Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Überall und jederzeit online – Frauen legen viel Wert auf Mobile Connectivity im Auto

04.12.2013
Der Automobilmarkt ist hart umkämpft, die Absatzzahlen des Vorjahres werden nur mühsam erreicht.

Um für den Kunden attraktiv zu bleiben, bietet die Automobilwirtschaft ständig absatzfördernde Innovationen. Dabei ist vor allem die Zielgruppe der „Digital Natives“, also der 18- bis 29-Jährigen, interessant.


Frauen wünschen sich für ihr Auto offene Lösungen im Bereich der Multimedialität.

Hochschule Niederrhein

Eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Frau und Auto an der Hochschule Niederrhein zeigt auf, dass der Ausbau der sogenannten Mobile Connectivity eine mögliche Lösung für die Automobilindustrie sein könnte.

Zunächst hat das Team um Professorin Doris Kortus-Schultes Autofahrerinnen und Autofahrer im Alter bis 30 Jahren gefragt, zu welchem Zweck sie ihr Smartphone außerhalb und innerhalb des Fahrzeuges nutzen. Dabei stellte sich heraus, dass Frauen ihr Smartphone im Vergleich zu Männern generell häufiger nutzen. Es hat sich gezeigt, dass das Mobiltelefon innerhalb des Autos von Frauen häufiger eingesetzt wird, um zu telefonieren, für GPS-Funktionalitäten (Navigation etc.), SMS, Messenger Dienste (z.B. What’s App) und Facebook.

Allerdings kann die Nutzung der favorisierten Dienste während der Fahrt die Sicherheit im Straßenverkehr gefährden. Zwar gibt es für Telefonate mittlerweile gut funktionierende Freisprecheinrichtungen, doch SMS, Messenger Dienste und Facebook sind während der Fahrt nicht ohne weiteres zu bedienen. Entsprechend fallen die Verbesserungswünsche aus. Für ihre Nutzung des Smartphones im Auto wünschen sich die „Digital Natives“ mehr Sprachausgabe bzw. mehr Sprachsteuerung. Im Einzelnen nannten die Befragten folgende Funktionalitäten: Spracherkennung für SMS, Spracherkennung für Facebook und Spracherkennung für Navigationsfunktionen, Chatten können (d.h. weniger Einfluss von Hintergrundgeräuschen im Auto).

Ebenfalls untersucht wurde, welche mobilen Anwendungen (Apps) im Auto genutzt werden. Die am häufigsten angegebene App war der Social Blitzmelder, obwohl so gut wie alle Befragten wissen, dass diese Art von Apps verboten ist. Es folgten Apps für günstige Tankstellen, für Staumeldungen in Echtzeit sowie Video-Calls während der Fahrt.

„Die jungen Menschen von heute wollen immer online sein, auch während der Autofahrt. Doch die Automobilindustrie kommt diesem Wunsch noch nicht nach. Doch der Innovationsdruck kommt an dieser Stelle eindeutig aus den Massensegmenten, über die überwiegend jungen und/oder technikaffinen Fahrerinnen und Fahrer der Klein-/Kompakt- und Kleinstwagenklasse“, sagt Kortus-Schultes. Und in diesen Segmenten sind die Fahrerinnen und Fahrer weit weniger markenloyal als in den Premiumklassen.

„Während früher Infotainment-Lösungen ein nettes Beiwerk waren, stellen die angebotenen Lösungen und deren nahtlose Integration in die individuelle Connectivity der jungen Fahrerinnen und Fahrer das kaufentscheidende Argument dar“, fasst Kortus-Schultes zusammen. Für die Autoindustrie bleibt also festzuhalten, dass offene Lösungen im Bereich der Multimedialität bzw. Mobilen Connectivity eine sehr gute Möglichkeit darstellen, junge Kunden für die eigene Marke zu begeistern.

Die komplette Studie ist als Band 11 in der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Frau und Auto erschienen und über die Webseite zu beziehen: www.frau-und-auto.hsnr.de

Pressekontakt: Tim Wellbrock, Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 02151 822-2934, E-Mail: tim.wellbrock@hs-niederrhein.de

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit