Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sächsische Hochschulpolitik und demographischer Wandel

31.03.2008
Ergebnisse eines Pilotprojekts mit dem Freistaat Sachsen

CHE Consult analysiert Auswirkungen demographischer Entwicklungen auf das sächsische Hochschulsystem und formuliert einen Empfehlungskatalog für eine langfristige Hochschulstrategie im Freistaat Sachsen.

Der Freistaat Sachsen ist am frühesten und am stärksten von den Folgen des demographischen Wandels betroffen. Der Geburtenrückgang nach der Wende und Fortzüge führen schon jetzt zu erheblichen Folgewirkungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen.

Kein Wunder also, dass sich das Land schon seit Jahren systematisch und nachhaltig mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf verschiedene Politikbereiche befasst. CHE Consult wertet die vielfachen Analysen und Studien mit Blick auf den Hochschulbereich aus und unterbreitet Vorschläge, wie eine nachhaltige Hochschulpolitik in Zeiten des demographischen Wandels für Sachsen aussehen könnte.

Aus eigenen Modellrechnungen zur Studiennachfrage, dem Bedarf an Hochschulabsolventen auf dem sächsischen Arbeitsmarkt und weiteren makroökonomischen Überlegungen werden zentrale hochschulpolitische Ziele abgeleitet. Darüber hinaus werden konkrete Maßnahmen dazu vorgeschlagen, wie die formulierten Ziele erreicht werden könnten. Im Anhang an die empirischen Analysen und den Empfehlungskatalog werden zudem Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der Hochschulsteuerung gezogen

Unter den im Freistaat Sachsen gegebenen Rahmenbedingungen schlägt CHE Consult vor allem drei grundlegende Leitziele für eine gestaltende Hochschulpolitik vor.

- Zum einen sollten systematisch Anstrengungen unternommen werden, die Studienanfängerzahlen in Sachsen auf dem Stand des Jahres 2005 trotz des Rückgangs der Studienberechtigten zu halten. Dieses Ziel deckt sich mit der Zusage des Freistaats im Rahmen des Hochschulpakts 2020.

- Zum anderen muss versucht werden, die Akademikerquote, d.h. den Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss, zu erhöhen. Davon können ökonomische Wachstumsimpulse ausgehen, die zur Kompensation der demographisch bedingten finanziellen Einbußen dringend benötigt werden.

- Mit Bezug auf die fächerspezifischen Studienplatzkapazitäten wird dem Freistaat Sachsen vorgeschlagen, den mittelfristigen Bedarf auf dem sächsischen Arbeitsmarkt und den heute schon anhebenden Fachkräftemangel in einigen Sparten zu beachten.

Die Studie entstand als Pilotprojekt im Rahmen des CHE Consult Schwerpunktthemas "Demographischer Wandel und Hochschulsystem" in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei des Freistaats Sachsen. Sie wurde veröffentlicht als CHE-Arbeitspapier Nr. 104 und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Kontakt
Dr. Christian Berthold
christian.berthold@che-consult.de
05241 21179-59

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de

Weitere Berichte zu: Demografisch Hochschulpolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

Tagung „Elektronikkühlung - Wärmemanagement“ vom 06. - 07.03.2018 in Essen

11.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuem Onlineauftritt - Lösungskompetenz für alle IT-Szenarien

16.01.2018 | Unternehmensmeldung

Die „dunkle“ Seite der Spin-Physik

16.01.2018 | Physik Astronomie

Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

16.01.2018 | Geowissenschaften