Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weniger Kraftstoff als Ziel - Universität Stuttgart baut Europas größten Fahrsimulator

19.03.2009
Am Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart wird derzeit ein extrem leistungsfähiger Fahrsimulator aufgebaut, mit dem intelligente Fahrerassistenzsysteme zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs entwickelt werden können.

Dies gelingt durch die detaillierte Nachbildung des visuellen, akustischen und haptischen Umfelds. Der neue Fahrsimulator mit acht Freiheitsgraden (das bedeutet acht Bewegungsrichtungen) wird die größte Anlage dieser Art an einer europäischen Forschungseinrichtung darstellen.

Die Errichtung erfolgt im Rahmen des interdisziplinären, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,7 Millionen Euro unterstützten Forschungsvorhabens VALIDATE.

VALIDATE (Virtual Automotive Lab for Integrated Digital Automation Technologies) wurde im Juli 2008 im Rahmen der Hightech-Strategie und des Forschungsprogramms IKT 2020 der Bundesregierung an der Universität Stuttgart gestartet. Beteiligt sind außer dem IVK das Institut für Straßen- und Verkehrswesen (ISV), das Institut für Höchstleistungsrechnen (IHR) und das Höchstleitungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS). Ziel des Vorhabens ist die Bereitstellung einer Forschungsplattform für innovative Fahrzeugantriebe und Fahrerassistenzsysteme. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Senkung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen von Pkw und Nutzfahrzeugen.

Weiterer Bestandteil des Projekts ist ein Messfahrzeug, mit dem die Energieflüsse und die Aktivitäten des Fahrers bei Fahrten im alltäglichen Fahrbetrieb exakt erfasst werden können, um Einsparpotenziale zu identifizieren. Dabei werden auch die Einflüsse der Straße und des Verkehrs berücksichtigt. Mit einem vorhandenen Antriebsstrangprüfstand können auch reale Komponenten wie zum Beispiel Verbrennungsmotoren und Elektromaschinen in die Simulation einbezogen und interaktiv bezüglich ihres Verbrauchseinflusses analysiert und optimiert werden.

Durch Bündelung der umfangreichen Kompetenzen in den Bereichen Automobiltechnik, Verkehrsinfrastruktur und Virtuelle Realität wird eine Forschungsplattform geschaffen, die die führende Stellung der Universität Stuttgart in der Fahrzeugforschung und im Bereich der Simulationstechnologien national und international festigen wird.

Weitere Informationen bei Dr. Anne Carlsson, Projektleiterin VALIDATE Universität Stuttgart, Tel. 0711/685-68524, e-mail anne.carlsson@ivk.uni-stuttgart.de, sowie bei Dr. Gerd Baumann, Tel. 0711/685-68116, e-mail gerd.baumann@fkfs.de

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.validate-stuttgart.de
http://www.uni-stuttgart.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leichtbauteile für die Automobilindustrie schnell und günstig fertigen
16.11.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Kabeleigenschaften schnell und einfach bestimmen
02.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie