Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spezial-Edelstahl bringt Vorteile für Kunden aus der Automobilindustrie

20.05.2008
"ThyssenKrupp Nirosta begegnet mit diesem neuen Werkstoff der steigenden Nachfrage der Kunden nach höherwertigen und gleichzeitig kosteneffizienten Werkstoffen", ist Gert Weiß, Leiter technischer Produktservice bei ThyssenKrupp Nirosta, überzeugt.

"Durch den zeitweise sehr hohen Nickelpreis standen unter anderem Hersteller von Auto-Abgassystemen, die schon heute in hohem Maße auf Edelstahl zurückgreifen, unter einem starken Kostendruck." Die Lösung: Im Rahmen einer umfassenden Innovationsstrategie zur Einsparung von Rohstoffen entwickelten Experten des Unternehmens einen neuen ferritischen Werkstoff (Nirosta 4607), der eine genauso gute Korrosionsbeständigkeit aufweist wie der bisher eingesetzte nickelhaltige Standardwerkstoff Nirosta 4301.

Der neue Werkstoff ist dabei aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung deutlich kostengünstiger. ThyssenKrupp Nirosta hat das Produkt bis zur Produktionsreife gebracht und bietet es jetzt erstmals auf dem europäischen Markt an.

"Der neue Werkstoff enthält kein Nickel", so Weiß: "Er ist damit im Gegensatz zu den überwiegend eingesetzten nickelhaltigen Edelstählen völlig unabhängig von der Höhe des Nickelpreises und dessen Schwankungen." Eine weitere Besonderheit: Nirosta 4607 ist der erste ferritische Edelstahl Europas, der die Korrosionsbeständigkeit von Nirosta 4301 erreicht, aber nicht nur ohne Nickel, sondern auch ohne das ebenfalls sehr teure Legierungselement Molybdän auskommt.

"Wir leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung für den Endkunden!" ist sich Gert Weiß sicher. Der neue Werkstoff kann immer dann eingesetzt werden, wenn zugleich die Umformbarkeit eines ferritischen Edelstahls ausreichend ist.

Über die Kosteneffizienz hinaus muss dieser Werkstoff auch gestiegene Anforderungen erfüllen: Insbesondere neue Motorengenerationen mit hoch entwickelten, effizienteren Abgastechnologien bringen weitaus höhere korrosive und thermische Beanspruchungen mit sich als ältere. "Die Herausforderung bestand darin, den Werkstoff einerseits für unsere Kunden kosteneffizient zu machen und andererseits die hohen Qualitätsanforderungen zu erfüllen", sagt Dr. Gabriele Brückner, Leiterin der Werkstofftechnik bei ThyssenKrupp Nirosta in Düsseldorf-Benrath.

"Das gute Ergebnis haben wir vor allem dem Know-how unserer Entwicklungsabteilung und ihrer langjährigen Erfahrung zu verdanken." Der Werkstoff verfügt nicht nur über eine hohe Korrosionsbeständigkeit, die sich problemlos mit gebräuchlichen teureren Werkstoffen messen kann, sondern auch über eine gute Hochtemperaturbeständigkeit vergleichbar dem bewährten Hochtemperaturwerkstoff Nirosta 4509. Deswegen eignet er sich auch insbesondere für die vorderen, heißen Bereiche des Abgassystems.

Durch das Hinzufügen anderer chemischer Elemente ist er darüber hinaus mit allen Verfahren schweißbar. "Die Kombination von Hochtemperatureigenschaften und Korrosionsbeständigkeit ist vor allem für Abgassysteme mit hoher Langlebigkeit optimal", so Dr. Gabriele Brückner weiter. Mit der Entwicklung des Werkstoffes hat das Unternehmen gezeigt, dass es auf Entwicklungen schnell und effektiv reagieren kann. Weiß: "Wir erwarten aufgrund der Eigenschaften und Kosteneffizienz unserer Werkstoffinnovation eine hohe Akzeptanz von Seiten des Marktes."

ThyssenKrupp Stainless AG
ZA Öffentlichkeitsarbeit/Vorstandsbüro
Erik Walner
Tel.: +49 203 52 - 45130
Fax: +49 203 52 - 45132
E-Mail: erik.walner@thyssenkrupp.com

Erik Walner | idw
Weitere Informationen:
http://www.thyssenkrupp-stainless.de

Weitere Berichte zu: Abgassystem Edelstahl Korrosionsbeständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik