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Neue Max-Planck-Nachwuchsgruppe in Bremen

07.02.2008
Universität Bielefeld und Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen kooperieren auf dem Gebiet "Mikrobiologie der nachhaltigen Energieproduktion".

Die Universität Bielefeld und das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen werden zukünftig auf dem Gebiet der systembiologischen Grundlagenforschung kooperieren und haben dafür die Einrichtung einer selbstständigen Max-Planck-Nachwuchsgruppe vereinbart.

Die Kooperation wird durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt. Eine entsprechende Vereinbarung werden Prof. Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr. rer. nat. Herbert Jäckle, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, sowie NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart am 11. Februar in Bielefeld unterzeichnen.

Die Max-Planck-Nachwuchsgruppe forscht auf dem Gebiet der "Mikrobiologie der nachhaltigen Energieproduktion", insbesondere der Energiegewinnung aus Pflanzenmaterial. Sie wird an der Universität Bielefeld ins Institut für Biochemie und Biotechnologie am Centrum für Biotechnolo-gie (CeBiTec) integriert und soll dessen Aktivitäten in der Bioenergieforschung ergänzen.

Zur Leitung der Nachwuchsgruppe wird eine neue Professur eingerichtet, für die in Bremen und Bielefeld Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden. An der Universität Bielefeld wird sie sich zudem an der Lehre in den verschiedenen biochemischen und biotechnischen Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengängen beteiligen.

"Die Kompetenz des Bremer Max-Planck-Instituts in der Erforschung komplexer mikrobieller Gemeinschaften ergänzt sich sehr gut mit der Expertise des CeBiTec in der Systembiologie," betont Prof. Dr. Rudolf Amann, Direktor am Bremer Institut. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Max-Planck-Nachwuchsgruppe werden an Fragen der systematischen Analyse und Optimierung der Mikrobenkulturen in Biogasanlagen forschen und dabei auf die vorbildlichen Ressourcen des CeBiTec insbesondere im Bereich der Genomsequenzierung zurückgreifen.

Für die Universität Bielefeld stellt die neue Nachwuchsgruppe einen wichtigen Pfeiler im Bereich der Bioenergieforschung dar. Sie wird sich auch im "Bielefelder Bündnis" zur Entwicklung und zum Aufbau eines Biogastechnikums, bestehend aus der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld, den Stadtwerken Bielefeld und der Firma Biogas Nord AG, einbringen. Durch die Lehrtätigkeit der neuen Professur eröffnen sich im Bereich der studentischen Ausbildung zudem zusätzliche Perspektiven.

"Ich freue mich, dass die Qualität der Bielefelder Forschung am Centrum für Biotechnologie von der Max-Planck-Gesellschaft nicht nur als herausragend wahrgenommen, sondern mit dieser Kooperation auch honoriert wird", erklärt Prof. Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld. "Ich danke insbesondere auch Minister Pinkwart für die wichtige Landesunterstützung bei den überaus schnellen und konstruktiven Verhandlungen sowie für die notwendigen finanziellen Mittel."

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart betonte, die Einrichtung der Max-Planck-Nachwuchsgruppe zeige erneut, dass die Universität Bielefeld mit ihrer ausgewiesenen Forschungsexzellenz ein höchst attraktiver Kooperationspartner sei - sowohl für außeruniversitäre Forschungsinstitute wie auch für die Wirtschaft. "Einige der besten deutschen Wissenschaftler, die in dem jungen aber wachsenden Feld der Umweltbiologie forschen, bündeln hier ihre Kräfte. Das ist ein weiteres starkes Signal für unsere Aufholjagd zu mehr Forschung und Entwicklung in Nordhrein-Westfalen", sagte Pinkwart.

Anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags laden wir am 11. Februar, um 9.30 Uhr, zur Pressekonferenz in das Laborgebäude des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld, Universitätsstraße 27, Raum G2 104, ein.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen unter anderem Prof. Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr. rer. nat. Herbert Jäckle, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, sowie NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zur Verfügung.

Dr. Manfred Schloesser | idw
Weitere Informationen:
http://www.mpi-bremen.de

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