Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start frei für das Karlsruhe Institute of Technology

18.02.2008
In Karlsruhe schließen sich Universität und Forschungszentrum zusammen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der baden-württembergische Wissenschaftsminister Peter Frankenberg haben sich auf einen rechtlichen Zusammenschluss des Forschungszentrums Karlsruhe mit der Universität Karlsruhe verständigt.

Die beiden Minister bekräftigten am Montag in Berlin ihr gemeinsames Ziel, mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) eine bisher in Deutschland völlig neue Form der Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung zu schaffen. Die Minister waren sich einig: Mitarbeiterzahl, Budget und Geräteausstattung geben dem KIT künftig die Möglichkeit, zu den international führenden Forschungseinrichtungen aufzuschließen und im weltweiten Forschungswettbewerb ganz vorn dabei zu sein.

"Das Karlsruhe Institute of Technology soll in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts nach baden-württembergischem Landesrecht zwei Aufgaben erfüllen. Es wird zugleich Landesuniversität und außeruniversitäre Großforschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft sein", sagte Ministerin Schavan in Berlin. Für den Großforschungsbereich bleiben dem Bund und der Helmholtz-Gemeinschaft die bisherigen Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten erhalten - darüber hinaus werden neue Möglichkeiten bei der Zusammenarbeit mit der universitären Forschung und Lehre eröffnet.

... mehr zu:
»KIT »Technology

"Das Karlsruhe Institute of Technology kann nur ein Erfolg werden, wenn es als Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe ausgestaltet wird", betonte Minister Frankenberg. Gemeinsam mit Schavan machte er deutlich, dass mit dem KIT eine Einrichtung entsteht, die die wissenschaftliche Kompetenz einer Hochschule mit der einer Großforschungseinrichtung zusammenbringt. Die Vorzüge beider Systeme würden unter einem Dach kombiniert.

Zudem würden Doktoranden, Studenten und weitere Mitarbeiter von dem Modell profitieren, weil es ihnen zahlreiche neue Chancen eröffne. "KIT ist auf Wachstum angelegt", betonten Schavan und Frankenberg. Es werde daher keinen Personalabbau geben. Die arbeits- und tarifrechtlichen Belange der Mitarbeiter würden nicht angetastet.

Mit der künftigen Struktur wird es nach den Worten der Minister gelingen, Exzellenz zu fördern und Grenzen zu überwinden, die die Wissenschaft hemmen. Eine gemeinsame, bislang in Deutschland nie dagewesene, Struktur- und Entwicklungsplanung einer Universität sowie einer außeruniversitären Forschungseinrichtung würde damit umgesetzt.

In der Forschung bedeutet dies eine gemeinsame Strategie bei Berufungen und Beschaffungen, eine erweiterte, sich ergänzende Gesamtkompetenz, eine gut abgestimmte Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung, erleichterte gemeinsame Forschung sowie eine gemeinsame Nutzung der Forschungsinfrastruktur. Die Lehre werde von der Einbindung von Graduierten in die Großforschung profitieren und von dem größeren fachlichen Angebot, der künftig noch größeren Interdisziplinarität und der größeren Nähe zur Anwendung. Ausbildungsqualität und Karrierechancen könnten so gesteigert werden. Überdies würden auch die Nachwuchswissenschaftler des Forschungszentrums die Chance bekommen, sich als Lehrende zu qualifizieren.

Der rechtliche Rahmen für das KIT wird bis zum Herbst im Detail ausgearbeitet. Damit wird zudem das Zukunftskonzept verwirklicht, mit dem die Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe in der Exzellenzinitiative erfolgreich waren. Die internationalen Gutachter in der Exzellenzinitiative haben dieses Konzept nachhaltig befürwortet.

Die beiden Partner haben bereits ein inhaltlich fundiertes Konzept ausgearbeitet und im Dezember 2007 als ersten Schritt einen Gründungsvertrag geschlossen, der eine Verschränkung der Gremien und eine enge strategische Abstimmung beinhaltet. Mit der Entscheidung der beiden Minister, für das KIT nun einen einheitlichen rechtlichen Rahmen zu schaffen, werde der Weg des Zusammenwachsens vollendet, sagte Schavan.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2237.php

Weitere Berichte zu: KIT Technology

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics