Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Helmholtz-Zentrum in Bonn

11.03.2008
In Bonn wird das neue Helmholtz-Zentrum Bonn - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen gegründet.

Das hat heute die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, bekannt gegeben. Dem Kern-Standort Bonn werden sechs Partner-Institute in Göttingen, Magdeburg, München, Tübingen, Witten sowie Mecklenburg-Vorpommern an die Seite gestellt.

"Das ist ein guter Tag für die Gesundheitsforschung in Deutschland und die Helmholtz-Gemeinschaft. Wir sind der Ministerin dankbar für diese Weichenstellung. Damit bekommt das für die Gesellschaft so wichtige Thema Demenz mehr Gewicht und neuen Schub", so Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

"Das Zentrum und die Partner-Institute bringen die erforderliche kritische Masse zusammen, um neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson lösungsorientiert anzugehen. Das ist ganz im Sinne der Helmholtz-Mission." Zuletzt habe es Gründungen von Helmholtz-Zentren nach der Wiedervereinigung gegeben. "Die Konkurrenz war groß. Unter den 23 Bewerbungen hat es sehr viele gute Bewerbungen gegeben, unter denen sich die besten Konzepte durchgesetzt haben", sagte Mlynek.

... mehr zu:
»Helmholtz-Zentrum

Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen gehören zu den größten Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. In Deutschland leiden derzeit rund eine Million Menschen über 65 Jahren an den Folgen einer Demenz, die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei ca. 200.000 pro Jahr. "Durch die Erforschung von Krankheitsursachen, neue Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung, die Entwicklung wirksamer Therapien und die besten Formen der Pflege und Versorgung wollen wir den Menschen ein besseres Leben ermöglichen", sagte die Bundesforschungsministerin Annette Schavan.

Vorbereitet wurde die Entscheidung durch eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Prof. Johannes Dichgans (Tübingen). Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe waren Prof. Otmar Wiestler (Heidelberg), Prof. Konrad Beyreuther (Heidelberg), Prof. Peter Falkai (Göttingen) und Prof. Olivia Dibelius (Berlin). Kern-Zentrum und Partner-Institute werden jährlich mit 60 Mio. Euro gefördert. Um die translationale und klinische neurobiologische Forschung am Standort Deutschland zu stärken, soll eine Anschubfinanzierung zur Einrichtung von Professuren zur Verfügung gestellt werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). www.helmholtz.de

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: Helmholtz-Zentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten