Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grundlagenforschung als Motor des Wirtschaftswachstums

16.04.2008
MPG-Präsident Peter Gruss unterstützt Wissenschaftsministerin Annette Schavan

„Die momentan laufende Diskussion um drastische Kürzungen im Finanzansatz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind Gift für die Innovationsfähigkeit Deutschlands“, sagt Max-Planck-Präsident Peter Gruss. Selbstverständlich sei es wichtig, den Bundeshaushalt langfristig zu konsolidieren, dies dürfe aber nicht auf Kosten zukunftsweisender Forschung geschehen, die den Motor für Wirtschaftswachstum bildet.

Hintergrund der Auseinandersetzungen ist der seit vergangener Woche entbrannte Streit um den Haushaltsentwurf 2009 für das Kabinett. In diesem Zusammenhang hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück mit deutlichen Kürzungen im Finanzansatz bei den Bundesministerien für Forschung und Bildung; Verkehr sowie Wirtschaftsförderung und Entwicklungshilfe gedroht, mit dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ab 2011. „Nach zahlreichen Studien beruht das Wirtschaftswachstum eines Landes im wesentlichen auf neuen Technologien, Produkten und Prozessen“, sagt Gruss. Vor dem Hintergrund internationaler Wettbewerbsfähigkeit sei es deshalb dringend geboten, die F&E-Ausgaben in Deutschland weiterhin deutlich zu steigern. So investierte Deutschland 2006 zwar 2,57 Prozent der Wirtschaftsleistungen in Forschung und Entwicklung, angestrebt werden müsse aber weiterhin das in Lissabon vereinbarte 3 %-Ziel für Forschung und Entwicklung. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland– nicht zuletzt auf Grund der zehn Jahre andauernden Stagnation der F&E-Ausgaben in der Zeit zwischen 1994-2004 - deutlich hinterher.

„Das Innovationsgeschehen verlagert sich mit Höchsttempo in wachstumsstarke Schwellenländer wie China, Indien, Korea, Taiwan und Singapur“, so Gruss. „Mit dem Pakt für Forschung und Innovation hat die Bundesregierung 2005 ein entscheidendes Signal für mehr internationale Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit gegeben“, sagt Gruss; diese Sicherheit für die großen Wissenschaftsorganisationen dürfe durch die aktuelle Debatte nicht aufs Spiel gesetzt werden. „Gemeinsam mit der Exzellenzinitiative hat der Pakt die deutsche Wissenschaftslandschaft nach Jahren der Stagnation auf ungeahnte Weise dynamisiert“, so Gruss. Die im Pakt vereinbarte Steigerung der Mittel um drei Prozent habe die deutschen Wissenschaftsorganisationen u.a. in die Lage gebracht, gerade für Nachwuchswissenschaftler wichtige neue Förderprogramme aufzulegen. Durch die steigende Inflationsrate (insbesondere Teuerungen im Energiebereich), Tarifsteigerungen und kostenintensive Großgeräte sei der Handlungsspielraum dabei zwischenzeitlich ohnehin begrenzt.

| Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie