Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Afrikazentrum auf den Weg gebracht

16.10.2009
Forschungen mit Bezug zu Afrika laufen an der Universität Würzburg seit vielen Jahren, etwa in der Geographie, Biologie, Tropenmedizin, Chemie und Romanistik. Gestärkt werden diese Aktivitäten jetzt durch das neue, deutschlandweit bislang einzigartige Zentrum für Afrikaforschung.

Alle zehn Fakultäten der Universität Würzburg sind am neuen Afrikazentrum beteiligt. Dadurch erreicht es eine sehr enge Verflechtung verschiedenster medizinischer sowie geistes- und naturwissenschaftlicher Projekte.

"Eine derart große Interdisziplinarität wird von keinem anderen Afrikazentrum in Deutschland auch nur annähernd garantiert", so der Gründungssprecher Professor Gerhard Bringmann. Damit ergänze das neue Zentrum hervorragend die zumeist rein geisteswissenschaftlich ausgerichteten Afrikazentren an anderen deutschen Universitäten.

Ziele des Afrikazentrums

Forschungen koordinieren, die sich auf Afrika beziehen, die Wissenschaft bei der Projektverwaltung und der Einwerbung von Drittmitteln unterstützen, ein attraktives Lehrangebot für die Studierenden etablieren: Diese und weitere Ziele verfolgt das Afrikazentrum an der Uni Würzburg.

Die Pflege wissenschaftlicher Kooperationen mit Kollegen in Afrika ist ebenfalls ein wichtiger Punkt auf der Agenda des Zentrums. Dazu gehört auch die Unterstützung von afrikanischen Universitäten beim Aufbau nachhaltiger Lehr- und Forschungskapazitäten.

Das Afrikazentrum will darüber hinaus wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch relevante Tagungen organisieren, einen Informationspool entwickeln und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit schaffen. Hinzu kommen Beratungstätigkeiten, der Austausch mit thematisch verwandten Zentren und die Etablierung von Expertenprogrammen.

Entwicklung durch partnerschaftliche Forschung

Ein Herzensanliegen des Afrikazentrums ist es, dem Klischeebild von Afrika entgegenzuwirken, wie es in vielen Medien nach wie vor vermittelt wird. Dazu wollen seine Mitglieder differenzierte Informationen über Afrika verbreiten und Kooperationen mit Afrika effizient und auf Augenhöhe praktizieren. "Wir wollen Entwicklung durch partnerschaftliche Forschung", so Bringmann.

Afrikakreis als Ausgangspunkt

Etabliert hat sich das neue Zentrum durch die Aktivitäten des Afrikakreises, der 2006 an der Uni Würzburg gegründet wurde. Seitdem hat er sich mit großer Dynamik zu einem fächerübergreifenden Kreis von Forscherinnen und Forschern entwickelt, deren Arbeiten einen Bezug zu Afrika haben. Schnell ergaben sich daraus synergistische Effekte - etwa im Rachitis-Projekt, in dem Tropenmediziner und Geographen zusammenarbeiten und vielen erkrankten Kindern in Nigeria helfen konnten.

In der Öffentlichkeit hat sich der Afrikakreis nicht nur durch seine stark beachteten Präsentationen auf den vergangenen zwei Africa-Festivals in Würzburg einen Namen gemacht, sondern auch durch eine Podiumsdiskussion und eine regelmäßige Vortragsreihe im Toscanasaal der Residenz. Organisiert wurden diese Aktivitäten von Minnattallah Boutros beziehungsweise von Karin Sekora.

Hochschulrat stimmt Gründung zu

Warum der Afrikakreis die Einrichtung eines interdisziplinären Afrikazentrums beantragt hat? "Das Zentrum soll den Ausgangspunkt für verstärkte afrikabezogene Aktivitäten bilden, wie sie weder die einzelnen Arbeitsgruppen noch der Afrikakreis in seiner bisherigen Form leisten können", sagt Bringmann.

Auf Antrag des Afrikakreises hat die Hochschulleitung der Universität Würzburg die Einrichtung des Afrikazentrums beschlossen; der Hochschulrat hat zugestimmt. Realisiert wird das Zentrum nun in Form einer Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung der Universität.

Kontakt
Professor Gerhard Bringmann
Tel.: (0931) 31 - 85323
E-Mail: bringman@chemie.uni-wuerzburg.de

| Julius-Maximilians-Universität W
Weitere Informationen:
http://www.afrikakreis.uni-wuerzburg.de/
http://www.uni-wuerzburg.de/
http://www.kooperation-international.de

Weitere Berichte zu: Afrikakreis Afrikazentrum Ausgangspunkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

18.01.2017 | Physik Astronomie

Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

18.01.2017 | Architektur Bauwesen

Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern

18.01.2017 | Geowissenschaften