Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,4 Millionen Euro für gesellschaftliches Engagement von Hochschulen

03.05.2010
Stiftung Mercator und Stifterverband starten gemeinsame Initiative „Mehr als Forschung und Lehre! Hochschulen in der Gesellschaft“

Die Stiftung Mercator und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft haben heute die Initiative „Mehr als Forschung und Lehre! Hochschulen in der Gesellschaft“ gestartet.

Ziel der Partner ist es, die Rolle von Hochschulen als gesellschaftliche Akteure zu stärken. Hochschulen sollen dabei unterstützt werden, gesellschaftliches Engagement über bestehende Einzelprojekte hinaus als strategisches Element ihrer institutionellen Weiterentwicklung in den Blick zu nehmen.

Stifterverband und Stiftung Mercator stellen jeweils 700.000 Euro zur Verfügung. Alle staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland können sich ab heute bewerben.

„Hochschulen können mehr als Forschung und Lehre“, meint Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. „Universitäten und Fachhochschulen erfüllen eine bedeutende Rolle als Motor für gesellschaftliche Entwicklungen und übernehmen schon heute vielfach Verantwortung im Gemeinwesen, indem sie gesellschaftliche Projekte in Studium und Lehre integrieren oder sich für mehr Bildungsbeteiligung einsetzen. Darin wollen wir sie weiter ermutigen“, sagt Schlüter.

„Auftrag und Leistungen von Hochschulen gehen in Deutschland schon heute über Forschung und Lehre hinaus“, so Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. So würden Hochschulen beispielsweise mit lokalen Unternehmen in der Aus- und Weiterbildung zusammen arbeiten oder kulturelle Angebote für Stadt und Region schaffen. „Diese Entwicklung möchten wir unterstützen und damit zugleich mehr öffentliche Aufmerksamkeit für eine vielfältige Hochschullandschaft schaffen“, so Lorentz.

Die Ausschreibung

Die Ausschreibung ist offen für alle staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Eine Antragstellung ist auch im Verbund möglich.

Inhalt
Es werden Konzepte gesucht, mit denen Hochschulen ihre Rolle als gesellschaftlicher Akteur stärken wollen. Die Hochschulen sollten sich in dieser Ausschreibung mit der Frage nach ihrem Selbstverständnis und ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzen: In welcher Form hat die Hochschule gesellschaftliches Engagement bereist umgesetzt? Welche weiteren Schritte sind geplant?

Wenn eine Hochschule bereits mit gesellschaftlichen Akteuren kooperiert, sollte sie darauf hinarbeiten zu überlegen, wie diese Kooperationen weitergeführt oder vertieft werden können: Wie sind die bisherigen Aktivitäten in die Gesamtstrategie der Hochschule eingebunden? Welche Auswirkungen haben bisherige Aktivitäten auf das Gemeinwesen? Darüber hinaus geht es darum, neue Projekte zu initiieren.

Auswahlverfahren
Jede Hochschule kann nur einen Antrag einreichen. Bei Verbundanträgen muss eine federführende Hochschule den Antrag stellen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig. In einem ersten Schritt können Hochschulen bis zum 30. Juli 2010 eine Projektskizze mit Zeitplan einreichen, in der sie ihr Konzept einer „Hochschule in der Gesellschaft“ beschreiben.

Auf Grundlage dieser Skizzen werden von einem Gutachtergremium zehn Hochschulen ausgewählt, die ihre Konzepte im Februar 2011 auf einer internationalen Konferenz vor Gutachtern und Publikum präsentieren werden. Die zehn Konzepte werden mit je 10.000 Euro prämiert. Bis zu sechs Projekte werden dann ausgewählt und mit bis zu 250.000 Euro für die nächsten zwei Jahre gefördert.

Über die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.
Über den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft zur Förderung von Wissenschaft und Bildung. Spenden, Mitgliedsbeiträge und Stiftungserträge machen den Stifterverband mit einem jährlichen Fördervolumen von weit über 120 Millionen Euro zum größten privaten Wissenschaftsförderer der Bundesrepublik.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Marisa Klasen
Stiftung Mercator
Kommunikationsmanagerin
Tel.: +49 (0)201-24522-53
marisa.klasen@stiftung-mercator.de
Michael Sonnabend
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Pressesprecher
Tel.: + 49 (0)201 84 01-181
michael.sonnabend@stifterverband.de

Christiane Duwendag | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-mercator.de/wissenschaft
http://www.stifterverband.de/hochschule-und-gesellschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise