Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"regionalsprache.de" - Trierer Germanisten an geisteswissenschaftlichem Großprojekt beteiligt

09.04.2008
Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungsverfahren in den Geisteswissenschaften" der Universität Trier kooperiert mit dem Marburger Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas". Seit dem Beginn des Jahres 2008 ist das geisteswissenschaftliche Großprojekt zur Erforschung der deutschen Regionalsprache angelaufen, das die Bund-Länder-Kommission als Trägerin der Akademien der Wissenschaft mit 14 Millionen Euro über eine Laufzeit von 19 Jahren fördern wird.

Das Projekt "regionalsprache.de" wurde vom Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas" der Marburger Philipps Universität in Kooperation unter anderem mit dem Trierer "Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften" beantragt. Der Trierer Universitätspräsident Prof. Dr. Peter Schwenkmezger hob beim Arbeitstreffen zu Beginn der Woche hervor, dass "diese Zusammenarbeit das geisteswissenschaftliche Forschungsprofil der Trierer Universität besonders unterstreicht und schärft".

Ziel des Projekts "regionalsprache.de" ist die Erhebung und umfassende Analyse der regionalen Sprachvariation in Deutschland. Herkömmliche Dialekte sterben zwar aus, so die Beobachtung der Sprachwissenschaftler, doch rückt an ihre Stelle keinesfalls wie bis-her angenommen das Hochdeutsche. Vielmehr spricht die Mehrheit eine regional gefärbte Sprache, die zwischen Ortsdialekten und überregionaler Hochsprache changiert. Die Entwicklung dieser Regionalsprachen umfassend zu dokumentieren und zu analysieren, ist das ambitionierte Unterfangen des Projekts.

Dazu wird eine Forschungsplattform im Internet erstellt, die durch die Zusammenführung dialektologischer, soziolinguistischer und variationslinguistischer Informationen sprachlichen Wandel erschließt.

... mehr zu:
»Kompetenzzentrum »Trier

Das Trierer Fach Ältere Deutsche Philologie und das Kompetenzzentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Claudine Moulin vertreten als Kooperationspartner die dialektlexikographische und die sprachhistorische Komponente des Großprojekts, indem sie etwa Sprachvarianten des 16. und 17. Jahrhunderts erforschen. Die Trierer Sprachwissenschaftler weisen sich dabei in mehrfacher Hinsicht als potente Kooperationspartner aus. Sie haben nicht nur eine Reihe regionalsprachlicher Wörterbücher des Südwestens digitalisiert - wie etwa das Pfälzische und Rheinische Wörterbuch - und zusammen mit weiteren Wörterbüchern in einem elektronischen Verbund verknüpft.

Das Kompetenzzentrum verfügt zudem über langjährig entwickelte Expertise bei der geisteswissenschaftlichen Nutzung moderner elektronischer Technologien. Wie der Marburger Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt betonte, gehören beide beteiligten Forschergruppen zu den "Pionieren" auf diesem Feld.

Erste Ergebnisse der Forschungskooperation sind bereits im Internet zugänglich: Unter www.diwa.info kann man die in Trier digitalisierten und aufbereiteten Karten des Pfälzischen Wörterbuchs gemeinsam mit dem riesigen Kartenbestand des Digitalen Wenkeratlasses recherchieren und für vergleichende Forschungen benutzen.

Kontakt und Information
Prof. Dr. Claudine Moulin
Universität Trier
FB II, Ältere Deutsche Philologie
Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften
Tel. 0049-(0)651-201-2305 oder -2321
E-Mail: moulin@uni-trier.de
oder
Dr. Andrea Rapp (Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums)
Tel. 0049-(0)651/201-2196 (vormittags), -3363 (nachmittags)
E-Mail: andrea.rapp@uni-trier.de

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://www.kompetenzzentrum.uni-trier.de

Weitere Berichte zu: Kompetenzzentrum Trier

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise