Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

King Abdullah University of Science and Technology gibt Forschungspartnerschaft mit der TU München bekannt

25.01.2008
Gemeinsamer Fokus auf Solarenergie, mathematische Modellierung,
High-Speed Computational Science, erweiterte Sensoren für
Industrieanwendungen, Kohlenstoffsequestrierung

Die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) und die Technische Universität München (TUM) haben heute ein Memorandum of Understanding für die Zusammenarbeit an innovativen Forschungsprojekten unterzeichnet. Dieser Schritt - KAUSTs sechste Forschungsvereinbarung mit einer bedeutenden internationalen Universität in den letzten sieben Monaten - ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Institutionen zunehmend darum bemühen, die besten Köpfe aus der ganzen Welt für besondere Aufgaben bei wissenschaftlichen und technischen Forschungsprojekten zu gewinnen.

Die KAUST, eine neue Forschungseinrichtung für Masterstudenten und Doktoranden, ist in Saudi-Arabien im Aufbau begriffen und geht nun mit der TUM eine Forschungspartnerschaft bei den grundlegenden und angewandten Wissenschaften sowie im Ingenieurwesen ein. Die Zusammenarbeit ist in verschieden Bereichen geplant, u.a. Solarenergie, mathematische Modellierung, High-Speed Computational Science, Kohlenstoffsequestrierung und erweiterte Sensoren für Industrieanwendungen.

"Die Technische Universität München ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen in den Bereichen Wissenschaft und Technik", so der Interimspräsident Nadhmi Al-Nasr der KAUST. "Noch mehr zählt für uns jedoch, dass die TUM über einige der besten Wissenschaftler in den Forschungsbereichen verfügt, auf die wir uns an der KAUST besonders konzentrieren. Wir freuen uns auf gute Beziehungen mit der TUM, die eine Grundlage für neue Entdeckungen und Innovationen bilden. Davon soll nicht nur Saudi-Arabien, sondern die ganze Welt profitieren."

... mehr zu:
»KAUST »TUM »Technology

Die Zusammenarbeit zwischen der KAUST und der TUM ist für verschiedene Bereiche geplant, u. a.:

o Design, Konstruktion und erste Inbetriebnahme von Forschungszentren und Laboratorien an der KAUST;

o Gemeinsame Forschungsprogramme an der TUM und/oder an der KAUST;

o Austausch wissenschaftlicher und technischer Mitarbeiter sowie Verwaltungskräfte nach Bedarf; und

o Informationsaustausch über wissenschaftliche und technische Themen, die von gemeinsamem Interesse sind.

"Wir von der Technischen Universität München freuen uns darüber, ein wichtiger Kooperationspartner bei diesem ambitionierten Projekt zu sein. Zusammen mit herausragenden internationalen Partnern werden wir mit unserem spezielles Know-how dazu beitragen, dass die KAUST zu einer Forschungs- und Lehreinrichtung von Weltrang aufsteigt", so Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München.

Neben der Partnerschaft mit der TUM hat die KAUST außerdem ähnliche Partnerschaftsvereinbarungen mit den folgenden Organisationen unterzeichnet: Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI); Institut Français du Pétrole (Frankreich); National University of Singapore; das Indian Institute of Technology, Bombay und die American University in Kairo. Die KAUST hat außerdem vor kurzem ihre erste Zusammenarbeitsvereinbarung mit einem Partner aus der Industrie, dem GE Global Research Center (GRC), getroffen.

Über KAUST
Die King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) befindet sich in Saudi-Arabien als internationale Forschungsuniversität für Masterstudenten und Doktoranden im Aufbau. Sie soll ein neues Zeitalter für wissenschaftliche Erfolge im Königreich, der Region und der ganzen Welt einläuten. Als unabhängige, leistungsorientierte Institution wird KAUST viele der "Best Practices" führender Forschungseinrichtungen umsetzen und Spitzenforschern aus der ganzen Welt und den unterschiedlichsten Kulturkreisen die Möglichkeit zur Zusammenarbeit bieten, um Lösungen für die größten Herausforderungen aus Wissenschaft und Technik zu finden. Das globale Forschungs- und Bildungsnetzwerk von KAUST wird zahlreiche Talente sowohl aus den eigenen Reihen als auch von anderen führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen mit gemeinsamen Forschungsprojekten und Stipendienprogrammen für Studenten unterstützen. Der Campus, der sich über 36 Millionen Quadratmeter am Roten Meer in Thuwal erstreckt, soll im September 2009 eingeweiht werden.
Über die Technische Universität München (TUM)
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 420 Professoren, 6.500 wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Mitarbeitern (einschließlich Klinikum Rechts der Isar) und 22.000 Studierenden eine der führenden Universitäten Deutschlands. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.

Dr. Ulrich Marsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.kaust.edu.sa
http://www.tum.de

Weitere Berichte zu: KAUST TUM Technology

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie