Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zierblenden aus TPU verleihen neuen Reifen Nostalgielook

17.01.2005

Oldtimerfans wissen ein Lied davon zu singen: Originalreifen mit Weißwandstreifen sind für ihre liebevoll gepflegten Schätze - wenn überhaupt - nur sehr schwer und dann sehr teuer zu bekommen. Eine elegante und preiswertere Alternative sind Zierringe aus Kunststoff, die sich so schnell wie Radkappen an den Stahlfelgen heutiger schlauchloser Reifen befestigen lassen und dem Pneu einen täuschend echten "alten Glanz" verleihen. Ein Hersteller solcher Ringe ist die Gronauer Firma Ravus, die dafür das thermoplastische Polyurethan (TPU) Desmopan® der Bayer MaterialScience AG einsetzt. "Dieser Werkstoff ist besonders abriebfest. Deshalb sind die Ringe im Gegensatz zu entsprechenden Pendants aus Kautschuk wesentlich verschleißfester. Außerdem sitzen sie wegen der hohen Steifigkeit und des zugleich hohen Rückstellvermögens des Kunststoffs sehr fest am Rad", erläutert Reinhard Vorrink, Inhaber von Ravus. Für die lange Lebensdauer der Ringe sorgt neben der großen chemischen Beständigkeit und UV-Stabilität auch die hohe Schlagzähigkeit, Reiß- und Weiterreißfestigkeit des TPU-Materials.

Die einfache Montage der Blenden erfolgt rein mechanisch am stehenden, nicht angehobenen Fahrzeug und kommt ohne den Einsatz von Spezialwerkzeug und ohne einen Klebe- oder Vulkanisierschritt aus. Der Weißwand-Zierring wird zunächst zusammen mit einem Unterring von außen in das Felgenhorn eingelegt. Danach wird ein Felgenzierring aus Stahl montiert, der den Weißwandring fest fixiert. Der Unterring verhindert, dass Weichmacher und Ruß vom Reifen den Weißwand-Zierring verschmutzen. Außerdem stellt er sicher, dass die Reifenseite nicht unter Abscheuerungen leidet.

... mehr zu:
»Kunststoff »TPU »Zierblende

Dass die Zierblenden wirklich fest sitzen und einiges einstecken können, bewiesen sie während einer 5.500 Kilometer langen Extremtour. Montiert auf einem Volvo Amazon, überstanden sie eine Fahrt, die von den Niederlanden aus quer durch die marokkanische Wüste auf den Pisten der Kashba-Route zur Erg Chebbi, der größten Sanddüne Marokkos, und wieder zurück führte. Im "normalen" Straßenverkehr sind sie für eine maximale Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern ausgelegt. Abnehmer gibt es mittlerweile nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und Australien.

Statt in Weiß können die Zierblenden auch in anderen Farben hell eingefärbt werden. Denn die zu ihrer Herstellung verwendete aliphatische Variante von Desmopan® ist lichtecht und vergilbt daher nicht unter Einfluss von Sonnenlicht. Ein Bedrucken ist ebenfalls möglich. "Deshalb bieten sich unsere Reifenzierringe als Werbeträger für Pkw und Lkw an. Sie könnten zum Beispiel den Schriftzug einer Firma, einen Werbeslogan oder das Logo eines Fußballvereins tragen", so Vorrink.

Infos zu den Reifenblenden und Tips zu ihrer Montage gibt es unter www.ravus.de.

News und Informationen über Produkte, Anwendungen und Services der Bayer MaterialScience AG sind unter "www.bayermaterialscience.de" zu erhalten.

| BayNews Redaktion
Weitere Informationen:
http://www.bayermaterialscience.de
http://www.ravus.de

Weitere Berichte zu: Kunststoff TPU Zierblende

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie