtschaft,
01001 Dresden, Postfach 12 00 20
Sabine Lettau-Tischel, Tel. 0351 / 488 27 29, slettau-tischel@dresden.de
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH
01309 Dresden, Bertolt-Brecht-Allee 22
Karin Heidenreich, Tel. 0351 / 21 38 235, karin.heidenreich@wfs.saxony.de
Weitere Informationen:
http://www.nanotechnology.de
http://www.nanotechnology.de/ger/s07/s07-pi0803.html
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/2008/pr0803.html

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanotechnology.de
http://www.iws.fhg.de

Weitere Berichte zu: Nanocluster Nanotechnologie-Kompetenzzentrum WFS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise