Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Statistische Methoden in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen

13.03.2008
DFG und SNF fördern Forschergruppe mit Experten aus Deutschland und der Schweiz

Experten aus Deutschland und der Schweiz werden gemeinsam zum Thema "Statistische Regularisierung" forschen. Dafür entsteht erstmals eine binationale Forschergruppe, an der Wissenschaftler der Georg-August-Universität maßgeblich beteiligt sind. Sieben der insgesamt 13 Teilprojekte sind an der Georgia Augusta angesiedelt.

Die Gesamtkoordination hat Prof. Dr. Axel Munk vom Göttinger Institut für Mathematische Stochastik, der dabei mit Prof. Dr. Lutz Dümbgen von der Universität Bern kooperiert. Für die auf drei Jahre angelegten Forschungsarbeiten stellen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben startet zum 1. April 2008.

Ziel der Forschergruppe ist es, so unterschiedliche Arbeitsbereiche wie Systembiologie, Ökonometrie oder Atmosphärenforschung über gemeinsame Methoden und Prinzipien in der Statistik, sogenannte statistische Regularisierungsverfahren, zusammenführen zu können. Prof. Munk: "In den vergangenen Jahren haben sich in verschiedenen Disziplinen eigene Methoden der Statistik rasant entwickelt, dabei werden verblüffende Ähnlichkeiten erst neuerdings sichtbar.

... mehr zu:
»SNF

Die statistischen und mathematischen Berechnungen, mit denen in langen Gensequenzen krankheitsverursachende Gene identifiziert werden können, scheinen sehr verwandt mit den Methoden, die zur Identifizierung bestimmter Objekte in Computerbildern verwendet werden." Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die gemeinsame mathematische Sprache und die verwendeten statistischen Analysemethoden noch eine Reihe weiterer verborgener Ähnlichkeiten offen legen werden. So untersuchen sie unter anderem auch den Zusammenhang von Statistikmodellen zur Beschreibung von ökonomischen Prozessen und Verfahren in der Bildrekonstruktion, wie sie etwa in der Computertomographie verwendet werden.

Die Forschergruppe mit weiteren Standorten an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, an der Universität Mannheim und am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, ist interdisziplinär besetzt, ihr gehören Statistiker, Mathematiker, Computerwissenschaftler und Ökonomen an. Sie ist zugleich international vernetzt, so mit Universitäten in den USA und Frankreich. DFG und SNF fördern daher ein intensives Austauschprogramm. An der Georgia Augusta sind neben Prof. Munk auch Prof. Dr. Thorsten Hohage, Prof. Dr. Martin Schlather und Prof. Dr. Jeannette Woerner von der Mathematischen Fakultät an den Forschungsarbeiten beteiligt. Außerdem wird eines der sieben Göttinger Teilprojekte von Prof. Dr. Stefan Sperlich an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät betreut. Eine Auftaktkonferenz zum Thema "Statistische Regularisierung" ist im Herbst an der Georg-August-Universität geplant.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Axel Munk, Institut für Mathematische Stochastik,
Telefon (0551) 39-13501
e-mail: munk@math.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.stochastik.math.uni-goettingen.de

Weitere Berichte zu: SNF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften