Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Noch mehr Schwerpunktbildung und Interdisziplinarität

13.02.2008
Hochschule Konstanz gründet drei neue Forschungsinstitute

Die HTWG Konstanz setzt künftig in der angewandten Forschung und im Technologietransfer noch stärker auf Schwerpunktbildung und Interdisziplinarität. Drei neue Institute werden zu diesem Zweck gegründet: das Institut für Werkstoffsystemtechnik Konstanz, das Institut für Optische Systeme Konstanz und das Konstanz Institut für Corporate Governance.

Der Entwicklung von Forschungsschwerpunkten ging ein breiter Diskussionsprozess an der Hochschule voraus. Das Ziel war, "die Forschung noch stärker zu verstätigen und durch erkennbare interdisziplinäre Schwerpunkte das Profil der Hochschule nach Außen hin zu schärfen", so Professor Gunter Voigt, Vizepräsident für Forschung. Die neuen Einrichtungen agieren im Rahmen des Institutes für Angewandte Forschung, das alle Forschungsaktivitäten an der Hochschule betreut und koordiniert. Alle neuen Institute arbeiten über Fakultätsgrenzen hinaus.

So hat das Institut für Werkstoffsystemtechnik Konstanz die drei Arbeitsgebiete Metallische Werkstoffe, Kunststofftechnik und Isolierwerkstoffe. Die am Institut tätigen Professoren Paul Gümpel, Carsten Manz und Gunter Voigt kommen aus den Fakultäten Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

Ihre Forschungen gehen über die reine Werkstoffkunde hinaus und beinhalten sowohl die Interaktion der Werkstoffe mit der Umgebung, also auch Disziplinen wie Tribologie und Korrosion. Andererseits schließen sie auch die Herstellung und Verarbeitung der Werkstoffe mit ein. Die einzelnen Arbeitsgebiete sind entsprechend strukturiert. Professor Gümpel forscht auf dem Gebiet der metallischen Werkstoffe, Professor Manz über Kunststofftechnik und Professor Voigt über Isolierwerkstoffe.

Im Institut für Optische Systeme widmen sich die Professoren Claus Braxmaier, Matthias Franz und Bernd Jödicke der Optik als Querschnittstechnologie. Sie lehren in den Fakultäten Maschinenbau, Informatik und Bauingenieurwesen. Ihr gemeinsamer Forschungsschwerpunkt hat sich bereits seit geraumer Zeit über die Fakultäten hinweg synergetisch herausgebildet. Expertisen der optischen Messtechnik sollen im Institut mit jenen der Bildverarbeitung und der schnellen Signalverarbeitung verbunden werden. Unterstützt werden die Professoren durch ihre Kollegen Carsten Manz, Werner Kleinhempel, Oliver Bittel, Rüdiger Reiß und Klaus Durst.

Gegenstand der Forschungen im Konstanz Institut für Corporate Governance ist "eine ganzheitliche Konzeption der betriebswirtschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet", so Professor Josef Wieland, der mit seinen Kollegen Professor Werner Volz und Professor Peter Franklin die neuesten Entwicklungen in der ökonomisch, rechtlich und sozial verantwortungsvollen Unternehmensführung untersuchen will. Dabei spielen Aspekte der Compliance und des Risiko-Managements, also der Integrität von Geschäftsprozessen und der Corporate Governance mit einem besonderen Schwerpunt auf internationale Standards, aber auch auf die Anforderungen an mittelständische Betriebe, eine wichtige Rolle. Fachgebiete wie interkulturelles Management, Finanzierung und Controlling haben bei den Forschungen ebenfalls einen hohen Stellenwert.

Alle Projekte erhalten zunächst eine Grundförderung durch die Hochschule. Durch den hohen Anwendungsbezug und den Kooperationen mit der Wirtschaft sollen sich die Institute mittel- und langfristig durch Einwerbung von Drittmitteln selbst tragen.

Eng verzahnt sind die Projekte auch mit der Lehre. Studierende werden in den mit einbezogen, in Lehrveranstaltungen werden die neuesten Erkenntnisse theoretisch aber vor allem praxisnah vermittelt.

Kontakt:
HTWG Konstanz, Referat Forschung
Andreas Burger
T. 07531/206-325
burger@htwg-konstanz.de

Dr. Adrian Ciupuliga | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwg-konstanz.de

Weitere Berichte zu: Interdisziplinarität Schwerpunktbildung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz