Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ziel: Neue Dieselkatalysatoren

16.04.2002


hte Aktiengesellschaft leitet öffentlich gefördertes Verbundprojekt zur Schadstoffreduzierung von Dieselmotoren - Aus der Universität Heidelberg sind Teams von Prof. Dr. Jürgen Warnatz und Prof. Dr. Jürgen Wolfrum beteiligt

hte Aktiengesellschaft gibt die Etablierung eines Verbundprojekts zur Entwicklung neuer Dieselkatalysatoren bekannt, mit deren Hilfe Stickoxide (NOx) und Rußpartikel simultan aus dem Abgas von Diesel-Pkw entfernt werden sollen. Dem Verbundprojekt gehören die Automobilhersteller DaimlerChrysler AG und Volkswagen AG sowie die Zulieferer und Forschungsunternehmen Robert Bosch GmbH, OMG AG & Co. KG vormals dmc² und hte Aktiengesellschaft an. Die akademische Seite ist durch die Universität Heidelberg (Prof. Warnatz und Prof. Wolfrum), die Technische Universität Karlsruhe (Prof. Bockhorn), die Universität Leipzig (Prof. Papp) und die Universität Stuttgart (Prof. Eigenberger) vertreten. Die Gestaltung des Verbundprojekts erfolgte im Rahmen des "Competence Network for Catalysis (ConNeCat)", das von der deutschen DECHEMA e.V. koordiniert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Dabei steht eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft, die durch eine fachübergreifende Herangehensweise getragen wird, im Vordergrund.

Dr. Wolfgang Steiger von Volkswagen merkt an: "Eine effiziente Nachbehandlung von Dieselmotor-Emissionen ist für die Einhaltung zukünftiger Emissionsgesetzgebungen unabdingbar und stellt eine bedeutende technisch-wissenschaftliche Herausforderung dar. Wir hoffen, in einer dynamischen Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern und unterstützt durch das BMBF einen substantiellen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten zu können."

"Für die vielschichtigen Anforderungen der Zukunft ist es notwendig, dass Fahrzeughersteller, Zulieferindustrie, Forschungseinrichtungen und staatliche Forschungsförderung zur Sicherung einer nachhaltigen Mobilität eng und zielorientiert zusammenarbeiten", betont Dr. Bernd Krutzsch von DaimlerChrysler.

"Wir haben ein klares Projektziel vor Augen," fügt Dr. Christelle Oediger von der Robert Bosch GmbH hinzu, "und unser Team kombiniert Forschungskompetenz mit dem notwendigen Industriewissen und modernster Technologie. Durch die Anwendung von Hochdurchsatz-Technologien wird die Wahrscheinlichkeit wesentlich vergrößert, neue, effektive Abgasnachbehandlungssysteme zu entwickeln."

"Die Zusammenarbeit mit diesen Partnern aus Industrie und Wissenschaft auf einem für die Abgasreinigung herausragenden Forschungsgebiet stellt für uns ein wichtiges Projekt in unserer Gesamtstrategie dar. Wir werden gemeinsam an neuen Katalysatorsystemen arbeiten, die für die mobile Zukunft gebraucht werden", stellt Dr. Jürgen Gieshoff von der OMG AG und Co KG fest.

Das Verbundprojekt verbindet die Stärken renommierter Forschungsabteilungen aus den Bereichen der Simulation, Oberflächenphysik, Hochdurchsatz-Technologien, angewandte Katalyse und Ingenieurwissenschaften. Dr. Olaf Deutschmann von der Universität Heidelberg führt an: "Bei der Entwicklung der neuen Diesel-Katalysatoren setzen wir auf eine wissensbasierte Methodik, in die unter anderem die molekulare Simulation, grundlegende Oberflächenuntersuchungen, elementar-kinetische Studien und praxisnahe Messungen mittels Hochdurchsatz-Technologien einfließen werden."

Dr. Dirk Demuth von der hte Aktiengesellschaft kommentiert: "Wir wissen das gezeigte Vertrauen unserer Partner aus Industrie und Wissenschaft in unsere Hochdurchsatz-Forschung zu schätzen. Es ist ein Privileg, als Koordinator in einem solch außerordentlich starken Projektteam zu fungieren. Das hohe Engagement, mit dem die DECHEMA das "ConNeCat" Competence Network koordiniert, hat bei der erfolgreichen Strukturierung dieses Verbundprojekts und der Definition der Projektinhalte eine wichtige Rolle gespielt."

Die gesamte Projektierungsphase sowie auch die sorgfältige Begutachtung des Projektantrags, an dem sich sowohl nationale als auch internationale Juroren beteiligten, ist aktiv von der DECHEMA unterstützt worden. Die gemeinsame Forschungsarbeit beginnt im Frühjahr 2002 mit einem Gesamtbudget von 3,5 Mio. Euro, von denen etwa 2,5 Millionen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen werden. Das Projekt wird während der Laufzeit durch den Projektträger Jülich betreut.

hte Aktiengesellschaft - the high throughput experimentation company

hte Aktiengesellschaft ist ein unabhängiges High-Science/High-Technology-Unternehmen, das Pionierarbeit für die Entwicklung relevanter Technologien zur beschleunigten Entdeckung und Optimierung neuer Materialien für spezifische industrielle Anwendungen leistet. hte besitzt Niederlassungen in Heidelberg, Princeton (USA, New Jersey) und San Diego (USA, California) und hat bereits strategische Kooperationen mit BASF Aktiengesellschaft (Ludwigshafen), Chevron Research and Technology Company (USA, Richmond) und Degussa Aktiengesellschaft (Düsseldorf) sowie zur Softwareentwicklung mit Accelrys Inc. (USA, San Diego) bekannt gegeben.

Kontakt für zusätzliche Informationen:
Dr. Wolfgang Strehlau, hte Aktiengesellschaft, Kurpfalzring 104, 69123 Heidelberg


Tel. 06221 74970, Fax 74 97134 
Wolfgang.Strehlau@hte-company.de

Prof. Dr. Jürgen Wolfrum, Physikalisch-Chemisches Institut der Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 253, 69120 Heidelberg
Tel. 06221 548462 oder -63, Fax 544255 


wolfrum@urz.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.hte-company.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften