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24 neue Spin-offs gegründet

11.01.2010
Trotz schwieriger Wirtschaftslage haben im letzten Jahr erfreulich viele Forschende der ETH Zürich eine Firma gegründet. Nicht weniger als 24 neue Spin-offs verbucht die Hochschule 2009 - so viele wie nie zuvor in einem Jahr. Vier dieser Firmen sind im "Cleantech"-Bereich tätig und setzen auf umweltschonende Technologien.

Die ETH Zürich blickt zurück auf ein Jahr mit erfreulich vielen Firmengründungen. Die bereits sehr hohe Zahl von 23 neuen Spin-offs im Jahr 2008 konnte 2009 sogar noch übertroffen werden. Von den 24 neuen Firmen sind zehn in der Informations- und Kommunikationstechnologie tätig, je drei in der Elektrotechnik sowie im Maschinenbau und weitere drei im Dienstleistungsbereich.

Je ein Spin-off gründeten ETH-Forschende in den Bereichen "Neue Materialien", Biotechnologie und Pharma, Mikro- und Nanotechnologie sowie "Medizinische Geräte". Zu den Angeboten der neuen Spin-offs zählen unter anderem Flugroboter, Spritzen im Nanometer-Massstab oder eine Entwicklung, welche die Schmelzeigenschaften von Speiseeis misst.

"Cleantech" im Aufwind

Auffällig ist, dass vier von 24 Spin-offs dem so genannten "Cleantech"-Bereich zugeordnet werden können. Cleantech ist die Abkürzung von Clean Technology und steht für jene Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, welche natürliche Ressourcen schonen und negative Einflüsse auf die Umwelt reduzieren. Die vier "Cleantech"-Firmen kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. "Amphiro" entwickelt beispielsweise Software, um Energie und Wasser zu sparen und der Spin-off "Keoto" erbringt softwarebasierte Engineering-Dienstleistungen für nachhaltiges Bauen. Die Gründer von "greenTEG" vertreiben flexible und kostengünstige thermoelektrische Geräte, die Abwärme in elektrischen Strom umwandeln. Die Geschäftsidee von "ClimeWorks" gründet auf einer innovativen Technologie, die CO2 aus der Luft auffängt, es speichert und an einem Ort abgibt, an dem das CO2 genutzt werden kann.

Drängende Probleme lösen

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und sich verschärfender Umweltprobleme entwickelt sich Cleantech im Urteil vieler Beobachter zu einem Wachstumsmarkt. "Die Forschenden der ETH Zürich haben umweltschonenden Technologien grosse Beachtung geschenkt, lange bevor der Begriff 'Cleantech' in aller Munde war", sagt Silvio Bonaccio, Leiter von ETH transfer, der Technologietransferstelle der ETH Zürich und fügt an: "Spin-offs können Lösungen entwickeln, damit unsere Art zu produzieren und zu konsumieren in den nächsten Jahren Klima und Ressourcen schonender werden kann."

Hohe Preisgelder gewonnen

Auch unabhängige Gremien versprechen sich viel von den ETH-Spin-offs. Zahlreiche Firmengründer erhielten wichtige Förderpreise wie den ZKB Pionierpreis oder den Förderpreis der W.A. de Vigier-Stiftung. Insgesamt haben ETH-Spin-offs im letzten Jahr mehr als 1,5 Mio. Franken an nationalen Preisgeldern gewonnen. Das entspricht einer halben Million mehr als im Jahr 2008.

ETH transfer berät und unterstützt die ETH-Forschenden bei den ersten Schritten der Firmengründung. Erfahrene Technologietransfer Manager helfen den Wissenschaftlern dabei, einen Businessplan zu erstellen oder passende Räumlichkeiten im Technopark oder an der ETH Zürich zu finden. Ausserdem vermitteln sie den Firmengründern den Kontakt mit Kapitalgebern und Beratern ausserhalb der ETH. In den letzten Jahren hat ETH transfer ein grosses Netzwerk zu Entscheidungsträgern und Investoren aufgebaut.

ETH transfer - Linking Science and Business

ETH transfer unterstützt ETH-Angehörige in allen Fragen der Zusammenarbeit mit der Industrie, Erfindungen, Patentanmeldungen und Lizenzierungen sowie bei der Gründung einer ETH-Spin-off-Firma. Eine Spin-off-Firma der ETH Zürich ist eine Firma, die auf Forschungsergebnissen der ETH Zürich basiert und an der sich der ETH-Mitarbeitende oder Absolventen beteiligen.

Claudia Naegeli | idw
Weitere Informationen:
http://www.transfer.ethz.ch

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