Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens Automotive Hydraulics beschleunigt die Entwicklung und Herstellung eines neuen Magnetventils mit Pertinence Rule Maker

27.11.2006
Pertinence, eines der marktführenden Unternehmen im Bereich Enterprise Manufacturing Intelligence, hat des dem Automobilzulieferer ermöglicht, die Anzahl der erforderlichen Prototypen von 400 auf 50 zu reduzieren und die Ausschussrate in der Anlaufphase der Produktion um 10% zu senken

Die Verschärfung der europäischen Gesetzgebung in Bezug auf den Ausstoss von Schadstoffen mit Treibhauseffekt hat die Automobilwelt und damit auch die Automobilzulieferer in Bewegung gebracht. Schon ab 2008 wollen die Autohersteller eine Fahrzeugflotte mit stark reduziertem durchschnittlichen CO2-Ausstoss bieten. Siemens VDO Automotive unterstützt diese Anstrebung durch die Bereitstellung von Systemen und Bauteilen für die Benzindirekteinspritzung, u.a. durch eine höchstinnovative Hochdruckpumpe.

"Nach der ersten Vorführung von Pertinence Rule Maker war uns der Vorteil, den ein solches Produkt unserem Geschäftsbereich bringen könnte, nicht eindeutig klar: Wir verfügten über spärliche Daten und die Produktionsphase war noch nicht angelaufen", so Dominique Véret, Direktor bei Siemens Automotive Hydraulics. "Aber schon nach einigen Monaten und zwei weiteren Produktpräsentationen haben wir unsere Meinung geändert. Unsere ersten Prototypen waren mittlerweile fertig und wir hatten Schwierigkeiten, uns in die Zukunft zu projezieren, insbesondere angesichts der Leistungen, die ein Magnetventil aufgrund der inhärenten Schwankungen der Serienproduktion bieten konnte. Es handelte sich um ein vollkommen neues, innovatives Produkt, für das keinerlei Erfahrungswerte vorlagen."

Ein dank Rule Maker möglich gewordener Versuchsplan

... mehr zu:
»Anlaufphase »MAKER »Magnetventil »Véret

Unter diesen Umständen entschied sich die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Geschäftsbereichs für die Durchführung einer Sensibilitätsstudie des Magnetventils unter Zuhilfenahme eines Versuchsplans. Es sollte eine Testserie gefertigt und anschliessend geprüft werden. Aber aufgrund der Komplexität des Produkts, das aus mehr als zwanzig Bauteilen bestand und auf ca. 70 Parameter reagierte, waren annähernd 400 Magnetventile für aussagekräftige Studienergebnisse erforderlich. Diese Anzahl war zu hoch. Ohne Versuchsplan wäre man jedoch das Risiko einer zu hohen Ausschussrate in der Anlaufphase der Produktion eingegangen und hätte wichtige Überkosten für die zeitgerechte Ausführung der Kundenaufträge tragen müssen.

"Wir kamen zu dem Schluss, dass das Pertinence-Angebot für uns eine mögliche Lösung darstellen konnte. Um uns gänzlich davon zu überzeugen, hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Juni 2004 Rule Maker gekauft", so Dominique Véret. "Zu Beginn dachten wir, dass das Rule Maker-Modul der Pertinence Suite nur bei umfangreichen Datenmengen effizient einsetzbar ist. Das Produkt hat uns jedoch bewiesen, dass es selbst bei der kleinen Datenmengen, über die wir in der Endphase der Entwicklung unseren neuesten Innovation verfügten, - dem mit den EU-Richtlinien übereinstimmenden proportionalen Dreiweg-Magnetventil für Benzinhochdruckpumpen - optimale Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit erzielen konnte. Dank Rule Maker verfügen wir heute über eine gute Visibilität hinsichtlich der Markteinführung des Produkts", so Dominique Véret.

"Von Anfang an hat dieses Tool unsere Arbeitsweise verändert und uns gezwungen, die Datensammlungsphase für den Versuchsplan neu zu konzipieren. Dank seines iterativen Ansatzes hat Rule Maker es uns ermöglicht, eine Testreihe mit nur 40 Magnetventilen durchzuführen, die jeweils unterschiedlichen Eigenschaften aufwiesen." Diese Eigenschaften wurden anhand von 2800 Werten gemessen, zu denen noch tausende von leistungsrelevanten Daten am Ende der Testreihe hinzukamen. "Die Tests wurden 2 Monate lang iterativ und interaktiv von drei unserer Experten durchgeführt: dabei handelte es sich um einen von Pertinence in Rule Maker geschulten Mathematikingenieur und um zwei Produktspezialisten. Die Experten bestimmten zu Beginn die zu prüfenden Daten. Im Zuge der Iterationen schlug Rule Maker weitere Prüfdaten vor und passte die Regeln nach und nach den zwischen Eingabeeigenschaften und Ausgabeleistungen festgestellten Abweichungen an. Dabei konnten wir drei unterschiedliche Regeltypen identifizieren: die eindeutigen Regeln, die unsere Experten bereits kannten, die irrelevanten Regeln, die beseitigt werden konnten, und letztlich, die für uns interessantesten Regeln, d.h. jene, die den Mehrwert von Rule Maker ausmachen. Letztere lieferten unseren Experten den Stoff für neue Gedankengänge, sie brachten unsere Experten aus dem Gleichgewicht, erwiesen sich aber im Endeffekt als richtig. Wir hatten beispielsweise ein akustisches Problem, das wir anhand klassischer Methoden nicht zureichend geregelt hatten. Rule Maker hat diesbezüglich Intervalle identifiziert, die eine Beseitigung des Problems ermöglichten."

Erhöhte technische Glaubwürdigkeit bei den Kunden

Siemens Automotive Hydraulics geht zur Zeit mit der Pumpe in Serie, aber schon jetzt gibt es eine Gewissheit: Dank der mit Rule Maker ausgeführten Sensibilitätstests kann die Ausschussrate in der Anlaufphase um ca. 10% reduziert werden. In der Regel werden Fertigungsausschüsse von Experten analysiert und nach Identifizierung der zugrunde liegenden Ursachen entsprechende Ad-Hoc-Änderungen am Produkt vorgenommen, welches somit zunehmend an Robustheit gewinnt. Durch die Verwendung von Rule Maker weist das Produkt bereits jetzt eine gute Robustheit auf. Dies geht mit einer kleineren Anzahl von Experteneingriffen in der Anlaufphase und somit mit einer signifikanten Senkung der Markteinführungskosten einher. Das Ganze unter Einhaltung der knappen Lieferzeiten, die von den ihrerseits unter dem Druck der Vorschriften stehenden Autoherstellern auferlegt werden.

"Die Senkung der Entwicklungskosten ist eines der Hauptziele der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Rule Maker kann an dieser Stelle sowohl in Bezug auf aktuelle als auch auf zukünftige Projekte einen Mehrwert bringen", so Dominique Véret zum Abschluss. "Allerdings muss man bereit sein, Gewissheiten und Arbeitsweisen in Frage zu stellen und neue, ungewohnte Reflexionswege zu gehen. Zusätzlich zu dem im Bereich Forschung und Entwicklung gebotenen Mehrwert hat die Pertinence Suite auch direkte Auswirkungen auf unsere Kunden. Unsere technische Argumentation hat an technischer Glaubwürdigkeit gewonnen, weil sie durch die von Rule Maker auf Fakten basierenden Informationen untermauert wird."

Info über Pertinence

Pertinence ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Enterprise Manufacturing Intelligence. Dank seiner auf die Optimierung komplexer Industrieprozesse und -systeme ausgerichteten Software ermöglicht Pertinence die Extraktion, Anwendung, Kontrolle und gemeinsame Nutzung bester operationaler Vorgehensweisen. Die innovative Datenanalysetechnologie sorgt für verbesserte Prozessqualität, verkürzte Markteinführungszeiten hinsichtlich neuer Produkte und eine effizientere Verwaltung der Entwicklungsprozesse.

Pertinence, Microsoft (MSFT)-zertifizierter Partner, hat Niederlassungen in Europa und in den USA. Zu den Kunden zählen wichtige Unternehmen in den Bereichen Pharma/Biotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik und Verteidigung sowie Unternehmen für Industrie- und Halbleiterprodukte, u.a. Sanofi Pasteur, EADS, Airbus, BMW, Siemens usw.

Virginie Dupin | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pertinence.com

Weitere Berichte zu: Anlaufphase MAKER Magnetventil Véret

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Auf dem Gipfel der Evolution – Flechten bei der Artbildung zugeschaut

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Elektroimpulse säubern Industriewässer und Lacke

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler

27.04.2017 | Messenachrichten