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Pinkwart: 24 Millionen Euro zusätzlich für medizinische Schwerpunktprofessuren mit internationalem Profil

11.01.2008
Sieben neue Schwerpunktprofessuren in Aachen, Bonn, Köln und Münster
Nordrhein-Westfalen stärkt die hochschulmedizinische Forschung.

In den kommenden sechs Jahren investiert das Land 24 Millionen Euro in sieben neue Professuren, mit denen besonders gute und wichtige Forschungsbereiche ausgebaut werden sollen. Jeweils zwei Schwerpunktprofessuren werden an den Universitäten in Bonn, Köln und Münster eingerichtet, eine weitere an der RWTH Aachen. Dies gab Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am heutigen Freitag in Düsseldorf bekannt.

"Wir ermöglichen damit den Universitäten, ihre Forschungsexzellenz konsequent und zielgerichtet auszubauen", sagte Pinkwart. "Der Ausbau folgt unserem Ziel, auf einigen besonders zukunftsträchtigen Forschungsfeldern international Spitze zu sein." Die von einer Expertenjury ausgewählten Hochschulen schreiben nun die Professuren international aus. Die sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die den Zuschlag erhalten, werden forschen und lehren sowie je nach inhaltlicher Ausrichtung der Professur in der Patientenversorgung tätig sein. Sie sollen noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen.

Die Expertenjury, die die Bewertung der Anträge aus den Universitäten vorgenommen hat, stand unter der Leitung von Prof. Johannes Dichgans (Tübingen), der bereits das Gutachten zur Forschungsstärke der nordrhein-westfälischen Hochschulmedizin im vergangenen Jahr erstellt hatte. Bessere Rahmenbedingungen für Spitzenforschung sind auch ein wesentliches Ziel des neuen nordrhein-westfälische Hochschulmedizingesetzes, das seit Jahresbeginn in Kraft ist. Medizinforschung und Medizintechnik sind zugleich einer von vier Bereichen, auf die das Innovationsministerium seine Forschungs- und Technologieförderung konzentriert.

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Standorte und Forschungsbereiche der Schwerpunktprofessuren sind:

Aachen
Bildgeführte interventionelle Therapie
Im Zentrum der Schwerpunktprofessur steht die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren, die noch genauere und effektivere minimalinvasive Eingriffe im Körper ermöglichen.
Bonn
Genomics Bioinformatics
Der genetische Schwerpunkt in Bonn wird mit der neuen Schwerpunktprofessur das komplexe Zusammenwirken zwischen Genen und Umwelt rechnerisch erfassbar machen.

Regulation von Immunfunktion durch nicht kodierende RNA

Erforscht wird die Rolle von bisher als "stumm" geltenden Anteilen von Erbinformationen für die Immunabwehr.

Köln
Translational Genomics
Forschungsgegenstand sind genetische Veränderungen bei bösartigen Erkrankungen des Immunsystems sowie die Entwicklung von Vorhersagemöglichkeiten für Krankheitsverlauf und Behandlung.

Molekulare Grundlagen metabolischer Erkrankungen und des Alterungsprozesses

Die Schwerpunktprofessur stärkt die Kölner Forschungen auf dem Gebiet der molekularen Analyse von Stoffwechselstörungen und ihrer Folgen für Krankheit und Alter.

Münster
Molekulare Grundlagen entzündlicher Ereignisse bei neurodegenerativen Erkrankungen

Forschungsschwerpunkt ist die Rolle von Entzündungsprozessen für die Entstehung von neurodegenerativen Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer.

Molekulargenetik myokardialer Erkrankungen

Die Schwerpunktprofessur ist ausgerichtet auf die Erforschung der Bedeutung und der klinischen Konsequenzen von im Erbgut angelegten Herzmuskelerkrankungen.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

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