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Roboterauto / Hildesheimer forscht an Sicherheitskonzept

29.09.2011
Vor einem Jahr absolvierte das Forschungsauto „Leonie“ die weltweit erste vollautomatische Fahrt im städtischen Straßenverkehr. Andreas Reschka vom Institut für Technik forscht an einem Sicherheitskonzept für die autonome Fahrzeugführung.

Der Stadtpilot ist ein langfristiges Forschungsprojekt des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität Braunschweig.

Mit einem modifizierten Volkswagen Passat (Versuchsträger „Leonie“) soll der Braunschweiger Stadtring vollkommen autonom im fließenden, öffentlichen Verkehr befahren werden. Dazu wurde eine Strecke von ca. 11 km Länge ausgewählt, die mehrspurige Straßen, Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen und Abbiegemanöver beinhaltet.

Die Projektidee entstand 2008 als Nachfolger der DARPA Urban Challenge Teilnahme mit dem Projekt CarOLO am Institut für Regelungstechnik der TU Braunschweig. Neben diesem sind auch das Institut für Flugführung der TU Braunschweig, das DLR und das Institut für Technik der Universität Hildesheim beteiligt. Dieses ist seit 2011 auch Mitglied im Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik.

Der erste große Meilenstein wurde im Oktober 2010 erreicht, als das Fahrzeug die ersten autonomen Runden auf einem Teilstück des Braunschweiger Stadtrings drehte. Aktuell wird an der Kommunikation mit Lichtsignalanlagen zur Optimierung des Verkehrsflusses und an autonomen Spurwechseln gearbeitet.

Andreas Reschka vom Institut für Technik forscht seit Juli 2009 an einem Sicherheitskonzept für die autonome Fahrzeugführung. Dabei wird aus den zahlreichen Informationen aus dem Fahrzeug und dem Regelungssystem der Systemzustand abgebildet und Gütemaße für den sicheren Betrieb des Fahrzeugs berechnet. Basierend auf diesen Gütemaßen können die autonomen Fähigkeiten des Fahrzeugs repräsentiert und die Fahrfunktionen notfalls eingeschränkt werden, um stets einen sicheren Zustand des Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr zu gewährleisten. Ungewollte Manöver und eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sollen dadurch auf ein Minimum reduziert werden.

Isa Lange | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hildesheim.de/

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