Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suchtforschung zum Thema machen

03.04.2008
Die VolkswagenStiftung unterstützt die Ausbildung exzellenter Suchtforscher mit einer neuen "European Graduate School"

Die Zahlen zu den häufigsten Suchterkrankungen sind erschreckend: Etwa zehn Prozent der Menschen in Europa sind alkoholabhängig, rund jeder Dritte kommt vom Nikotin nicht los. Diese "Substanzstörungen", zu denen außerdem Drogen- und Medikamentenmissbrauch zählen, verursachen immens hohe Kosten im Gesundheitssektor.

Obwohl das Problem keineswegs neu ist und die Dringlichkeit längst erkannt, ist die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden auf dem Gebiet der Suchtforschung bisher eher vernachlässigt worden, und auch die Forschungsergebnisse zur Prävention und Therapie sind nach Ansicht der Experten keineswegs zufriedenstellend.

Mit einer neuen "European Graduate School in Addiction Research" soll nun der Forschernachwuchs gezielt auf dieses Thema vorbereitet werden. Unter der Leitung von Professor Dr. Gerhard Bühringer vom Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden wird ein Curriculum für Doktoranden erprobt und evaluiert werden, das die Suchtforschung stärken soll. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Ausbildungsprogramm mit knapp 200.000 Euro.

Ziel ist eine promotionsbegleitende Ausbildung auf hohem, international kompetitiven Niveau. Zunächst geht es darum, das in Dresden entwickelte Ausbildungskonzept von Doktoranden in einem ersten Durchgang zu testen und zu bewerten. Im Weiteren soll der Lehrgang dann als reguläre Doktorandenschule an der Dresdner International University (DIU) etabliert werden.

Das Ausbildungsprogramm erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, in denen die Doktoranden an sechs einwöchigen Seminaren in Dresden teilnehmen, die von anerkannten Suchtforschern geleitet werden. Hinzu kommen ein Arbeitsaufenthalt in einer führenden europäischen Forschergruppe, ein praktisches Training in einer therapeutischen Einrichtung sowie intensives Selbststudium. Die Absolventen der Graduate School erhalten umfangreiches Fachwissen über Substanzstörungen, über aktuelle Behandlungskonzepte und Forschungsmethoden. Darüber hinaus haben sie im Zuge dieser Ausbildung die Möglichkeit, europaweit Kontakte im Bereich der Suchtforschung zu knüpfen. Die Initiatoren und die VolkswagenStiftung versprechen sich von dem Lehrangebot eine Steigerung der Exzellenz in diesem wichtigen Forschungsbereich.

Weitere Auskünfte und Kontakt:

Technische Universität Dresden
Prof. Gerhard Bühringer
Addiction Research Unit
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Telefon: 0351 4633 9828
E-Mail: buehringer@psychologie.tu-dresden.de
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de
Kontakt Förderinitiative der VolkswagenStiftung
Dr. Henrike Hartmann
Telefon: 0511 8381 376
E-Mail: hartmann@volkswagenstiftung.de
Der Text der Presseinformation steht im Internet unter
http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=200800403.

Dr. Christian Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=200800403.

Weitere Berichte zu: Psychotherapie Suchtforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie