Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VW entwickelt einen Hybrid-Antrieb, der 50 Prozent kleiner und leichter ist, als Wettbewerbs-Systeme

17.11.2006
AUTOMOBIL-PRODUKTION: Hybrid-Sensation

Überraschung aus Wolfsburg: Volkswagen arbeitet mit Hochdruck an einem Hybridantrieb auf Basis des Golf, der kompakter, 50 Prozent kleiner und rund die Hälfte leichter ist, als bisher bekannte Systeme. Bis zu 25 Prozent Kraftstoff sparte VW in ersten Tests, wie das Unternehmen in der kommenden Ausgabe des Branchenmagazins AUTOMOBIL-PRODUKTION berichtet.

Basis ist ein stufenlos schaltendes elektrisches Getriebe, das heutige konventionelle Schalt- oder Automatikgetriebe ersetzt und auf ein aufwändiges Zahnräder-Werk - wie derzeit auch bei Hybrid-Pionier Toyota im Einsatz - verzichtet. Weitere Vorteile gegenüber Toyota: Der Hybrid spart nicht nur im Stadtzyklus, sondern auch auf Langstrecken. Fällt die Batterie aus, bleibt das Fahrzeug dennoch mobil. Die variable Übersetzung des Getriebes erlaubt zudem sowohl Kriechfahrten im Gelände, als auch Autobahnfahrten mit großer Übersetzung. Anders als beim Toyota-Konzept erreichen die VW-Ingenieure so niedrige, verbrauchssenkende Motordrehzahlen selbst bei schneller Fahrt.

In einem einzigen Gehäuse, das nicht größer als das eines Viergangschaltgetriebes ist, lässt sich die VW-Erfindung auf verschiedene Varianten von Hybridantrieben in einem System auslegen: vom Microhybrid mit Start-Stopp-Funktion über den Mildhybrid, der zudem als E-Turbo fungiert und Bremsenergie zurückgewinnt, bis zum Fullhybrid, mit dem sich einige Kilometer rein elektrisch fahren lassen. Die Wahl der Varianten hängt laut VW lediglich von der Größe der Zusatzbatterie ab. Zum Vergleich: Die Hybridkooperation von BMW, DaimlerChrysler und GM setzt, wie Toyota, auf einen Fullhybrid. Nachteil: Das deutsch-amerikanische System wiegt ohne Batterien zirka 130 Kilogramm. Die VW-Entwicklung bringt dagegen nur rund 65 Kilogramm auf die Waage und ist damit rund 35 Kilogramm leichter als ein Toyota-Prius-Antrieb.

Die Wolfsburger nennen ihre Entwicklung 'Mega', eine Abkürzung für Magnetisch-Elektrischer Getriebe-Automat. Mega spart - auch ohne Hybridfunktionen - zehn Prozent Kraftstoff gegenüber einem konventionellen Antrieb. Um weitere fünfzehn Prozent sinkt der Verbrauch durch die Hybridfunktionen.

AUTOMOBIL-PRODUKTION, das führende Branchen-Wirtschaftsmagazin für die Automobil- und Zuliefererindustrie erscheint monatlich in der verlag moderne industrie GmbH (mi), Landsberg. mi gehört zur Mediengruppe Süddeutscher Verlag SV.

Markus Schöttle | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.automobil-produktion.de/entwicklung.php

Weitere Berichte zu: Automobil-Produktion Batterie Getriebe Hybridfunktionen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie