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Asien und Europa vereinbaren engere Bildungszusammenarbeit

10.05.2011
ASEM-Konferenz in Kopenhagen / BMBF-Staatssekretär Schütte: "Deutschland baut Vorreiterrolle im Bildungs-Prozess der ASEM-Staaten weiter aus."

Deutschland arbeitet im Bildungsbereich künftig noch enger mit den asiatischen Ländern zusammen. "Wir werden den kontinuierlichen Dialog in Bildungsfragen auch weiterhin durch das ASEM-Sekretariat in Bonn unterstützen", sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Auftakt der dritten Bildungsministerkonferenz der ASEM (Asia-Europe-Meeting), die gestern und heute in Kopenhagen stattfindet.

"So sorgen wir dafür, dass die zahlreichen Bildungsthemen im ASEM-Dialog koordiniert werden", betonte Schütte, der die deutsche Delegation in Kopenhagen leitet. "Die enge Kooperation Europas mit Asien ist für die zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung aller Staaten von immenser Bedeutung. Besonders Deutschland wird hiervon profitieren. Unser Bildungssystem wird in vielen Ländern als Vorbild wahrgenommen".

Durch die nun beschlossenen Maßnahmen wird Deutschland die Kooperation mit Asien weiter unterstützen:

Deutschland wird Vertreter europäischer und asiatischer Qualitätssicherungsagenturen zu einem Arbeitstreffen zum Thema Qualitätssicherung in der grenzüberschreitenden Hochschulbildung für Ende 2011 einladen.

Um den begonnenen Dialog zwischen Hochschulen und Wirtschaft aus Asien und Europa zu verstetigen, wird das in Bangkok 2010 gestartete ASEM University Business Forum fortgesetzt werden. Deutschland hat zugesagt, das zweite ASEM-University Business Forum zu den Themen Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen, die Akzeptanz von Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt und innovative Formen der Zusammenarbeit auszurichten.

Aber auch das deutsche Berufsbildungssystem gilt in vielen Ländern Asiens als vorbildlich. Deutschland wird daher ein Symposium zum Austausch im ASEM-Rahmen über berufliche Bildung organisieren. In diesem werden insbesondere auch die Frage der Entwicklung von Qualifikationsrahmen diskutiert werden.

Das dritte Treffen der Bildungsminister Asiens und Europas im Rahmen des ASEM-Netzwerkes (Asia-Europe-Meeting) findet vom 09. bis 10. Mai 2011 in Kopenhagen statt. Bei dem Treffen unter dem Motto "Gestaltung eines ASEM-Bildungsraumes"("Shaping an ASEM Education Area") werden die europäisch-asiatische Hochschulzusammenarbeit und die internationale Qualifizierung von Studierenden und Lehrenden sowie Fragen der Arbeitsmarktorientierung von Bildung und Ausbildung diskutiert. Seit 2009 ist das ASEM-Sekretariat in Deutschland beim Deutschen-Akademischen Austauschdienst (DAAD) angesiedelt, es wird 2013 nach Indonesien wechseln.

2008 hatte Deutschland die Initiative ergriffen um auch im Bereich der Bildung einen dauerhaften Dialog zwischen den ASEM Staaten zu initiieren. Die Konferenz, die jetzt in Kopenhagen stattfindet, baut auf den Ergebnissen der 1. ASEM Bildungsministerkonferenz im Mai 2008 in Berlin und der Nachfolgekonferenz 2009 in Hanoi auf.

In ASEM (siehe auch http://www.aseminfoboard.org) vertreten sind die 27 Länder der EU, 16 Asiatische Staaten (Brunei, Cambodia, China, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Laos, Malaysien, Mongolei, Myanmar, Pakistan, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam), die Europäische Kommission und das ASEAN Sekretariat sowie (seit 2010) Russland, Australien und Neuseeland. Die ASEM Staaten repräsentieren damit mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung und mehr als 55 Prozent des Welt-Bruttosozialproduktes. Seit der Initiierung von ASEM in 1996 wurden eine Reihe von Themen von Finanz- und Währungskrisen über den Anti-Terror-Kampf bis hin zu Energie und Klimawandel in ASEM-Konferenzen behandelt.

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

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