Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Initiative "Go East: Studium, Forschung und Praktikum in Osteuropa und in den Ländern der GUS" gestartet

11.06.2002


BMBF stellt bereits in diesem Jahr zusätzlich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, hat heute in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Prof. Theodor Berchem, und Dr. Kerstin Böcker, Personaldirektorin bei DaimlerChrysler Services AG, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, den offiziellen Startschuss für die Initiative "Go East" gegeben. Mit dieser Initiative sollen mehr deutsche Studierende und Graduierte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für einen Studien- oder Forschungsaufenthalt oder für ein Praktikum in Mittel-, Ost- oder Südosteuropa und den Ländern der GUS gewonnen werden.

Bulmahn erklärte: "Wir waren es in den letzten Jahrzehnten gewohnt, beim Austausch und beim Auslandsstudium fast ausschließlich nach Westen zu blicken. Aber die Welt hat sich geändert. Das ungleiche Interesse aneinander wird der heutigen Zeit und dem europäischen Einigungsprozess nicht gerecht." Bulmahn appellierte an die jungen Menschen in Deutschland, die Chancen zu nutzen, die sich im aktuellen Entwicklungsprozess dieser Staaten böten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) für die Initiative "Go East" bereits in diesem Jahr zusätzlich zu bereits bestehenden Förderprogrammen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Unternehmen der deutschen Wirtschaft unterstützen Studierende durch die Bereitstellung von Praktikumplätzen in den Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas und der GUS.

Abgesehen von zahlreichen kürzeren Aufenthalten verbringen schätzungsweise nur zwischen 1200 und 1500 deutsche Studierende, das heißt zwei bis drei Prozent der mobilen deutschen Studierenden, mindestens ein Auslandssemester dort. Im Gegenzug kamen 1999 ca. 28.000 und 2000 sogar ca. 34.000, d. h. ca. 27 Prozent der in Deutschland studierenden Ausländerinnen und Ausländer, aus den Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bzw. der GUS.

Neben dem noch unzureichenden Bekanntheitsgrad des Leistungsspektrums dortiger Hochschulen ist das geringe Interesse deutscher Studierender an einem Aufenthalt in MOE/GUS im wesentlichen durch fehlende Sprachkenntnisse und mentale Barrieren zu erklären sowie mit der Unsicherheit darüber, ob ein Aufenthalt in diesen Ländern der Karriere förderlich ist.

Prof. Theodor Berchem erklärte dazu: "Der DAAD wird intensiver über die Studien- und Forschungsmöglichkeiten in dieser Region informieren, verstärkt für sein Stipendienangebot werben, den Ausbau der Hochschulpartnerschaften mit Osteuropa fördern, das Angebot an vorbereitenden Sprachkursen erweitern und bei der Entwicklung attraktiver Studienprogramme helfen, die deutschen Studierenden die Möglichkeiten bieten, in dieser Region Kurse in Sprach- und Landeskunde oder ein Fachprogramm in deutscher oder englischer Sprache zu absolvieren."

Für deutsche Unternehmen sind Staaten in diesem Teil der Welt zur wichtigsten Wachstumsregion geworden. Dennoch haben deutsche Studierende diese Region bislang kaum für sich entdeckt. Für die deutsche Wirtschaft erklärte Dr. Kerstin Böcker: "Mit der EU-Erweiterung und den rasant wachsenden Wirtschaftsbeziehungen mit den osteuropäischen Ländern eröffnen sich für deutsche Unternehmen neue Märkte und Chancen. Das gilt auch für künftige Absolventen mit Osteuropa-Kompetenz".

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.daad.de
http://www.humboldt-foundation.de
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Aufenthalt GUS Praktikum Südosteuropa

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise