Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlandweit erstmalig: Masterstudiengang "Computational Materials Science" an der Uni Bremen

27.03.2008
Computersimulationen von realen Materialien werden in Zukunft eine immer größere Rolle im Design von neuartigen funktionellen Materialien und deren Qualifizierung für technische Anwendungen spielen.

Dank der rasanten Entwicklung der leistungsfähigsten Rechner sowie neuer theoretischer Methoden und effizienter mathematischer Algorithmen wird es heute möglich, virtuelle Labore einzurichten.

Tests und Entwicklungen am Computer ergänzen oder ersetzen immer mehr teure und umfangreiche experimentelle Untersuchungen und tragen so zur Lösung von wichtigen technischen, medizinischen und ökologischen Problemen bei.

Das im Rahmen dieser Entwicklung neu entstandene Fachgebiet "Computational Materials Science" vereint dabei interdisziplinär eine breite Materialexpertise aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften mit theoretischem Grundlagenverständnis und mathematischer Methodenkompetenz.

... mehr zu:
»Produktionstechnik

Viele klassische fachorientierte Studiengänge in den Ingenieur- wie auch den Naturwissenschaften vermitteln jedoch heute oft noch die theoretischen Grundlagen im Aufbau und im Verhalten von Materialien in einem zu geringen Bezug zu der sich rasant entwickelnden Werkstoffphysik/-chemie sowie zu deren Schnittstellen mit der Biologie und der lebenden Welt. Diese Lücke wird nun geschlossen. Die Universität Bremen bietet zum Wintersemester 2008/09 erstmals deutschlandweit einen Masterstudiengang "Computational Materials Science (CMS)" an. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2008.

Der Masterstudiengang CMS ist im Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen akkreditiert und wird inhaltlich als Vollzeitstudium in Kooperation mit den Fachbereichen Chemie/Biologie, Mathematik und Produktionstechnik getragen. Das Studium dauert insgesamt vier Semester (120 CP ECTS).

Die hohe Interdisziplinarität der Lehrinhalte und Ausbildungsziele mit den materialwissenschaftlichen Schwerpunktorientierungen in Lehre und Forschung wird durch die personelle Hauptbeteiligung von Hochschullehrern des im Jahre 2006 an der Universität Bremen neugegründeten Bremen Center for Computational Materials Science gewährleistet. Während des Studiums wird besonderer Wert wird auf die individuelle Betreuung der Studentinnen und Studenten gelegt.

Der Studiengang ist offen für Bachelorabschlüsse aus der Physik, Chemie, Technomathematik, Elektrotechnik, Produktionstechnik, Materialwissenschaft, Biophysik/-chemie oder aus einem als gleichwertig anerkannten Fachgebiet. Es besteht aus den Pflichtmodulen Grundlagenaufbau, Atomistische Modellierung, Makroskopische Modellierung sowie einem Forschungspraktikum und weiteren Wahlpflichtmodulen in den Bereichen Festkörper, Oberflächen und Defekte, Soft Materials oder Biomoleküle. Im letzten Semester des Studiums ist eine Masterarbeit zu erstellen.

Der Abschluss des interdisziplinären Masterstudiengangs mit dem Master of Science qualifiziert die Absolventen für gehobene Verantwortungen in breiten Tätigkeitsfeldern sowohl im akademischen Bereich als auch in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie und anderen materialwissenschaftlichen Bereichen, insbesondere der Nanoforschung und Nano-Biotechnologie.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Physik
Bremen Center for Computational Materials Science
Professor Dr. Thomas Frauenheim
Tel. 0421/218-3158
E-Mail: frauenheim@bccms.uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.bccms.uni-bremen.de

Weitere Berichte zu: Produktionstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie