Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Concept Car von Rinspeed und Bayer MaterialScience: eXasis - das "gläserne" Auto

14.02.2007
Denkanstöße für Kunststoffanwendungen im Automobil der Zukunft

Freimütig offenbart es sein Innerstes - das neue Concept Car "eXasis", den der Schweizer Auto-Vordenker Frank M. Rinderknecht zusammen mit den Autoexperten der Bayer MaterialScience AG entwickelt hat.

Karosserie und Boden des zigarrenförmigen Zweisitzers sind aus Kunststoff und bestehen aus dem transparenten Polycarbonat Makrolon®. Frei fällt der Blick etwa auf Details des Motors und des Alu-Chassis. "Diese Transparenz steht auch für unsere Offenheit und Bereitschaft, mit Verarbeitern, Systemlieferanten und Autoherstellern eng zu kooperieren, damit Ideen und Lösungen für das Auto von Übermorgen Wirklichkeit werden", erläutert Hans-Peter Neuwald, Sprecher des Teams AutoCreative®, das auf globaler Ebene die Aktivitäten von Bayer MaterialScience mit der Autoindustrie koordiniert. Er setzt dabei auf die breite Produktpalette, das umfassende Know-how bei Verfahren und Technologien und die lange automobile Erfahrung, über die das Unternehmen verfügt. "Schon vor 40 Jahren haben wir mit dem ersten Voll-Kunststoff-Auto der Welt, dem "K 67", einen Blick in die automobile Zukunft gewagt, der in vielen Punkten Wirklichkeit geworden ist", so Neuwald.

Den Augen der breiten Weltöffentlichkeit präsentiert sich der "eXasis" erstmals auf dem Genfer Autosalon, der vom 8. bis 18. März 2007 stattfindet. Doch schon vor dieser Premiere wurde der 750 Kilogramm schweren Rinspeed-Kreation betrieben von einem 2-Zylinder-Weber-Motor (750 ccm, 150 PS) mit Bioethanol Aufmerksamkeit zuteil. Hat doch das Schweizer Bundesamt für Energie den Konzeptwagen als Probanden für eine Studie zum Thema "Leichtbau und Ökologie" ausgewählt.

Zahlreiche seiner Features sind - wie bereits bei seinen Vorgängern "zaZen" und "Senso" - mit Werkstoffen und Rohstoffen von Bayer MaterialScience umgesetzt. Ein optisches Highlight sind die beiden transparenten Anzeige- und Funktionsdisplays im Cockpit. Sie scheinen im Sichtfeld des Fahrers zu schweben und sind als Touch-Panels gestaltet. Sie bestehen je aus einem rückseitig bedruckten CD/DVD-Rohling aus Makrolon®, beschichtet mit Schaltflächen aus dem elektrisch leitfähigen Polymer Baytron® P von H.C. Starck. Die mechanischen Bedienelemente im Cockpit fühlen sich warm und weich und daher sehr angenehm an. Dieser Komforteffekt beruht auf einer Soft Feel-Beschichtung aus Polyurethan, die auf den hochwertigen, wässrigen Lackrohstoffen der Reihe Bayhydrol® und Bayhydur® basiert. Die Metallteile im Innenraum sind mit einem Chrom-Effektlack auf Basis der Polyurethan-Lackrohstoffe Desmodur® und Desmophen® lackiert. Die Spanten der beiden hintereinander liegenden Fahrzeugsitze bestehen ebenfalls aus Makrolon® und sind mit einem Edelstahlnetz überzogen. Hergestellt werden sie durch Thermoformen von 12 Millimeter dicken Platten. Die Kopfstützen- und Armlehnenpolster sind aus durchsichtigem Technogel®, einem lichtechten, elastischen und weichmacherfreien Polyurethan-Gel, das sich weich und warm anfühlt und entspannenden Sitzkomfort bietet. Im Motorraum sind Kabel mit dem flexiblen, abrieb- und medienbeständigen thermoplastischen Polyurethan Desmopan® ummantelt. Die transparenten Karosserieteile aus Makrolon® werden durch Thermoformen auf Werkzeugen aus einem Polyurethan-Modellschaumstoff gefertigt, der sich aus den Rohstoffen Desmodur® und Desmophen® aufbaut. Die Karosserie- und Boden-Teile sind mit einem leicht gelben, schimmernden Hard Coat beschichtet.

"Wir wollen mit dem neuen Concept Car verdeutlichen, dass unsere Kunststoffe auch für aktuelle Trends im Automobilbau maßgeschneiderte Werkstoffe zur Fertigung von Serienbauteilen sind", so Neuwald. "Das gilt zum Beispiel für Makrolon®, das sich als neuer Werkstoff für Automobilscheiben und transparente Dachmodule etabliert. Zwei weitere Beispiele sind das verstärkte Polyurethan Bayflex® 180/190 als Leichtbaumaterial für Karosserieteile wie Kotflügel und Schwellerverkleidungen sowie spezielle Typen der PC-Folie Makrofol® und des Polycarbonat-Blends Bayblend®, mit denen sich innovative Anzeigeninstrumente umsetzen lassen."

AutoCreative® - Service von A bis Z

Ein wesentlicher Gedanke hinter AutoCreative® ist es, Zulieferern und Automobilherstellern einen zentralen Ansprechpartner bei Bayer MaterialScience zu bieten. Das Team von AutoCreative® ist global aufgestellt und in allen für die Autowirtschaft relevanten Regionen präsent. Daneben stellt ein straffes Key Account Management der Business Units von Bayer MaterialScience eine enge, produktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Autoindustrie sicher.

AutoCreative® unterstützt zusammen mit den Experten der Business Units von Bayer MaterialScience Verarbeiter, Systemlieferanten und Autohersteller von der Konzeption eines Kunststoff-Bauteils bis hin zu dessen Produktion. Ein Fokus ist dabei die werkstoffgerechte Konstruktion mit allen daran gekoppelten Simulations- und Prüfverfahren. Hier kommen zum Beispiel verschiedenste CAE-Tools zum Einsatz - so etwa zur Analyse der statischen Belastung eines Bauteils, seiner Eigenfrequenz oder des Crashverhaltens. Weiterhin führen die Experten von Bayer MaterialScience rheologische Untersuchungen durch - wie zum Beispiel Mold Flow-Berechnungen, um unter anderem eine gleichmäßige Werkzeugfüllung zu erreichen. Das Aufschäumen von PUR-Schaumstoffen kann exakt simuliert werden, um die Werkzeugentlüftung oder die Ausrichtung von Verstärkungsfasern zu optimieren.

Ein weiterer essentieller Baustein des Servicepaketes sind die Technika, in denen Anlagen für die Kunststoffverarbeitung etwa durch Spritzguss, Extrusion und Schäumen bereitstehen. Sie lassen sich zum Beispiel zur Optimierung der Verarbeitungstechnologien, zur Werkzeugoptimierung oder Prototypenherstellung nutzen. Außerdem verfügt Bayer MaterialScience über eine Crash-Anlage für Aufprallversuche, über eine Lackierkammer und über eine Laborwaschanlage für Lacktests. Bei prüftechnischen Fragen ist das Thermoplastics Testing Center (TTC) von Bayer MaterialScience der richtige Ansprechpartner. Es bietet sein Know-how als akkreditiertes Prüfzentrum auch externen Partnern an. Besonders der Service für die Autoindustrie ist umfangreich. So werden beispielsweise künstliche Bewitterung von Autoinnenraum- und Außenteilen geprüft oder Werkstoffkennwerte aus High Speed-Zugversuchen für die Crash-Simulation ermittelt.

Mit einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 gehört die Bayer MaterialScience AG zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 40 Standorten rund um den Globus und beschäftigt etwa 18.800 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

News und Informationen über Produkte, Anwendungen und Services der Bayer MaterialScience AG sind unter "www.bayerbms.de" zu erhalten. Daten und Fakten speziell zum Unternehmen finden Sie unter "www.fakten.bayerbms.de".

Hotline für Leseranfragen: Fax: (0221) 9902-160

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayerbms.de
http://www.fakten.bayerbms.de

Weitere Berichte zu: Autoindustrie Concept Makrolon® Polyurethan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik