Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verwendung von Lasertechnologie zur Beseitigung von Bremsgeräusch

09.01.2004


Ein Konsortium belgischer und deutscher Forscher hat eine neue Reihe von Lasertechnologie-Instrumenten hergestellt, um die Lärmbelästigung durch quietschende Bremsen von Fahrzeugen und Zügen zu beseitigen.

... mehr zu:
»Auweraer »Bremsgeräusch »LMS

Bremsenquietschen ist jedoch nicht nur ein unangenehmes Geräusch, sondern es verursacht auch eine verminderte Leistungsfähigkeit des Systems und führt zu enormen Garantieauszahlungen in der Automobilindustrie. In diesem Zusammenhang haben die Partner im Rahmen des EUREKA-Projekts BRAKE NOISE versucht, die Qualität von Bremskonstruktionen zu verbessern, um die Kosten für die Fahrzeughersteller zu senken.

Im Laufe des Projekts haben das deutsche multinationale Unternehmen Bosch, das belgische Unternehmen LMS International und die Freie Universität Brüssel Produkt-Know-how, Computermodellierungsmethoden und Grundlagenforschung zusammengelegt, um mehr über den Ursprung und die Art des Bremsgeräuschs zu erfahren.


Es wurden Versuche durchgeführt, um den Grund für die Erzeugung des Bremsenquietschens zu untersuchen. Dabei kam die Laser-Vibrometrie, eine von LMS entworfene Technik, die einen Laserstrahl zur Messung von Vibrationen verwendet, zum Einsatz. "Wir haben entdeckt, dass neben dem Bremsdruck die Dynamik des umgebenden Aufbaus der wichtigste Parameter ist, der sich auf die Quietschfrequenz auswirkt", so Dr. Herman Van der Auweraer, Leiter für Forschung und Technologieentwicklung bei LMS.

"Da das Bremsen bei einem sehr niedrigen Druck beginnen kann, hat ein Fahrer keinen Einfluss darauf", erklärt er. "Die Bremskonstruktion selbst, einschließlich des Aufbaus, muss angepasst werden, um das Quietschen zu beseitigen. Daher sind Computermodelle des vollständigen Bremssystems während der tatsächlichen Bremsaktion so wichtig, da Konstruktionsalternativen bewertet werden können, ohne dass sie tatsächlich hergestellt werden."

Durch Reibung verursachte Vibration, der Grund für das Bremsenquietschen, ist ebenfalls ein ernsthaftes Problem für viele industrielle Anwendungen, die Systeme mit rotierenden oder gleitenden Teilen wie Rad-/Schienesysteme, Turbinenschaufelverbindungen, elektrische Motorantriebe und Werkzeugmaschinen enthalten.

LMS vermarktet die Ergebnisse des Projekts durch die Herstellung von Software Tools und die Entwicklung von Ingenieurleistungen. "Wir integrieren die Projektergebnisse in eine spezielle Reihe von Mess- und Analyseinstrumenten, die auf die Bremsenindustrie abzielen. Darüber hinaus sind wir in der Lage, eine Vielzahl von großen Bremsgeräusch-Beratungsprojekten für Bremsen- und Fahrzeughersteller durchzuführen", so Dr. Van der Auweraer.

| cn
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:21404&TBL=DE_NEWS

Weitere Berichte zu: Auweraer Bremsgeräusch LMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Neue Akzente für das Ambiente im Automobil
19.09.2017 | Schott AG

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz