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Siemens forscht intensiv über Elektromobilität

04.03.2009
Siemens forscht intensiv über das Thema Elektromobilität. In dem integrierten Technologiekonzern untersuchen die zentrale Forschungsabteilung (Corporate Technology) sowie die Sektoren Energy und Industry sowohl die Anforderungen an das Elektrofahrzeug selbst wie die Gestaltung der Infrastruktur der Stromnetze.

Im Einzelnen geht es den Forschern um die Energieerzeugung und -verteilung, das Verkehrs- und Energiemanagement, Smart Metering, Leistungselektronik, Software und Sensorik und natürlich auch die elektrischen Antriebe und die Rückgewinnung und Speicherung von Energie.


Um die Energieversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen, braucht es regenerative Energieerzeugungskonzepte. Darin könnten sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge künftig als mobile und flexible Bestandteile etablieren. Ein elektrisches Fahrzeug ist gleichzeitig Fortbewegungsmittel und mobiler Energiespeicher, der mittelfristig auch als Energiequelle in öffentlichen Netzen zum Einsatz kommen kann. Sie könnten auch als steuerbare Lasten für die fluktuierende Einspeisung von Wind- oder Solarenergie genutzt werden – vorausgesetzt, der Netzausbau gestattet die Energiedurchleitung.

Dazu sollten Energie- und Kommunikations-Schnittstellen zum Energienetz standardisiert werden, damit der schnelle Ladevorgang netzweit aufwandsarm koordiniert werden kann. Untersuchungen der Netzinfrastruktur sind daher Teil der Forschungen und Kooperationen mit Partnern bei Siemens. Elektromobilität könnte ein Bestandteil des Umweltportfolios von Siemens werden, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 bereits 19 Milliarden Euro umgesetzt hat.

Siemens Energy beteiligt sich etwa am EDISON-Projekt (Electric vehicles in a Distributed and Integrated market using Sustainable energy and Open Networks), das innovative Möglichkeiten zur Anbindung von Elektrofahrzeugen an das Stromversorgungsnetz in Dänemark untersucht. Ziel ist die Standardisierung elektrischer Energiespeicher und Lade- sowie Entladetechniken für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Voruntersuchungen haben gezeigt, dass von den Millionen Autos in den Industriestaaten über 90 Prozent täglich vergleichsweise lange Stillstandszeiten haben.

Wären diese Elektrofahrzeuge mit entsprechend leistungsfähi gen Batterien ausgestattet, könnten sie, eine passende Infrastruktur vorausgesetzt, als Energiezwischenspeicher genutzt werden. Als Technikpartner ist Siemens bei diesem Projekt für die Koordination und Bereitstellung von Schüsseltechniken verantwortlich, die beispielsweise für verschiedene Arten von Ladestationen inklusive der Steuerungstechnik für eine optimale Nutzung der Batteriekapazitäten zu entwickeln sind. (RN 2009.03.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens ResearchNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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