Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zuverlässige Elektronik für Elektrofahrzeuge

16.08.2011
Neben dem Motor werden in Elektro-Autos auch sicherheitskritische Funktionen rein elektronisch und von Software gesteuert.

Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, ist Kommunikationstechnik bei E-Mobility besonders wichtig. Gleichzeitig muss das Elektro-Auto stärker in die Straßeninfrastruktur sowie das Energienetz eingebunden werden. Ihre Lösungen präsentieren Wissenschaftler der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK vom 15. – 25. September 2011 auf der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt/Main auf Stand C23 in Halle 4.


Elektro-Autos brauchen andere Sicherheits- und Kommunikationskonzepte, da sich das Fahrzeug–Design von dem konventioneller Fahrzeuge unterscheidet und sie stärker in die Straßen- und Energieinfrastruktur integriert werden müssen.
Fraunhofer ESK

Beim Fahrzeug-Design gehen Elektro-Autos neue Wege, denn ohne Verbrennungsmotor und Getriebe entstehen andere Antriebskonzepte. Ein Beispiel sind verteile Radnabenmotoren, bei denen das mechatronische Differentialgetriebe durch Software ersetzt wird. So werden zunehmend sicherheitskritische Funktionen von Elektronik und Software übernommen. Damit die Elektro-Autos genauso sicher fahren, wie konventionelle Fahrzeuge, haben die Ingenieure der Fraunhofer ESK die neu auftretenden Risiken bewertet, daraus ein Sicherheitskonzept erstellt und dieses in einem Prototypen getestet. Dieses gewährleistet beispielsweise, dass die verteilten E-Motoren die Räder stets mit demselben Drehmoment antreiben und die Insassen des Elektrofahrzeugs so sicher unterwegs sind wie gewohnt.

Nicht nur im Fahrzeug steigt der Kommunikationsbedarf: Die Interaktion des Fahrzeugs mit der Straßeninfrastruktur ist in der E-Mobility notwendiges Hilfsmittel für komfortables Reisen. Denn die längeren Batterieladezeiten erfordern eine optimale Verkehrsplanung. Solche neuen Verkehrskonzepte benötigen deutlich mehr Kommunikation zwischen Fahrer, Fahrzeug und Infrastruktur. Damit diese auch bei zunehmender Datenlast sicher bleibt, wird eine intelligente Datenbehandlung benötigt. Die Ingenieure der Fraunhofer ESK aggregieren die Daten mittels Sensordatenfusion und steigern so sowohl die Qualität der Daten als auch die Zuverlässigkeit der Kommunikation der Fahrzeuge mit der Straßeninfrastruktur.

Ladezeiten und der gesteigerte Energiebedarf spielen nicht nur bei der Verkehrsplanung eine Rolle. Die Stromnetze sind derzeit noch nicht auf die mobilen Abnehmerstellen eingerichtet. Bei der Fraunhofer ESK wird ein Lösungskonzept für die Kommunikation des Fahrzeugs mit den Stromerzeugern entwickelt, das durch eine Flexibilisierung der Netze das Management des Ladezustands sowie die Abrechnung des jeweiligen Stromverbrauchs in Elektro-Autos ermöglicht.

Implementiert haben die Forscher der Fraunhofer ESK ihr Sicherheitskonzept in einem realen Prototypen, dem Fraunhofer Elektro-Auto Frecc0. In den Frecc0 (Fraunhofer E-Concept Car Typ 0) fließt das Know-how aus über 30 Fraunhofer-Instituten ein, die das Elektro-Auto im Forschungsverbund entwickeln.

Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

Die Fraunhofer ESK verfügt über Expertise für weite Bereiche der IuK, von Übertragungstechnik über Protokolle und Systeme bis zu intelligenten Anwendungen. Ihre Kompetenzfelder Adaptive Communication Systems, Software Methodology und Mobile Solutions bündeln das Know-how, das in den Anwendungsfeldern Automotive, Industrial Communication und Communication Solutions zum Einsatz kommt.

Kontakt:
Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK
Susanne Baumer
Corporate Communication
Telefon: +49 89 547088-353
Telefax: +49 89 547088-66353
susanne.baumer@esk.fraunhofer.de

Susanne Baumer | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Das erste fliegende Auto kommt 2018
13.02.2017 | PAL-V International B.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie