Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizinische Hochschule Hannover erhält Millionenförderung

20.12.2007
Bund fördert integrierte Forschung und Behandlung

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs um Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die MHH beim Aufbau eines Zentrums für Transplantationsforschung (IFB-Tx) für fünf Jahre mit 25 Millionen Euro fördern. Nach erfolgreicher Evaluation kann die Förderung um weitere 25 Millionen Euro erweitert werden.

Die MHH hat sich mit ihrem Antrag gegen 43 Mitbewerber aus den anderen Medizinischen Fakultäten Deutschlands behauptet. "Die Förderung eröffnet der MHH ausgezeichnete Perspektiven in der Forschung. Das neue Zentrum passt hervorragend zum Profil der Hochschule. Zugleich werden die Patienten von der neuen Einrichtung erheblich profitieren, weil wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller in neue Behandlungsansätze umgesetzt werden können", sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann.

"Damit unterstreicht die MHH ihre Führungsrolle weit über die Grenzen Deutschlands hinaus im Bereich der Transplantationen", sagte MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. Die Förderung hat die MHH bereits existierenden exzellenten Leistungen in Forschung und Krankenversorgung zu verdanken. "Die Transplantationsmedizin mit den angrenzenden Gebieten der Infektiologie, Immunologie und Stammzellforschung ist der größte Schwerpunkt unserer Hochschule, zu dem 23 Kliniken und Institute beitragen", betonte Professor Bitter-Suermann. "Mit dem Erfolg in der Exzellenzinitiative zur Regenerativen Medizin im vergangenen Jahr und dem jetzigen Erfolg zeigt sich, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben."

Die MHH hat im vergangenen Jahr 486 solide Organe verpflanzt und ist damit bundesweit führend. Im Bereich der Lungentransplantationen ist die MHH sogar weltweit führend. Im Einzelnen waren es 200 Nieren-, 151 Leber-, 101 Lungen- und 34 Herztransplantationen. Hinzu kommen 130 Knochenmark- und Blutstammzell-Transplantationen pro Jahr. Die MHH leistet im Bereich der Transplantationsmedizin immer wieder Pionierarbeit und ist seit Juni dieses Jahres mit dem Sonderforschungsbereich 738 "Optimierung konventioneller und innovativer Transplantate" ausgestattet.

"Auf der Grundlage der vielen Organ- und Zelltransplantationen, die an der MHH durchgeführt werden, wird es im IFB-Tx möglich sein, in großen klinischen Studien wichtige Fragestellungen zu untersuchen, internationale Standards zu setzen und richtungsweisende Veränderungen einzuführen", betont der Sprecher des IFB-Tx, Professor Dr. Hermann Haller, Direktor der MHH-Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen. "Wir wollen das Wissen um Transplantationen, das seit 40 Jahren an der MHH gewachsen ist, in diesem Zentrum für Transplantationsmedizin zusammenführen."

Meike Ziegenmeier | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Berichte zu: IFB-Tx MHH Transplantationsmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte