Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auslandsmobilität im Studium muss noch weiter steigen

14.05.2009
Studie zeigt: Mobilität funktioniert besonders gut, wenn sie ins Studium integriert ist / BMBF und DAAD fördern entsprechende Programme

Die Auslandsmobilität deutscher Studierender ist zwischen 2007 und 2009 von 23 Prozent auf 26 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich um den Anteil an allen deutschen Studierenden, die einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt realisiert haben.

Mobilität gelingt dort am besten, wo sie als Bestandteil des Curriculums vorgesehen ist, über einen Austausch oder über integrierte Studiengänge mit ausländischen Hochschulen erfolgt. Das sind Ergebnisse einer Befragung, die die HIS -Hochschul-Informations-System GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum zweiten mal durchgeführt hat. Die Studie wertet die Antworten von 7.000 Studierenden aus und zeigt, dass dort weiterhin ein großes Mobilitätspotenzial besteht.

Das BMBF hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität von Studierenden deutlich zu steigern und finanziert daher Programme des DAAD, die gemeinsame Studiengänge mit Doppelabschlüssen ebenso unterstützen wie Studiengänge mit integrierten Auslandsaufenthalten. Neu ist ein Modellprogramm, mit dem vierjährige Bachelor-Studiengänge gefördert werden, die eine einjährige Auslandsphase einschließen. Ziel von BMBF und DAAD ist es, dass mittelfristig mindestens 50 Prozent der Studierenden im Erststudium studienbezogene Erfahrungen im Ausland sammeln - mit Studien- und Sprachkursaufenthalten oder Praktika.

Besonders stark ist die Auslandsmobilität in den alten Studiengängen angestiegen, die mit Diplom, Magister oder Staatsexamen abschließen. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Studierenden in den alten Studiengängen sich zunehmend in höheren Fachsemestern finden, in denen auch traditionell der Anteil der Auslandsmobilität höher liegt. In den neuen Bachelor-Studiengängen liegt das Mobilitätsniveau wie schon im Jahr 2007 bei 15 Prozent an den Universitäten; an den Fachhochschulen ist es von neun Prozent auf 13 Prozent gestiegen. Ein Grund dafür: Die hohe Zahl von integrierten Studiengängen mit ausländischen Hochschulen an den Fachhochschulen. Generell scheint es in der jetzigen Übergangsphase zu früh für eine endgültige Bewertung zu sein: Erst nach Abschluss der Umstellung auf die neuen Bachelor- und Masterstrukturen wird die Entwicklung der Mobilitätszahlen für die neuen Studiengänge genauer erkennbar sein und bewertet werden können.

Die studienbezogenen Aufenthalte im Ausland dauern - wie schon im Jahr 2007 - durchschnittlich sechs Monate. Mit großem Abstand ist Westeuropa mit fast zwei Dritteln der Aufenthalte immer noch die bevorzugte Gastregion für Auslandsaufenthalte der deutschen Studierenden.

Die Ergebnisse der Studie wurden am Donnerstag in Berlin auf der 3. Fachkonferenz zur internationalen Mobilität deutscher Studierender im Rahmen der von BMBF und DAAD initiierten Kampagne "go out! studieren weltweit" vorgestellt.

Die Kurzfassung der Studie "Internationale Mobilität im Studium 2009. Wiederholungsuntersuchung zu studienbezogenen Aufenthalten deutscher Studierender in anderen Ländern" ist auf der Internetseite http://www.go-out.de/unter der Rubrik "Aktuelle Informationen" einsehbar; der Projektbericht wird im Sommer in der DAAD-Publikationsreihe "Dok&Mat" veröffentlicht.

Kontakt:

Pressestelle BMBF, Tiziana Zugaro-Merimi, Tel.: 030-1857-5050, E-Mail: presse@bmbf.bund.de

Dr. Ulrich Heublein, HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Studentenforschung, HIS-Außenstelle an der Universität Leipzig, Tel.: 0341-9730-342, E-Mail: Heublein@his.de

Claudius Habbich, DAAD, Referat "Information für Deutsche über Studium und Forschung im Ausland; Publikationen", Kennedyallee 50, 53175 Bonn, Tel.: 0228-882 571, E-Mail: habbich@daad.de

| BMB
Weitere Informationen:
http://www.daad.de
http://www.go-out.de
http://www.bmbf.de/

Weitere Berichte zu: Aufenthalte Auslandsaufenthalt BMBF Bildung und Forschung DAAD Mobilität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten