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17 neue Helmholtz-Nachwuchsgruppen

27.11.2008
Die Helmholtz-Gemeinschaft hat aus einer Vielzahl an sehr guten Bewerbungen 17 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausgewählt, die nun an Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft eine eigene Forschungsgruppe aufbauen können.

Mit einem Jahresbudget von mindestens 250.000 Euro über fünf Jahre und einer Option auf eine unbefristete Anstellung (Tenure Track) sind diese Stellen auch für junge Forscherinnen und Forscher aus weltbekannten ausländischen Einrichtungen attraktiv. So konnten drei deutsche Wissenschaftler aus den USA zurückgeholt werden.

"Die Leiterinnen oder Leiter einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe können selbstständig forschen und ihre Ideen realisieren, dabei profitieren sie von der Ausstattung und den optimalen Arbeitsbedingungen in einem Helmholtz-Zentrum. Wichtig ist außerdem in dieser Lebensphase zwischen dreißig und vierzig Jahren die Möglichkeit auf eine spätere Festanstellung", sagt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die 17 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren mit externen Fachbegutachtungen und Präsentationen vor einer interdisziplinären Jury durchgesetzt. Nach drei bis vier Jahren werden alle Gruppen einer Zwischenevaluation unterzogen. Fällt diese positiv aus, geht die Stelle in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis über.

Das Programm dient auch der besseren Vernetzung zwischen Helmholtz-Zentren und den Partnerhochschulen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an einem Helmholtz-Zentrum, übernehmen darüber hinaus aber auch akademische Pflichten an einer Partnerhochschule, indem sie zum Beispiel Vorlesungen und Seminare halten. Dadurch qualifizieren sie sich auch für eine Universitätskarriere.

Unter den 17 ausgewählten Helmholtz-Nachwuchsgruppenleitern sind sieben Wissenschaftler aus anderen Herkunftsländern, die in Deutschland forschen wollen und fünf Frauen, die bereits alle Kinder haben. Die Helmholtz-Gemeinschaft bietet ein familienfreundliches Arbeitsumfeld, denn die entscheidenden Weichen für die Karriere werden meist in der Phase der Familiengründung gestellt.

Insgesamt fördert die Helmholtz-Gemeinschaft damit nun 97 Nachwuchsgruppen. Die Kosten werden zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gedeckt, der aus dem Aufwuchs aus dem Pakt für Forschung und Innovation gespeist wird. Zur anderen Hälfte werden die Nachwuchsgruppen von den Helmholtz-Zentren finanziert. Damit können die Nachwuchsgruppenleiter neben ihrer eigenen Stelle in der Regel drei Mitarbeiter sowie die Laborausstattung finanzieren.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel: 030 206329-38
antonia.roetger@helmholtz.de
Übersicht über die Nachwuchsgruppenleiter/innen, die beteiligten Helmholtz-Zentren sowie die Universitäten
Dr. Katja Metfies
Assessing Climate Related Variability and Change at the Base of Planktonic Food Webs in Regions and the North Sea

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Jacobs Universität Bremen

Dr. Isabell-Alissandra Melzer-Pellmann
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Dr. Alexei Raspereza
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Deutsches Elektronen-Synchrotron, Universität Karlsruhe

Dr. Sven Diederichs
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Deutsches Krebsforschungszentrum, Universität Heidelberg
Dr. Markus Feuerer
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Deutsches Krebsforschungszentrum
Dr. Richard Dwight
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, TU Braunschweig

Dr. Manuel Angst
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Forschungszentrum Jülich, RWTH, Aachen
Dr. Yuryi Mokrousov
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Forschungszentrum Jülich, RWTH, Aachen
Dr. Ruslan Temirov
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Forschungszentrum Jülich, RWTH, Aachen
Dr. Bernhard Wolfrum
Nanotechnology Tools for chip-based communication with cells
Forschungszentrum Jülich, RWTH, Aachen
Prof. Dr. Bodo Bookhagen
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Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum-GFZ, Universität Potsdam

Dr. Zahie Anka
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Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum-GFZ, Berlin TU

Dr. Katja Matthes
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Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum-GFZ, Berlin FU

Dr.-Ing. Mady Elbahri
Nanochemistry and Nanoengineering
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht, Universität Kiel
Dr. Stefan Kunis
Fast algorithms for biomedical imaging
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, München TU
Dr. Maximiliano Gutierrez
Intracellular trafficking of phagosomes and immunity: lessons from mycobacteria
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Medizinische Hochschule Hannover
Dr. Annelie Pernthaler
Microbial Ecosystem Services
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, Universität Uppsala

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

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