Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

755 Millionen Franken für Grundlagenforschung

06.05.2013
Jahresbericht 2012 des Schweizerischen Nationalfonds

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) konnte 2012 mit 755 Millionen Franken so viel wie noch nie seit seiner Gründung vor 60 Jahren in die Grundlagenforschung investieren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von knapp sechs Prozent.

Gemäss dem neuen Jahresbericht bewilligte der SNF im vergangenen Jahr über 3500 Forschungsvorhaben im Umfang von 755 Millionen Franken. Davon entfielen 24% auf die Geistes- und Sozialwissenschaf¬ten, 35% auf Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften und 41% auf Biologie und Medizin. 2012 unterstützte der SNF 8750 Forschende, davon über die Hälfte Doktorandinnen und Doktoranden.

Wettbewerb um Forschungsgelder bleibt hart
Mit 391 Millionen Franken setzte der SNF 2012 mehr als die Hälfte der Mittel für sein Hauptinstrument ein, die Projektförderung. Damit ermöglicht er zahlreichen Forschenden die Realisierung neuer Ideen. Erfreulicherweise haben sich die Chancen der Forschenden auf eine Finanzierung durch den SNF in der Projektförderung verbessert: Nach einem Einbruch in den letzten Jahren ist die Bewilligungsquote (Anteil der bewilligten Gelder an den beantragten) 2012 wieder leicht angestiegen, und zwar auf 45%. Zum Vergleich: Vor dem Einbruch lag die Bewilligungsquote 2008 noch bei 54%. Dies verdeutlicht, dass der Wettbewerb um Forschungsgelder des SNF weiterhin hart bleibt.
Nachwuchsförderung mit vereinten Kräften
Der SNF ist überzeugt, dass für junge Forschende die akademische Karriere attraktiver werden muss, damit der Forschungsplatz Schweiz auch künftig seine internationale Spitzenposition halten kann. Er lancierte 2012 bereits diverse Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. So fördert er vermehrt Auslandaufenthalte bereits früh im Karriereverlauf, da Familie und Mobilität zu einem späteren Zeitpunkt oft schwierig zu kombinieren sind.

Weitere Massnahmen, wie die Verbesserung der Anstellungsbedingungen für Doktorierende, werden folgen (siehe Aktionsplan 2013–2016).

Zu einer zielgerichteten Nachwuchsförderung gehört eine strenge Selektion. Nur die besten Doktorandinnen und Doktoranden eignen sich für eine akademische Karriere. Der SNF legt deshalb bei den Instrumenten Ambizione und SNF-Förderungsprofessur, mit denen er jungen Talenten bessere Perspektiven für die akademische Karriere eröffnen will, die Messlatte sehr hoch. 2012 schafften nur 19% bzw. 21% der Kandidatinnen und Kandidaten diese Hürde.

Für den SNF steht fest: Die in seinem Aktionsplan 2013–2016 vorgesehenen Massnahmen zugunsten des wissenschaftlichen Nachwuchses reichen nicht aus für eine nachhaltige Verbesserung der Situation. Er prüft deshalb bereits weitere Ideen. Zudem müssen der SNF und die Hochschulen noch intensiver zusammenarbeiten, um die richtigen Anreize für eine optimierte Nachwuchsförderung setzen zu können.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF)
Der SNF unterstützt jährlich rund 8500 Forschende. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Im Zentrum seiner Tätigkeit steht die Evaluation von Forschungsgesuchen. Mit der kompetitiven Vergabe öffentlicher Forschungsgelder trägt der SNF zur hohen Qualität der Schweizer Forschung bei. Im Auftrag des Bundes fördert er alle wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften.
Bestellung
Sie können den Jahresbericht 2012 in Deutsch, Französisch und Englisch sowie weitere Publikationen des SNF kostenlos bestellen: www.snf.ch > Über uns > Publikationen

Der Text dieser Medienmitteilung steht auf der Internetseite des Schweizerischen Nationalfonds zur Verfügung: www.snf.ch> Medien > Medienmitteilungen

Kontakt
Schweizerischer Nationalfonds
Abteilung Kommunikation
Telefon +41 (0)31 308 23 78
com@snf.ch

Abteilung Kommunikation | idw
Weitere Informationen:
http://www.snf.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitale Bildung im Unterricht: Was Lehrer und Schüler von der Schul-Cloud erwarten
11.12.2017 | Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften