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Virtuelle Konstruktionsassistenten helfen fachkundig beim Automobilbau

01.04.2008
Avatare sind virtuelle Charaktere mit menschlichen Zügen, die sich im Internet zunehmender Beliebtheit erfreuen. Das Einsatzgebiet dieser Kunstfiguren reicht vom animierten Sportreporter, der Szenen beobachtet und Bericht erstattet, über den Onlineshopping-Berater, der durch kundenspezifische Ansprache durch das Warensortiment führt, bis hin zum computeranimierten Therapeuten.

Die Echtheit der virtuellen Gesprächspartner ist verblüffend, denn sie verfügen bei der Interaktion mit den Benutzern nicht nur über Fachkompetenz, sondern ihre Dialogbeiträge werden zusätzlich durch passende Mimik und Gestik unterstützt.

Dies ist auch bei den virtuellen Charakteren Jara und Taron der Fall, die im Konstruktionslabor eines Automobilherstellers „leben“ und ausgewiesene Automobilspezialisten sind. Unter ihrer fachkundigen Anleitung können Besucher des VirtualConstructor-Exponats mit zehn Autoteilen im Maßstab 1:5,5 und fünf Positionen auf einem Konstruktionstisch über 800.000 Varianten eines dreidimensionalen Auto-Puzzles erzeugen, wobei 30 davon als sinnvolle Fahrzeugmodelle zum Erfolgserlebnis führen. Dabei helfen die lebensgroß projizierten fotorealistischen Figuren durch gezielte Hinweise beim Zusammenbau neuer Modellvarianten und geben laufend Rückmeldungen zum Baufortschritt. Zusätzlich zu den Konstruktionshilfen berichten die Kunstfiguren über neueste Forschungsergebnisse beispielsweise zu Fahrerassistenzsystemen oder erläutern bei passender Gelegenheit aktuelle Konzepte, etwa zur Erhöhung der Unfallsicherheit.

Faszinierend sind die Möglichkeiten zur Selbsterklärung der virtuellen Menschen, wenn diese ihre Sprach- und Graphiksoftware, die ihnen das Leben einhaucht, verständlich machen. Durch die Interaktion der Präsentationsagenten mit ihrem menschlichen Gegenüber entsteht der Eindruck einer tatsächlichen Gesprächssituation. Besucher haben somit das Gefühl, dass Jara und Taron sie beobachten, ihre Aktionen verstehen und kommentieren.

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Was sich einfach anhört ist in der Umsetzung sehr komplex, da eine schnelle Verarbeitung verschiedenster Aufgaben in Echtzeit zu bewältigen ist. Die Kunst liegt in der Kombination neuester RFID-Technologie zur automatischen Situationserkennung, der darauf abgestimmten Echtzeitanimation eines photorealistischen Charakters und der koordinierten Sprachsynthese in Verbindung mit der intelligenten Planung der Dialoge. Zusammen mit der spielerischen Wissensvermittlung über innovative Automobiltechnologien stellen diese Komponenten eine Weltneuheit auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz dar.

Die interaktive Installation, die von drei Computern parallel gesteuert wird, schafft eine neue Dimension des intelligenten Edutainment. Neuartig an diesem hochkomplexen KI-System ist – im Gegensatz zu den bisherigen virtuellen Menschen in Filmproduktionen oder Computerspielen – dass die virtuellen DFKI-Charaktere Jara und Taron sich nicht nach einem festen Drehbuch immer gleich verhalten, sondern mit ihren Dialogbeiträgen, ihrer Gestik und Mimik intelligent auf das Verhalten der Besucher reagieren und dabei sogar das aktuelle Wetter, den Wochentag und die Tageszeit berücksichtigen. Auf diese Weise werden sie zu interessanten Kommunikationspartnern.

Infobox

VirtualConstructor wurde als Tandemprojekt des DFKI und der Autostadt des Volkswagen Konzerns entwickelt und basiert auf Ergebnissen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts VirtualHuman. Seit April 2006 ist diese innovative Attraktion als Dauerexponat in der Autostadt in Wolfsburg zu besichtigen.

Kontakt:
Dr. Alassane Ndiaye
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI
Stuhlsatzenhausweg 3
66123 Saarbrücken
Telefon: 06 81/3 02-53 96
E-Mail: Alassane.Ndiaye@dfki.de

Helga Hansen | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

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