Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zusammenarbeit von Dow Kokam und PVI an erstem vollelektrischem Müllauto

03.12.2010
Dow Kokam und PVI gaben heute ein Abkommen über die Bereitstellung hochentwickelter Lithium-Polymer-Akku-Technologie für die ersten vollkommen elektrischen Müllautos bekannt.

Das Elektrofahrzeug und sein Akkusystem - beides wird in Frankreich produziert und montiert - wurden von PVI und seinem Partner SITA (einer Tochtergesellschaft von Suez Environment) zusammen mit Beispielen der Akkusystemtechnologie von Kokam auf der Pollutec 2010 vorgestellt. Das 26 Tonnen schwere, vollkommen emissionsfreie Müllauto wird für die Vermeidung von jährlich 130 Tonnen CO2 pro Fahrzeug sorgen.

"Dass wir nun unseren ersten vollkommen elektrischen Müllwagen - vermutlich der grösste Elektro-LKW auf dem Markt - vorstellen konnten, ist ein wichtiger Meilenstein beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge, denn diese Wagen wurden speziell für die Städtereinigung konzipiert und stellen daher ganz besondere, schwierige Anforderungen an die Betriebssysteme", erklärte Michel Bouton, der CEO von PVI.

"Dass wir es geschafft haben, einen vollelektrischen LKW dieser Grösse auf den Markt zu bringen ohne dabei Abstriche bei Fahrverhalten und Leistung in Kauf zu nehmen, ist der langjährigen Erfahrung von PVI bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge sowie unserer Entscheidung für die hochentwickelte Lithium-Polymer-Akku-Technologie von Dow Kokam zu verdanken. Die Dow-Kokam-Technologie bietet gebrauchsfertige Lösungen, die den hohen Leistungsanforderungen von Arbeitsfahrzeugen, die täglich den Städten im Einsatz sind, gerecht werden."

Dadurch, dass alle Antriebselemente der Müllautos sowie die mechanischen Elemente zur Aufnahme der Mülltonnen mit elektrischer Energie funktionieren, wird eine deutlich geringere Lärmbelastung erzielt und lokale Emissionen und sowie Leerlauf bei Stillstand werden vollkommen vermieden. PVI hat beim Design der Fahrzeuge darauf geachtet, mit herkömmlichen Müllwagen vergleichbare Leistungen zu erreichen. Es wird eine Leerfahrtgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h bei voller Ladung erreicht. Ein weiterer Vorteil ist das Anlaufmoment von 100%. So können die Fahrer in zwei Fahrten ein Ladegewicht von 16 Tonnen aufnehmen. Das modulare Plug-In-Paket wurde so konzipiert, dass es ausgetauscht oder zwischen zwei Fahrten an einem Tag teilweise wieder aufgeladen werden kann, wodurch die Leistungskapazität verdoppelt wird. Dank der integrierten Getriebekinematik von PVI ist das Müllauto ausserdem in der Lage, mit voller Ladung steile Strassen hochzufahren, ohne den Stadtverkehr zu behindern.

Dow Kokam stattet jeden der Müllwagen mit einem kompletten Akkusystem aus, das aus fünf Reihen mit sieben Akkupacks (was 250 Kilowattstunden entspricht) besteht. Des Weiteren sorgt das Unternehmen für die Energiemanagementkapazität sowie das gesamte Akkuverwaltungssystem. Die Akkusysteme werden in Frankreich im Produktionswerk Le Bouchet (Vert-le-Petit, Essonne) montiert.

Für das grossformatige prismatische Akkusystem von Dow Kokam hat sich PVI vor allem wegen der Lebensdauer von 10 Jahren sowie der hohen Energiedichte (140 Wattstunden pro Kilogramm spezifischer Energie) bei herausragender Energie-/Leistungsbilanz (140 Watt Spitzenleistung) entschieden. Durch die hochentwickelten flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Akkupacks sowie das ausgezeichnete Wärmemanagement des Dow-Kokam-Systems können die Fahrzeuge bei äusserst unterschiedlichen Temperaturen genutzt werden und eignen sich somit sowohl für den Einsatz im äussersten Norden Europas als auch in den südlichsten Regionen.

Die Akkus von Dow Kokam weisen eine Zuverlässigkeit auf, der 10 Jahre erwiesene Leistung in anspruchsvollen Anwendungen zugrunde liegt. Die Möglichkeiten der Systemintegration wurden auf mehr als 1 Million Kilometern auf der Strasse rigoros getestet. Die Technologie von Dow Kokam wird als primäre Energiequelle in leistungsstarken Geräten im Bereich von Transport, Seefahrt, Luftfahrt, Verteidigung und High-End-Industrieprodukten eingesetzt.

"Was wir hier geschafft haben zeigt, dass es heute durchaus hochentwickelte Lösungen für Akkus gibt, die sich für die gewerbliche Branche sowie für Flotten eignen", bemerkte Jean-Francois Herchin, Vice President von Dow Kokam. "PVI hat sich für Dow-Kokam-Technologie entschieden, weil sie über die grösstmögliche Menge an Nutzenergie verfügen und gleichzeitig die nötige Leistung und Beschleunigung für ihr massives 26-Tonnen-Fahrzeug gewährleisten wollten."

Das mit Dow-Kokam-Akkutechnologie betriebene Fahrzeug von PVI ist das erste vollkommen elektrische Müllauto der Welt, das dem Leistungsniveau konventioneller Nutzfahrzeuge nicht nachsteht. Zum ersten Mal soll das Fahrzeug von SITA Ile-de-France Anfang 2011 in Courbevoie bei Paris eingesetzt werden. Noch vor Ende des Jahres 2011 soll täglich ein Fuhrpark aus 11 Fahrzeugen im Einsatz sein.

Informationen über PVI

PVI hat sich auf die Entwicklung und Produktion kleiner und mittlerer Auflagen von Industriefahrzeugen für den Transport und städtische Arbeiten spezialisiert. Das Unternehmen profitiert von über 20 Jahren unvergleichlichen Know-Hows und unangefochtenen Rufs im Bereich der alternativen Energiequellen und dem Einsatz elektrischer Energie in Industriefahrzeugen für Städtereinigung, Auslieferung und Versorgung sowie in Bussen. Ergänzt wird diese Erfahrung durch die Rückmeldungen über mehrere Hundert Elektrofahrzeuge, die täglich in Frankreich und anderen Teilen Europas im Einsatz sind. Auf der Grundlage dieser technologischen und industriellen Errungenschaften erstellt PVI Lösungen für elektrische Energie in Industriefahrzeugen für Erstausrüster und Partner in Europa und anderen Teilen der Welt.

Informationen über Dow Kokam

Dow Kokam liefert technologisch hochentwickelte und finanziell realisierbare Akkulösungen für die Transport-, Verteidigungs-, Industrie- und Medizinbranche. Durch den Zusammenschluss von Dow, TK Advanced Battery und Dassault SVE entsteht der erste Hersteller für Batterie- und Energiemanagementsysteme, der durchführbare, skalierbare Grossformat-Batterietechnologie mit den nötigen Voraussetzungen im Hinblick auf Marktkonzession, Produktionsexpertise und Marktkenntnis vereint und dadurch zum klaren Partner der Wahl für verschiedenste Branchen wird. Dow Kokam wurde 2009 zur Entwicklung und Herstellung hochentwickelter Energiespeichertechnologien für die

Transport- und andere Branchen gegründet. Inhaber des Unternehmens sind The Dow Chemical Company, TK Advanced Battery LLC und Groupe Industriel Marcel Dassault.

ANSPRECHPARTNER PRESSE:

Frankreich
Anne Hardy
H&B Communications
+33(0)1-58-18-32-51
a.hardy@hbcommunication.fr
USA
Erik Moser
GolinHarris
+1-312-729-4395
emoser@golinharris.com

Anne Hardy | H&B Communications
Weitere Informationen:
http://www.dowkokam.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Hochschule Bochum und thyssenkrupp präsentieren Solar-Sportcoupé
06.07.2017 | Hochschule Bochum

nachricht Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit
28.06.2017 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie