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"Kieler Weg" nimmt Fahrt auf - Vossloh Locomotives GmbH steigt auf den Zug auf

17.01.2008
Die Fachhochschule Kiel hat gemeinsam mit Unternehmen aus der Region ein bundesweites Modellprojekt gestartet. Der sogenannte "Kieler Weg" trägt zwar den Namen der Fördestadt, kann aber auch für München, Stuttgart oder Aachen ein Vorbild für eine innovative Bachelor-Master-Überleitung sein.

Der "Kieler Weg" eröffnet Bachelor-Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, zunächst durch eine mehrjährige Praxisphase in einem Unternehmen Berufserfahrung zu sammeln, um anschließend ein weiterführendes Masterstudium an einer Hochschule zu absolvieren, unter Fortsetzung der Entlohnung. Das Masterstudium erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Unternehmen, der Hochschule und dem Master-Studierenden.

Die Fachhochschule Kiel hat nach den Kieler Stadtwerken jetzt mit Europas führendem Diesellokomotiven-Hersteller Vossloh Locomotives GmbH einen weiteren Kooperationspartner gewonnen. Am Donnerstag, 17. Januar 2008, unterzeichneten Professor Dr.-Ing. Constantin Kinias, der Rektor der Fachhochschule Kiel und Andreas Hopmann, der Geschäftsführer der Vossloh Locomotives GmbH einen entsprechenden Kooperationsvertrag. Zunächst werden bis zu fünf Bachelor-Absolventinnen und Absolventen bei Vossloh eingestellt und treten in eine zwei- bis dreijährige Praxisphase ein.

Sie werden nicht nur "fit" für den Master-Studiengang gemacht, sondern auch für den europaweiten Arbeitsmarkt. Im Anschluss absolvieren sie ein zweijähriges weiterführendes Master-Studium an der Fachhochschule Kiel. In den Semesterferien arbeiten sie im Unternehmen, auch während ihres Master-Studiums beziehen sie ihr Gehalt.

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Andreas Hopmann erklärte, dass sich Vossloh Locomotives an der Initiative beteilige, um frühzeitig Beziehungen zu qualifiziertem technischen Nachwuchs zu knüpfen und diese Mitarbeiter längerfristig an das Unternehmen zu binden. "Dies ist für uns bei der stark steigenden Nachfrage nach Ingenieuren sehr wichtig", sagte Hopmann. Dabei sei die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Vossloh Locomotives und der Fachhochschule sowie die örtliche Nähe ein großer Vorteil.

Der "Kieler Weg" hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass die Fachhochschule Kiel Mitte Dezember 2007 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung im bundesweiten Wettbewerb "Profil und Kooperation" zusammen mit weiteren vier Hochschulen mit einem Preisgeld von je 400.000 € ausgezeichnet wurde.

(Infos dazu unter: http://www.stifterverband.de/site/php/medien.php?seite=Programm&programmnr=49&detailansprechnr=733&SID=)

"Der "Kieler Weg" ist Bologna", erklärt Professor Dr.-Ing. Constantin Kinias, Rektor der Fachhochschule Kiel und Initiator des "Kieler Weges". "Wir bieten den Bachelor-Absolventen eine Alternative zum direkten Übergang Bachelor-Master und berücksichtigen damit den Bedarf nach lebenslangem Lernen. Als nächsten Schritt wollen wir den "Kieler Weg" auf die sozialwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fachbereiche unserer Hochschule ausweiten."

Hintergrund Bologna-Prozess:
Im Rahmen des Bologna-Prozesses haben sich 29 europäische Nationen verpflichtet, bis 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Statt der Diplom- und Magisterstudiengänge gibt es jetzt nur noch den berufsqualifizierenden Bachelor- und darauf aufbauend den Master-Abschluss. Das Master-Studium muss sich nicht zwingend direkt an das Bachelor-Studium anschließen. Die Fachhochschule Kiel hat als eine der ersten Hochschulen bundesweit und als erste schleswig-holsteinische Hochschule die Umstellung auf Bachelor und Master vollständig durchgeführt, alle Studiengänge sind bereits akkreditiert. Derzeit werden bei der Fachhochschule die Reakkreditierungen der Studiengänge durchgeführt.
Ansprechpartner:
Professor Dr.-Ing. Constantin Kinias
Sokratesplatz 1
24149 Kiel
E-Mail: Constantin.Kinias@FH-Kiel de
Telefon: 0431 210-1000
Telefax: 0431 210-61000
Andreas Hopmann
Vossloh Locomotives GmbH
Falckensteiner Strasse 2-4
24159 Kiel
E-Mail andreas.hopmann@vl.vossloh.com
Telefon: 0431 3999-3650
Telefax: 0431 3999-3668

Frauke Schäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-kiel.de/

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