Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RUB-Studie beweist: Automobilbranche ist Musterbeispiel im eBusiness

26.02.2003


Sie wird ihrem Ruf gerecht: Die Automobilbranche gilt als Musterbeispiel im eBusiness, erste Ergebnisse des Forschungsprojekts "eBusiness in der Automobilzulieferindustrie" - Projektleitung Gernot Mühge, Lehrstuhl für Organisationssoziologie und Mitbestimmungsforschung (Prof. Dr. Ludger. Pries) an der RUB - bestätigen dies jetzt. Demnach nutzen bis zu 93 Prozent der Zulieferbetriebe das Internet, rund 40 Prozent arbeiten als so genannte "Rundumnutzer" mit komplexen Internetanwendungen. Das vorläufige Fazit, so die wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Hellen Tackenberg: "Die Automobilzulieferindustrie ist die Vorzeigebranche im elektronischen Geschäftsverkehr".


Repräsentative Branchenbefragung

Die Forschungsergebnisse stammen aus einer repräsentativen Branchenerhebung: Insgesamt 1.900 Betriebe der Automobilzulieferindustrie hat das Bielefelder Marktforschungsunternehmen TNS EMNID im November 2002 telefonisch befragt. Die RUB-Forscher haben die Daten ausgewertet, mit der "empirica Studie" (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) aus dem Jahr 2001 verglichen und ihre Ergebnisse Ende Januar auf einem bundesweiten Workshop in Bochum vorgestellt.


Komplexe Geschäftsprozesse

In Anlehnung an die "empirica Studie" haben die Bochumer Sozialwissenschaftler die Branche ebenfalls in verschiedene User-Typen unterteilt: von "Einfachnutzern", die das Internet lediglich zum Surfen nutzen, bis hin zu "Rundumnutzern", die komplexe Geschäftsprozesse elektronisch abwickeln. Nur sieben Prozent der Zulieferbetriebe arbeiten noch offline. Der Vergleich der Daten über die Zulieferindustrie mit der Projektion der empirica-Studie für das Jahr 2003 zeigt, dass die Automobilzulieferindustrie ihrem Ruf als Vorreiterin im E-Business gerecht wird: So befinden sich knapp 40 Prozent der Betriebe der Zulieferindustrie in der höchsten Stufe der Internetnutzung "Rundumnutzer" - mehr als doppelt soviel, als die Studie des Wirtschaftsministeriums für die Gesamtwirtschaft und das Jahr 2003 prognostiziert.

Pflicht statt Trend

Den Vorsprung der Automobilzulieferindustrie sehen die Bochumer Forscher im Anteil der komplexeren Anwendungen: Er ist deutlich höher als in anderen Branchen. Sie wird damit ihrem Ruf als Vorzeigebranche gerecht. Galt der elektronische Geschäftsverkehr lange Zeit eher als "Trend" in der Wirtschaft, zeigen die Forschungsergebnisse nun, dass er in bestimmten Sparten unverzichtbar wird. "eBusiness ist ’Pflicht’ in der Automobilzulieferindustrie", so die Dipl.-Sozialwissenschaftlerin Hellen Tackenberg.

Breite Perspektive

Die Bochumer Forscher ermitteln nicht nur, wie verbreitet eBusiness in der weit verzweigten Branche ist. Sie richten ihre Perspektive auch darauf, wie sich Arbeitsabläufe zwischen Unternehmen und in einzelnen Betrieben durch den elektronischen Geschäftsverkehr verändern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt bis 2004 mit 500.000 Euro.

Weitere Informationen:

Dipl.-Soz. Wiss. Hellen Tackenberg
Lehrstuhl für Organisationssoziologie und Mitbestimmungsforschung
(Prof. Dr. Ludger Pries)
GC 04/708
Telefon: 0234/32-25421
Telefax: 0234/32-14446
E-Mail: hellen.tackenberg@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/e-business

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften