Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Ilmenau an Europäischem Elektrofahrzeug-Konsortium beteiligt

11.10.2011
Die Technische Universität Ilmenau beteiligt sich an einem Konsortium von elf europäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft, das integrierende Bauteile für Elektrofahrzeuge entwickeln oder optimieren wird.

Das Projekt E-VECTOORC (Electric-Vehicle Control of Individual Wheel Torque for On- and Off-Road Conditions) wird Fahrzeugregelsysteme bearbeiten wie das Antiblockiersystem für Bremsen (ABS), die Fahrdynamikregelung (ESP), die Traktionskontrolle, die Verteilung der Drehmomente auf einzelne Räder (Torque Vectoring) und so genannte Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), also hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme.


Grafik Elektroauto
© E-VECTOORC

Die im E-VECTOORC-Projekt entwickelten Technologien werden einer breiten Palette an Elektrofahrzeugen zur Verfügung stehen, von kleinen Stadtfahrzeugen bis hin zu Geländewagen.

Die TU Ilmenau ist innerhalb des Projektes für die Entwicklung der Bremsregelung zuständig. Die Wissenschaftler des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik werden beispielsweise Regelalgorithmen zur effektiven Bremsung aufstellen, das heißt, sie entwickeln mathematische „Handlungsvorschriften“ für ein optimales Zusammenspiel von Radnabenmotor und Reibbremsen. Zur Entwicklung des neuartigen Bremssystems werden die Forscher einen Hardware-in-the-loop-Prüfstand aufbauen, also einen Simulationsprüfstand, bei dem lediglich ein Hardwareteil real vorhanden ist, der Rest des Autos aber virtuell am Computer aufgebaut wird. Anhand der gewonnenen Ergebnisse werden die Forscher anschließend Fahrdynamiksimulationen durchführen. Herzstück für alle experimentellen Untersuchungen, die innerhalb des E-VECTOORC-Projektes durchgeführt werden, ist ein Fahrzeugdemonstrator, der die Architektur von Antriebsträngen mit zwei, drei oder vier Elektromotoren simuliert.

Das öffentlich-private E-VECTOORC-Konsortium wird von der britischen University of Surrey koordiniert. Die TU Ilmenau ist neben der Erforschung von Bremssystemen für die gesamte Verwertung und Verbreitung der Forschungsergebnisse verantwortlich, also für die Öffentlichkeitsarbeit, für wissenschaftliche Veröffentlichungen, Kongresse und Patentanmeldungen.

Weitere Projektpartner sind Jaguar Cars und Land Rover (beide Großbritannien), Flanders’ Drive und Inverto (beide Belgien), Fundacion CIDAUT und Aragon Technology Centre (beide Spanien), Škoda Auto (Tschechien), Virtual Vehicle Competence Centre (Österreich) und TRW Automotive Lucas Varity (Deutschland). Das Projekt wird für drei Jahre durch das 7. Europäische Rahmenprogramm im Rahmen der European Green Cars Initiative gefördert.

Kontakt:
Valentin Ivanov
Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik
Telefon 03677 / 69-3869
Email: valentin.ivanov@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Informatiker der Saar-Uni verhindern Auto-Fernsteuerung durch Hacker
03.11.2016 | Universität des Saarlandes

nachricht Gewichtseinsparung durch lasergestützte Materialbearbeitung im Automobilbau
07.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie