Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzellenz-geförderte TUM-Graduiertenschule wächst weiter: Zehn neue Forschungsprojekte an der IGSSE

15.01.2008
Die International Graduate School of Science and Engineering (IGSSE) der TU München (TUM) hat zehn neue Forschungsprojekte aus den Bereichen Umweltwissenschaften, Nanotechnologie, Medizintechnik und Computational Engineering eingerichtet.

Damit verbunden sind 14 Doktorandenstipendien, um die sich herausragende deutsche und internationale Absolventen bewerben können. Insgesamt werden in Kürze rund 150 Postdocs und Doktoranden in den 30 interdisziplinären Forschungsprojekten der Graduiertenschule arbeiten. Fünf dieser Gruppen werden zu etwa gleichen Teilen von der TUM und ihren internationalen Partnern - Stanford University, DTU Kopenhagen, NUS Singapur - getragen.

In den Umweltwissenschaften wurde die Forschergruppe "SafeEarth - Multi-sensorial Remote Sensing Techniques for Supporting Natural Disaster Management and Hazard Preparedness" um die TUM-Forscher Dr. Stefan Hinz und Prof. Richard Bamler eingerichtet. Ziel der Wissenschaftler ist es, Sensortechnologie, mathematische Modellierung und Bildverarbeitung so zu integrieren, dass Rettungskräfte künftig schneller auf Umweltkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche reagieren und die notwendigen Rettungsmaßnahmen effektiver einleiten können. Hinz und Bamler kooperieren mit den Professoren Allan A. Nielsen und Henning Skriver von der Dänischen Technischen Universität (DTU) Kopenhagen und Dr. Peter Reinartz vom DLR in Oberpfaffenhofen.

Im Bereich Nanotechnologie und Materialwissenschaften starten drei Projekte, die gemeinsam von Chemikern, Physikern, Informatikern und Elektroingenieuren getragen werden: "Tangible, Chemical Reactions: Small Molecules with a Large Impact" (Professoren Fritz Kühn, Gudrun Klinker, Wolfgang A. Herrmann, Johannes Buchner), "Highly Complex Nanostructured Systems for Cryptography and Security" (Professoren Jonathan J. Finley, Paolo Lugli, Ulf Schlichtmann, Jürgen Schmidhuber, Martin Stutzmann) sowie "Preparation and Characterization of Functional Nanocomposites by Directed Assembly of Modified Carbon Nanotubes in Block Copolymer Matrices" (Prof. Christine Papadakis, PD Dr. Rainer Jordan; Prof. Martin E. Vigild, Dr. Sokol Ndoni (beide DTU)).

... mehr zu:
»DTU »IGSSE

In der (Bio-)Medizintechnik wurden zwei Projektanträge bewilligt, in denen Naturwissenschaftler und Ingenieure der TUM mit Ärzten des Klinikums rechts der Isar kooperieren. "Rupturrisikoevaluation und individualisierte Interventionsplanung für abdominelle Aortenaneurysmen" (Professoren Nassir Navab, Wolfgang A. Wall, Markus Schwaiger, Hans-Henning Eckstein) und "Experimental Optimization of Folding Conditions of Insoluble Expressed, Recombinant Proteins with the Help of Genetic Algorithms and Model Design for ab initio Prediction of Refolding Conditions" (Professoren Johannes Buchner, Dirk Weuster-Botz, Dr. Martin Haslbeck).

Modellierung, Bildverarbeitung und Simulation wirken als Querschnittswissenschaften in viele dieser und andere Projekte der IGSSE hinein. Aktuell haben vier neue Projekte aus dem Bereich Computational Science & Engineering ihre Arbeit aufgenommen, die sich wissenschaftlichen Fragestellungen aus der Strömungsmechanik und den Werkstoffwissenschaften widmen: "Uncertainty Analysis for Complex Interface Phenomena in Fluid Mechanics" (Prof. Nikolaus A. Adams, Dr. Christian Stemmer; Prof. Gianluca Iaccarino, Dr. Alireza Doostan (beide Stanford University)),

"Particle Dynamics in Turbulent Flows" (Professoren Michael Manhart, Peter Rentrop, Bernd Simeon), "Multiscale Optimization of Materials Subjected to Impact Loading" (Professoren Roman Lackner; Ole Sigmund, Martin Bendsoe (beide DTU)), sowie "Distributed Stochastic Simulation for the Hydroelastic Analysis of Very Large Floating Structures" (Dr. Ralf-Peter Mundani, PD Dr. Alexander Düster, Professoren Ernst Rank, Hans-Joachim Bungartz; Chien Ming Wang (NUS Singapur); Dr. Holger Heidkamp (SOFiSTiK AG, Oberschleißheim)).

Die 14 Stipendien für Doktoranden laufen über 3 Jahre und umfassen je 1.500 Euro im Monat. Das internationale Umfeld ist ideal: "Die IGSSE ermöglicht es qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern, spannende Fragestellungen an den Schnittstellen von Natur- und Ingenieurwissenschaften zu erforschen. Ohne die Förderung aus der Exzellenzinitiative und das starke Engagement unserer industriellen Partner wäre dies nicht möglich", so Professor Ernst Rank, TUM-Vizepräsident und Direktor der IGSSE. Zusammen mit weiteren Geldern für Labor- und EDV-Ausstattung sowie Auslandsaufenthalte stehen bis zu 100.000 Euro für jeden IGSSE-Stipendiaten zur Verfügung. Rank ist besonders stolz darauf, dass bisher 40% der Stipendien an junge Frauen vergeben wurden. Erklärtes Ziel der IGSSE ist es, die Karrieren weiblicher Nachwuchsführungskräfte in Wissenschaft und Technik zu fördern.

Dr. Ulrich Marsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.igsse.de

Weitere Berichte zu: DTU IGSSE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten