Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Klima-Windkanal bei Audi: Mit 300 Sachen durch Hitze und Eis

27.02.2008
- Noch kälter, noch heißer, noch effektiver
- Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h
- Naturgetreue Bedingungen dank modernster Technik
Audi nutzt künftig einzigartige Möglichkeiten im Bereich der
Klima-Simulationen: Mit der Einweihung des neuen Klima-Windkanals heute in Ingolstadt wird die AUDI AG ihrem "Vorsprung durch Technik"

einmal mehr gerecht. Unter naturgetreuen Bedingungen können die Automobile bei eisiger Kälte oder glühender Hitze mit einer Wind-geschwindigkeit von bis zu 300 Kilometer pro Stunde getestet werden. "Das ist einmalig in dieser Nutzungsvielfalt", betont Peter Fromm, Leiter Entwicklung Aufbau der AUDI AG. Rund EUR 20 Mio. hat das Unternehmen in den neuen Klima-Windkanal investiert. Er ist Teil des modernen Audi Windkanal-Zentrums in Ingolstadt.

"Der neue Klima-Windkanal ist ein weiterer Meilenstein der Technischen Entwicklung bei Audi", sagt Audi Projektleiter Dr. Stefan Dietz. "Durch die technischen Neuerungen erhalten wir in Zukunft eine noch größere Bandbreite an Testmöglichkeiten." Der Klima-Windkanal kann im Gegensatz zum bereits vorhandenen Thermo-Windkanal die Temperatur stärker in den negativen Bereich abkühlen, so dass eine Spanne von minus 25 bis plus 55 Grad Celsius möglich ist. Neben Klimaversuchen, wie Kälte- und Enteisungstests bei extremen Temperaturen, können auch Kühlsimulationen bei sehr hohen Geschwindigkeiten und hohen Temperaturen durchgeführt werden.

... mehr zu:
»AUDI »Automobil »Klima-Windkanal

Versuche zur Kühlleistung von Öl- und Wasserkreislauf, Motor oder Innenraum sind daher bei großer Hitze und klirrender Kälte möglich.

Als erste Einrichtung dieser Art können im neuen Audi Klima-Windkanal Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometer pro Stunde erzeugt werden.

Neben Hitze und Kälte sind Sonnensimulationen mit bis zu 1200 Watt pro Quadratmeter und Regensimulationen möglich. Bei Bedarf kann auch Schnee erzeugt werden. "Zudem wurde mit dem Klima-Windkanal ein weiteres Instrument geschaffen, um nachhaltig zur Reduzierung von CO2 beizutragen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse auf den Prüfständen können so optimierte und verbrauchsgünstige Kühlsysteme für die Automobile entwickelt werden", sagt Dietz.

Selbst große SUVs und Sportfahrzeuge sowie quattro-Modelle stellen für den Klima-Windkanal keine Hürde dar. Durch die sechs Quadratmeter große Düse, die mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde Luft in der Messstrecke beschleunigt, ist es ohne weiteres möglich, Automobile der neuesten Generation zu entwickeln und weiter zu verbessern. Beim Bau des Windkanals wurde ein zweiachsiger Antrieb mit jeweils 250 kW (340 PS) für Automobile mit permanentem Allradantrieb installiert, der auch bei quattro-Modellen Tests unter realen Bedingungen ermöglicht.

Der Klima-Windkanal gehört zum Windkanal-Zentrum der AUDI AG in Ingolstadt, das auf über 10.000 Quadratmetern drei Windkanäle umfasst, in denen derzeit 40 Mitarbeiter beschäftigt sind. Neben der Hauptaufgabe, die Entwicklung und weitere Optimierung der Modelle von Audi voranzutreiben, bietet die Anlage zudem hervorragende Forschungsbedingungen für Spitzensportler. Skiathleten aus Deutschland, der Schweiz und Schweden gehörten genauso zu den Besuchern der vergangenen Jahre wie der australische Schwimmstar Ian Thorpe.

Joachim Cordshagen | Audi AG
Weitere Informationen:
http://www.audi.de

Weitere Berichte zu: AUDI Automobil Klima-Windkanal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie