Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abitur-Doppeljahrgang 2012

28.07.2010
Der Countdown läuft - Schulen und Universität sind vorbereitet

Nach umfangreichen und intensiven Vorarbeiten geht es für die Oberstufenschülerinnen und -schüler an den Gymnasien in den Endspurt zum Doppelabitur 2012. Auf die erwarteten höheren Schüler- bzw. Bewerberzahlen von Studienanfängern im so genannten Abitur-Doppeljahrgang 2012 haben Regierungspräsidium und Universität Freiburg bereits seit einiger Zeit gezielte Vorbereitungen getroffen.

Organisation der gemeinsamen Kursstufe

Aktuell hat die Abteilung „Schule und Bildung“ des Regierungspräsidiums Freiburg dafür gesorgt, dass keiner der beiden Jahrgänge, G8 oder G9, die im neuen Schuljahr in einer gemeinsamen Kursstufe unterrichtet werden, durch die Themenstellung in der schriftlichen Abiturprüfung bevorzugt oder benachteiligt sein wird. In den Gymnasien selber wurden im vergangenen Schuljahr innerhalb der Fachschaften der einzelnen Fächer Absprachen getroffen, wie die beiden Jahrgänge fachlich zusammengeführt werden sollen. Daneben wurden zur Vorbereitung und Unterstützung der Zusammenführung auch pädagogische Maßnahmen überlegt.

Unterrichtsversorgung gesichert

Die Unterrichtsversorgung wurde durch eine erhöhte Grundzuweisung für die Kursstufe gewährleistet. Mit diesen zusätzlichen "Deputatsstunden" können z.B. zusätzliche 4- oder 2-stündige Kurse eingerichtet werden. Zur Vermeidung von Zusatzbelastungen für die Gymnasien in der Zeit der gemeinsamen Kursstufe und des Abiturs 2012 wird der eigentliche Abiturzeitraum 2012, also die erste Hälfte des Kalenderjahres 2012, von Fortbildungen für Gymnasiallehrkräfte weitgehend freigehalten wird. Dem erhöhten Beratungs- und Organisationsaufwand wurde darüber hinaus durch Sonderdeputatszuweisungen Rechnung getragen. Raumbedarf und Lernmittelausstattung werden von den Gymnasien individuell gelöst im Rahmen der Stundenplangestaltung und in Abstimmung mit dem Schulträger.

Abi 2012: Prüfungstermine, Räume, Korrekturverfahren

Die schriftliche und mündliche Prüfung werden auch für das Doppelabitur 2012 wie gewohnt um die Oster- bzw. Pfingstferien herum stattfinden. Angesichts der erhöhten Zahl der mündlichen Prüfungen wird der üblicherweise zweiwöchige Prüfungszeitraum um vier Tage erweitert. Die Durchführung der schriftlichen Abiturprüfung 2012 erfolgt bevorzugt in großen Räumen (Aula, Sporthalle), um die Anzahl der Aufsicht führenden Lehrkräfte und den dadurch bedingten Unterrichtsausfall gering zu halten.

Das bewährte dreistufige Korrekturverfahren wird trotz des erhöhten Korrekturaufwands 2012 beibehalten. Es werden organisatorische Vorkehrungen getroffen, um den Unterrichtsausfall und sonstige Beeinträchtigungen des regulären Schulbetriebs durch die Korrekturbeanspruchung der Lehrkräfte möglichst gering zu halten.

Universität: Förderung einzelner Studiengänge

Eine wichtige Maßnahme der Universität Freiburg im Hinblick auf den Doppeljahrgang 2012 ist die Förderung einzelner Studiengänge im Rahmen des Ausbauprogramms Hochschule 2012. Hier werden die Kapazitäten besonders nachgefragter Studiengänge wie Psychologie oder zukunftsweisender Studiengänge wie Rechtswissenschaft, Sinologie, Mathematik und Chemie mit Unterstützung des Landes erweitert, so dass die Zulassungen in diesen Fächern erhöht werden können. Weiterhin wurden zum Wintersemester 2009/10 die neuen Bachelor-Studiengänge Umweltnaturwissenschaften, Embedded Systems Engineering und Pharmazeutische Wissenschaften mit Förderung des Landes eingeführt. Zusätzlich starten zum kommenden Wintersemester 2010/2011 die neuen Bachelor-Studiengänge Medienkulturwissenschaft und Pflegewissenschaften, die auf eine große Nachfrage stoßen. Aufgestockt wurden auch die Studienanfängerplätze in den sehr nachgefragten zulassungsbeschränkten Bachelor-Studiengängen Politikwissenschaft und Sportwissenschaft.

„Es gibt zwar in Baden-Württemberg doppelt so viele Abiturientinnen und Abiturienten wie sonst“, sagt Prof. Heiner Schanz, Prorektor für Lehre, „wir rechnen aber trotzdem mit einem Anstieg der Bewerber um lediglich 50 Prozent auf zwei Jahre. Unsere Untersuchungen zeigen, dass von allen Bewerbungen immer nur knapp die Hälfte von Abgängern des aktuellen Abiturjahrgangs kommt. Die Mehrheit der Bewerber hat das Abitur in den Vorjahren gemacht. Zudem stellen nicht alle Bundesländer zum gleichen Zeitpunkt auf das achtjährige Gymnasium um.“

Optimale Information der Studieninteressierten

Studierende werden zukünftig noch mehr auf gute Informationen durch die Universitäten angewiesen sein. Eines der wichtigsten Ziele der Universität Freiburg ist daher die optimale Information der Studieninteressierten über das Studienangebot insgesamt und einzelne Studiengänge. Dazu zählt die Zusammenführung aller Studentenservices in einem Service Center Studium. Die Universität baut dazu gerade ihr Gebäude in der Sedanstraße zu einem „Haus der Studierenden“ und damit ihr Beratungs- und Betreuungsangebot für Studierende aus. Künftig wird Beratung über den gesamten „Student Lifecycle“ – das heißt von der Schule bis zum Eintritt in das Berufsleben – aus einer Hand angeboten. Neben der individuellen Beratung gibt es Workshops, Informationen an Gymnasien und Multiplikatorenveranstaltungen sowie zusätzliche Beratungsangebote wie Chats oder virtuelle Klassenzimmer. Die Universität Freiburg ist darüber hinaus beteiligt am Großprojekt „Lernen vor Ort“ der Stadt Freiburg. Die Zentrale Studienberatung wird hierbei gemeinsam mit dem Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Maßnahmen zur Optimierung des Übergangs Schule – Hochschule entwickeln und umsetzen.

Verbesserte Online-Studieninformationen

Frühzeitig realistisch und glaubwürdig informieren, Vertrauen bilden und eine qualifizierte Studienwahl unterstützen - diese Ziele verfolgt die Albert-Ludwigs-Universität mit ihren webbasierten Studieninformationsangeboten. Das Internet hat sich inzwischen zum wichtigsten Kommunikationskanal zu den Studienbewerberinnen und -bewerbern entwickelt. Die Universität Freiburg bietet aus diesem Grund in ihrem internetbasierten Studierendenportal, das direkt über die Homepage der Universität erreicht wird, Servicedienste und umfassende Informationen zu den Rahmenbedingungen des Studiums, zum Studienangebot und den ersten Schritten vor und im Studium an. Das zugrunde liegende Content Management System ermöglicht eine aktuelle, einfache und schnelle Pflege der Inhalte durch die zuständigen Personen.

Informationsangebote durch Online Self Assessments (OSA)

Die Universität Freiburg bietet außerdem als eine von wenigen Universitäten seit mehreren Jahren für verschiedene Studienfächer Online Self Assessments (OSAs) an. OSAs sind internetbasierte Studieninformationsangebote mit einem attraktiven Mix aus interaktiven, Elementen (Selbsttests, Beispielaufgaben) und multimedialen Informationseinheiten (kommentierte Fotostrecken, O-Töne, Meinungen und Ratschläge von Studierenden).
Die Freiburger OSAs informieren die Studieninteressierten realistischer als traditionelle, vorrangig textbasierte Informationsmaterialien über die Anforderungen einzelner Fächer. Online Self Assessments betonen das spezifische Freiburger Profil eines Studiengangs und unterstützen dadurch nicht nur die Studienfach-, sondern auch die Studienortswahl.

Vor der Entscheidung für ein bestimmtes Fach können sich Studieninteressierte gezielt über die jeweiligen Anforderungen informieren und diese mit ihren Interessen und Erwartungen abgleichen. Außerdem zeigen Videos mit Studierenden charakteristische Orte des Studiums und thematisieren typische Fragen von Studienanfängern. Wichtigstes Instrument zur administrativen Bearbeitung ist das Studierendenportal und dort das Online-Bewerbungsverfahren der Universität Freiburg, dessen Technik auch zur Bewältigung weitaus höherer Bewerbungszahlen imstande ist. Mit dem neuen Bewerbungsportal soll Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit gegeben werden, sich online über den Stand der Bearbeitung zu informieren. Dies bedeutet eine deutliche Steigerung der Transparenz für die Bewerberinnen und Bewerber während des laufenden Verfahrens.

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.zsb.uni-freiburg.de
http://www.osa.uni-freiburg.de/
http://www.studium.uni-freiburg.de/studienbewerbung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie