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Allianz der Spitzenforscher - MHH und HZI wollen Immuntherapie gegen Krebs entwickeln

17.12.2007
37,5 Millionen Euro für bundesweites Forschungsprojekt / Erster überregionaler Erfolg für Twincore

Die körpereigene Abwehr im Kampf gegen den Krebs nutzen - dieses Ziel bringt vier Helmholtz-Zentren, Institute der Universitätskliniken Heidelberg, Mannheim, Berlin, München und eine MHH-Forschergruppe um Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, in der Allianz "Immuntherapie gegen Krebs" zusammen.

Für ihre bundesweiten Krebsforschungsprojekte erhalten die Partner von der Helmholtz-Gemeinschaft 37,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Die Förderung ist auch der erste überregionale Erfolg des Twincore, dem gemeinsamen Zentrum für experimentelle und klinische Infektionsforschung von MHH und Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. "Dieses Exzellenznetzwerk stärkt die MHH in ihrer Partnerschaft zum HZI, das gemeinsame Institut für Infektionsforschung "Twincore" und den Schwerpunkt Tumor- und Leberforschung an der MHH", betont Professor Manns. "Spitzenforscher aus ganz Deutschland kommen hier zusammen, um den Zusammenhang von Infektionen und Krebs, in unserer Gruppe am Beispiel Leberkrebs, zu erforschen."

MHH und HZI erhalten gemeinsam 1,75 Millionen Euro, die neue Forschergruppe ist am Twincore, in unmittelbarer Nähe zur MHH, angesiedelt. (www.helmholtz-hzi.de/translation/)

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»HZI »Immuntherapie »MHH

"30 bis 40 Prozent der Krebserkrankungen werden durch Infektionen ausgelöst", erklärt Professor Dr. Tim Greten, Oberarzt in der MHH-Klinik für Gastroenterologie und Mitglied der Forschergruppe. "Unser Ziel ist es einerseits zu verstehen, welchen Einfluss die Entstehung eines Leberkrebses auf die Immunantwort hat und wie wir auf immunologische Weise den Tumor bekämpfen können". Ein besonders hohes Risiko an Leberkrebs, dem so genannten hepatozellulärem Karzinom zu erkranken, haben Menschen, die an einer chronischen Hepatitis C oder B Infektion leiden. Auch in Folge einer Leberzirrhose durch Alkoholismus kann der Krebs auftreten. Die Fördergelder sollen einerseits für die Grundlagenforschung und andererseits auch für erste klinische Studien verwendet werden, bei denen die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung dann in der Klinik am Patienten getestet werden können.

"Durch die enge Vernetzung von uns Wissenschaftlern werden unsere Ergebnisse viel schneller und effektiver Krebspatienten zu Nutze sein", betont Dr. Dunja Bruder, Leiterin der Arbeitsgruppe "Immunregulation" am HZI.

"Die Allianz will damit eine Lücke schließen, die zwischen Grundlagenforschung, Forschung an Tiermodellen und vorklinischen Studien bis zur Anwendung klafft", sagt Professor Dr. Thomas Pietschmann, Leiter der Abteilung Experimentelle Virologie am Twincore.

Die Helmholtz-Allianz "Immuntherapie gegen Krebs" ist eine von drei weiteren Allianzen der Helmholtz-Gemeinschaft. Insgesamt fördert die Helmholtz-Gemeinschaft zusammen mit den in- und ausländischen Kooperationspartnern die vier Allianzen mit bis zu 50 Millionen Euro für fünf Jahre. In diesen Allianzen

arbeiten Wissenschaftler aus Helmholtz-Zentren mit Universitäten und anderen in-und ausländischen Forschungseinrichtungen zusammen, um Zukunftsthemen energisch voranzutreiben.

Im Twincore arbeiten seit 2006 Teams aus Grundlagenforschern des HZI und klinischen Forschern der MHH in gemeinsamen Projekten. Der Vorteil: Die Ärzte der MHH kennen genau die Probleme, die bei der Behandlung von Patienten auftauchen. Die Grundlagenforscher - sowohl der MHH als auch des HZI - verfügen über die Methoden und die technische Ausrüstung, um diese Probleme zu lösen.

Weitere Informationen gibt Ihnen gern Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, unter Telefon (0511) 532-3306.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

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