Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Werkstoffanalytik auf Erfolgskurs

11.04.2008
Neues An-Institut: Zentrum für Werkstoffanalytik Lauf (ZWL) positioniert sich als wissenschaftliche Einrichtung der Ohm-Hochschule

Nach siebenjähriger Erfolgsgeschichte hat das "Zentrum für Werkstoffanalytik Lauf" (ZWL) einen neuen Meilenstein erreicht: Heute Vormittag wurde es - gemäß Art. 103 Abs. 2 des Bayerischen Hochschulgesetzes - offiziell zum An-Institut der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg ernannt und ist nun eine wissenschaftliche Einrichtung an einer der größten Fachhochschulen bundesweit.

Die Freude beim ZWL mit seinen beiden Geschäftsführern Dipl. Ing. (Univ.) Werner Kachler und Dr. Jürgen Göske sowie den Gesellschaftern ist entsprechend groß. Und auch der Präsident der Ohm-Hochschule, Prof. Dr. Michael Braun ist sich sicher, dass das neue An-Institut sehr gut in die "Ohm-Familie" passt: "Das ZWL hat sich bereits außerhalb der Hochschule als wissenschaftliche Einrichtung etabliert und im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung und Entwicklung einen sehr guten Namen gemacht. Das Leistungsportfolio ergänzt in idealer Weise unsere Aktivitäten in der Fakultät Werkstofftechnik."

Das "Zentrum für Werkstoffanalytik Lauf" wurde im Rahmen der High-Tech-Offensive "Zukunft Bayern" als GmbH gegründet und nahm Mitte 2001 seinen Betrieb auf. Gesellschafter sind der Landkreis Nürnberger Land, die Stadt Lauf, die Sparkasse Nürnberg sowie als wissenschaftliche Kooperationspartner das Ingenieurbüro Walter Lang und die Professoren Dr. Rolf Ebert und Dr. Richard Wenda aus der Fakultät Werkstofftechnik der Ohm-Hochschule Nürnberg.

Partner für klein- und mittelständische Unternehmen
Angesiedelt ist das ZWL inmitten einer Vielzahl unterschiedlich orientierter mittelständischer Betriebe in Lauf, das samt Umgebung bundesweit als Schwerpunkt in Sachen technischer Keramik gilt. Ein erster Kundenstamm war also schnell aufgebaut - und heute ist das ZWL der Partner von klein- und mittelständischen Unternehmen, für die sich die Anschaffung teurer Analysegeräte nicht rentiert. "Die Unternehmen sind natürlich dennoch auf Spitzengeräte für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle und Schadensanalytik angewiesen - und bekommen das alles bei uns", erläutern die beiden ZWL-Geschäftsführer Werner Kachler und Dr. Jürgen Göske ihr Erfolgsrezept. Darüber hinaus zählen auch Forschungsabteilungen von Großunternehmen zu den Kunden, die die Schnelligkeit und Kompetenz des ZWL schätzen gelernt haben.

Das ZWL führt für die Unternehmen wichtige Analyse- und Forschungsarbeiten durch. Untersucht wird zum Beispiel, wie die Oberfläche eines bestimmten Materials beschaffen ist, ob ein Stoff schädliche Fremdkörper enthält, welches Verschleiß- und Korrosionsverhalten vorliegt oder warum ein Schaden aufgetreten ist. Das Spektrum der zu untersuchenden Stoffe reicht von Glas und Keramik über Bindebaustoffe und Werkstoffe der Elektro- und Medizintechnik bis hin zu flüssigen Systemen oder auch biologischem Zellgewebe. Für die Analyse ist das ZWL mit zahlreichen Geräten bestens ausgestattet. "Herzstück" sind zwei Feldemissions-Rasterelektronenmikros¬kope, die bis zu 300.000 fache Vergrößerungen ermöglichen und ein schnelles Röntgendiffraktometer.

Erfolgreich in der Grundlagenforschung
Neben Aufträgen aus der Wirtschaft arbeitet das ZWL auch in der Grundlagenforschung. Aktuell fertigt z.B. Dipl.-Ing.(FH) Marc Fylak in Kooperation der Fakultät Werkstofftechnik und der Universität Halle, Lehrstuhl für Mineralogie, seine Dissertation über das Hydratationsverhalten von hydraulischen Bindemittel an.Wichtigster Kooperationspartner bei allen Fragestellungen ist dabei die Fakultät Werkstofftechnik (WT) der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule. Auch andere Fakultäten wie Verfahrenstechnik (VT), Chemie (AC), Elektrotechnik-Feinwerktechnik-Informationstechnik (efi) oder die Bauingenieure (BI) arbeiten mit dem ZWL eng zusammen. "In Zukunft wohl noch stärker, sind wir doch dann ein An-Institut der Hochschule", betonen die Gesellschafter des ZWL, Prof. Dr. Rolf Ebert und Prof. Dr. Richard Wenda.

Elke Zapf | idw
Weitere Informationen:
http://www.werkstoffanalytik.de
http://www.ohm-hochschule.de

Weitere Berichte zu: An-Institut Werkstoffanalytik Werkstofftechnik ZWL

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Humane Sachbearbeitung mit Künstlicher Intelligenz

18.01.2018 | Informationstechnologie

Modularer Genverstärker fördert Leukämien und steuert Wirksamkeit von Chemotherapie

18.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bisher älteste bekannte Sauerstoffoase entdeckt

18.01.2018 | Geowissenschaften