Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NASA erwägt eigenes Mehrspieler-Onlinespiel

21.01.2008
Ausgeklügelte Weltraum-Simulation auch für Klassenzimmer interessant

Die NASA überlegt, ein eigenes MMO-Spiels (Massen-Mehrspieler-Online) zu entwickeln. Das hat das NASA Learning Technologies Project Office bekannt gegeben. Dabei soll es sich um ein Bildungs-Spiel handeln, das reale NASA-Missionen simuliert. "Das halte ich definitiv für möglich. Je nach geplantem Erlebnis-Umfang können viele Aspekte realer wissenschaftlicher Umgebungen in einer virtuellen Umgebung simuliert werden", meint dazu Craig Morrison, Game Director für das MMO-Rollenspiel Anarchy Online bei Funcom, auf Anfrage von pressetext.

Die NASA-Idee eines MMO-Spiels zur Förderung der formellen und informellen Ausbildung in den Bereichen Naturwissenschaft, Technologie, Maschinenbau und Mathematik stellt hohe Anforderungen an den Realismus der Simulation, insbesondere im Bereich der Physik. So müsste etwa die Mikrogravitation im Weltraum korrekt wiedergegeben werden. "Ausgeklügelte Physik-Modelle befinden sich zwar noch relativ früh in ihrer Entwicklung, sind aber jetzt wohl ausgereift genug, um mit der Simulation von Missionen im Weltraum umzugehen", so Morrison. Virtuelle Welten könnten entsprechende Umgebungen mit ausreichend Detail simulieren, die Möglichkeiten seien vielfältig. "Ich glaube sicher nicht, dass die Technologie ein limitierender Faktor wäre", glaubt Morrison an die Umsetzbarkeit der NASA-Idee.

Sinn des NASA-Spiels wäre es, Schülern durch ein fesselndes Erlebnis mit realistischer Darstellung von technischen und wissenschaftlichen Missionen nicht nur Bildungsinhalte, sondern auch mögliche Karrierewege in entsprechenden Bereichen und speziell bei der NASA näherzubringen. "Virtuelle Massen-Mehrspieler-Welten können in Zukunft ein großartiges Werkzeug für Bildungszwecke bilden", ist auch Morrison überzeugt. "Das Medium erlaubt Nutzer auf einem Niveau zu fesseln, das in Klassenzimmern und mit Lehrbüchern nicht immer erreicht werden kann", erklärt er weiter. Sowohl die NASA als auch Morrison betonen, dass MMO-Spiele auch geeignet sind, wichtige Schlüsselfertigkeiten wie etwa Planung oder Teamwork zu entwickeln. "Ich denke, dass die Verwendung virtueller Welten auf diese Art eine logische Erweiterung der hochentwickelten Simulations-Trainingsmethoden sind, die etwa die NASA seit Jahren verwendet", meint Morrison abschließend.

... mehr zu:
»NASA-Idee »Simulation

Auf der Website des NASA Goddard Space Flight Center findet sich schon ein Bereich, der Informationen zur NASA-Vision vom lehrreichen Online-Spiel bietet. Bis zum 15. Februar sollen sich in einem ersten Schritt an einer Entwicklungs-Zusammenarbeit interessierte Organisationen mit Konzeptskizzen bewerben. Die NASA wäre nicht die erste US-Regierungsorganisation mit einem eigenem Online-Spiel, von der US-Armee gibt es bereits das etwas umstrittene "America´s Army".

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.funcom.com
http://ipp.gsfc.nasa.gov/mmo
http://www.americasarmy.com/

Weitere Berichte zu: NASA-Idee Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie