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Künstliche Intelligenz überholt Menschen bis 2030

18.02.2008
Dramatische Verbesserungen im Gesundheitsbereich zu erwarten

Bereits innerhalb der nächsten 30 Jahre wird Künstliche Intelligenz (KI) an menschliche heranreichen oder diese sogar übertreffen, erwartet der Computerexperte Ray Kurzweil. Im Auftrag der American Association for the Advancement of Science (AAAS) hat er in einer Rede die Zukunft der maschinellen Intelligenz skizziert, wie die Zeitung "The Independent" berichtet.

Seine Prognose leitet er aus der Entwicklung des technischen Fortschritts ab, der im nächsten halben Jahrhundert 32-mal schneller ablaufen werde als im gesamten 20. Jahrhundert. Die Leistung von Computerchips hat sich im letzten halben Jahrhundert beispielsweise alle zwei Jahre verdoppelt.

Derzeit wird an der Entwicklung von dreidimensionalen Chips gearbeitet, die zukünftig sogar aus biologischen Molekülen konstruiert werden könnten. Diese Hardware wird die nötige Leistungsfähigkeit für künstliche Intelligenz liefern, die den Fähigkeiten von Menschen gleichkommt. Kurzweil erwartet jedoch kein Horror-Szenario einer von Computern beherrschten Welt.

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"Es wird keine Invasion intelligenter Maschinen geben, die uns ersetzen. Maschinen erledigen schon jetzt hunderte Dinge, die früher die Aufgaben von Menschen waren, auf dem Niveau menschlicher Intelligenz oder darüber hinaus", erklärt Kurzweil.

Besonders im medizinischen Bereich erwartet Kurzweil revolutionäre Fortschritte. "Krankheit und Alterung verstehen wir als Informationsprozesse und erreichen bald die Mittel, um diese umzuprogrammieren", sagt Kurzweil. Er erwartet, dass die Wissenschaft innerhalb von zwei Jahrzehnten in der Lage sein wird, den Fortschritt von Krankheiten und Alterung zu stoppen und umzukehren. Hoffnungen setzt Kurzweil auch in die Entwicklung von "Nanobots", also mikroskopisch kleine Maschinen, die in unseren Körper eingeschleust werden könnten.

Diese könnten im Gehirn direkt mit unseren biologischen Neuronen interagieren und uns gescheiter machen, unser Gedächtnis verbessern oder direkten Zugang in virtuelle Realitätsumgebungen durch das Nervensystem ermöglichen.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.aaas.org

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