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Siemens VDO erreicht im Wintertest der Elektronischen Keilbremse EWB die Verkürzung des Anhalteweges um rund 15 Prozent

02.04.2007
Auf Eis und Schnee reduziert die Elektronische Keilbremse EWB den Anhalteweg um rund 15 Prozent im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlicher Hydraulikbremse. Diese Ergebnisse erzielte der Automobilzulieferer Siemens VDO bei Intensivtests im schwedischen Arjeplog am Polarkreis. Der Elektronikspezialist bestätigt damit seine in der Simulation gewonnenen Daten in der Realität. Das neue Bremssystem wird 2010 serienreif sein.

Siemens VDO erzielte bei Wintertests der Elektronischen Keilbremse (Electronic Wedge Brake, EWB) Verkürzungen des Anhalteweges von rund 15 Prozent im Vergleich zu Fahrzeugen mit aktuellen Hydraulikbremsen. Bisher hatte der Automobilzulieferer Siemens VDO eine entsprechende Verbesserung des Bremsverhaltens nur in der Simulation ermittelt. Im Wintertest benötigten konventionell hydraulisch gebremste Fahrzeuge der Mittelklasse mit modernem ABS und Winterreifen auf Eis im Mittel rund 75 Meter, um aus einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern zum Stehen zu kommen. Der aktuelle Prototyp der Elektronischen Keilbremse EWB von Siemens VDO steht beim gleichen Test bereits nach 64,5 Metern. Während das EWB-Fahrzeug also bereits steht, hat das hydraulisch gebremste Fahrzeug noch eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Die Leistungsfähigkeit der EWB in dieser Situation zeigt ihr Potential auch für den Einsatz mit zukünftigen Fahrerassistenzsystemen. Diese können im Auto der Zukunft auf Basis der sich sehr schnell anpassenden elektronisch gesteuerten Bremse Unfälle noch effektiver vermeiden helfen - auch wenn die EWB die Gesetze der Physik nicht aushebeln wird.

Bei der Elektronischen Keilbremse EWB verbindet Siemens VDO Hochleistungselektronik mit einer Bremsenmechanik, die die Selbstverstärkung des Keilprinzips nutzt. Beim Bremsvorgang drückt ein Elektromotor den Bremsklotz, der mit einem Keil verbunden ist, zwischen die Bremszange und die Bremsscheibe. Mit der Rotation des Rades und der damit verbundene Reibung verstärkt sich die Keilwirkung selbsttätig. So wird mit geringem Energieaufwand eine hohe Bremskraft erzeugt.

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Siemens VDO lässt nun nach dem erfolgreichen Abschluss der Wintertestphase die gewonnen Erfahrungen in die weitere Hard- und Softwareentwicklung einfließen. In Zukunft wird ein einzelner leistungsstarker und sehr schnell reagierender Elektromotor das Keillager bewegen und so bis zum Serienstart eine Verkleinerung der Baugröße der By-Wire-Bremse ermöglichen. Die neue Bremse wird 2010 serienreif sein.

Der zur Siemens AG gehörende Bereich Siemens VDO Automotive, Regensburg, ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik und ermöglicht mit seinen Produkten individuelle Mobilität sowie effizienten Güterverkehr auf der Straße. Als Entwicklungspartner der Automobilindustrie fertigt das Unternehmen Automobilelektronik und -mechatronik für weniger Emissionen, mehr Sicherheit und Fahrkomfort sowie eine bessere Information und Vernetzung des Fahrers mit der Außenwelt. Siemens VDO erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 (30.9.2006) einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro und erzielte auf Basis von US-GAAP ein Ergebnis von 669 Millionen Euro.

Enno Pflug | Siemens VDO Automotive
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.com

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