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03.11.2014

Feierliche Einweihung des modernisierten Fahrzeug-Windkanals der Universität Stuttgart

Der große Fahrzeug-Windkanal der Universität Stuttgart wurde nach mehrmonatigen Modernisierungsarbeiten durch das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) wieder in Betrieb genommen. Drei patentierte Weltneuheiten kommen im neuen Windkanal zum Einsatz.


Windkanal

Universität Stuttgart (FKFS)

Diese ermöglichen es, reale Straßengegebenheiten so präzise abzubilden wie nie zuvor. Der Windkanal verfügt als erster weltweit über ein modular aufgebautes Wechsel-Laufbandsystem für Serien- und Rennfahrzeuge sowie über einen Strömungsstabilisator und einen Seitenwindgenerator.

Ziele des modernen Fahrzeugbaus wie die Reduktion des CO2-Ausstoßes und der Eigengeräusche eines Fahrzeugs sowie die Steigerung der Kosteneffizienz durch Optimierung beim Strömungswiderstand und im Entwicklungsprozess werden durch die neue Stuttgarter Prüf- und Messeinrichtung noch besser erreichbar.

Am Montag, dem 3. November 2014, fand auf dem Vaihinger Campus die feierliche Einweihung des modernisierten Fahrzeug-Windkanals auf Einladung der Universität Stuttgart und des FKFS in Anwesenheit zahlreicher Festgäste aus Wissenschaft, Automobilindustrie und Politik statt.

In seiner Begrüßung bezeichnete Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, den Windkanal als ein exponiertes Beispiel für die Tradition großartiger Forschungsleistungen der Universität Stuttgart im Bereich der Fahrzeug- und Motorentechnik:

„Der modernisierte Windkanal steht in einer Reihe mit dem Stuttgarter Fahrsimulator oder den Fahrzeugprüfständen für unterschiedliche Antriebsarten und vielen weiteren High Tech-Anlagen, die die Universität vorweisen kann, um in Zukunft nicht nur mit der eigenen Forschung vorne zu bleiben, sondern auch um mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft zu kooperieren“, so Ressel.

Der Rektor lud die anwesenden Industrievertreter dazu ein, das Prinzip der public-private-partnership, das am Windkanal so eindrucksvoll demonstriert worden sei, auch auf weitere Bereiche der Automobilforschungs- und Entwicklungsarbeit auszudehnen.

"Für moderne Autos wird es immer wichtiger, über eine verbesserte Aerodynamik den Luftwiderstand zu reduzieren. Und als Politiker weiß ich ja, wie wichtig es ist, Widerstände zu überwinden", sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid. "Im Bereich der Mobilität bedeutet ein geringerer Widerstand: Dadurch wird Kraftstoff gespart und die Reichweite von Elektroautos verlängert.

Der modernisierte Windkanal hier am FKFS leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Automobilstandortes. Er passt gut zur Strategie der Landesregierung, Baden-Württemberg zum Vorreiter für nachhaltige Mobilität zu machen."

Prof. Jochen Wiedemann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart und Vorstand des FKFS, erläuterte die Modernisierung des Windkanals und bedankte sich bei den langjährigen Vertragskunden Adam Opel AG, Daimler AG und MTS Systems Cooperation, die den Windkanal und seine fortlaufende Modernisierung erst möglich machten.

Es wies darauf hin, dass für die nunmehr dritte Modernisierung des Windkanals insgesamt 15 Millionen Euro investiert wurden, und beschrieb die technische Weiterentwicklung: „Bei den Neuerungen, die so innovativ und uns so wichtig waren, dass wir sie mit eingetragenen Warenzeichen und drei Patenten geschützt haben, ging es uns darum, den industriellen Mess- und Forschungsbedarf der Zukunft vorauszusehen. Es ist uns gelungen, mit unserer neuen Windkanaltechnik die Realität der Straßenfahrt so genau wie nie zuvor darzustellen“, so Wiedemann.

Weitere Informationen:

Dr. Hans-Herwig Geyer, Hochschulkommunikation der Universität Stuttgart, Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer@hkom.uni-stuttgart.de

Armin Michelbach, Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen der Universität Stuttgart, Tel: 0711/63110, E-Mail: armin.michelbach@ivk.uni-stuttgart.de

Andrea Mayer-Grenu | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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